Segelclub Dresden Wachwitz e.V.
Termine: Mi 15. Feb Fälligkeit SCW-Beiträge + Fr 24. Feb 19:00 Kleiner Clubrat + Fr 24. Feb 19:30 Gemütlicher Clubabend + Mi 29. Feb Termin Antrag Steg- u. Trockenliegenplätze + Do 1. Mär 18:30 Beginn A-Schein-Lehrgang (Theorieausbildung) + Mi 7. Mär 19:00 Clubrat + Do 8. Mär 18:30 A-Schein Theorie +
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Törnbericht
Rund Ostsee 2005
17.09. 2005 bis 01.11.2005
Die Mannschaft:Lothar Blüher (Skipper) vom Segelclub Dresden-Wachwitz e.V.
Uwe Behrens vom Sportverein Fortschritt Pirna, Abt. Segeln
Das Boot:"Kassiopeia II" Folkeboot - Marieholm 26 (Näheres s. unter 2. Das Boot)
Die Reiseroute:

Lübeck-Herrenwyk - Lohme (Rügen) - Ronne (Bornholm / Dänemark) - Ustka (Polen) - Leba (Polen) - Wladyslawowo (Polen) - Danzig (Polen) - Pionerskij und mit Zug nach Kaliningrad (Russland) - Klaipeda (Litauen) - Liepaja (Lettland) - Ventspils (Lettland) - Riga (Lettland) - Insel Khinu (Estland) - Virtsu (Estland) - Dirhami (Estland) - Tallinn (Estland) - Helsinki (Finnland) - Insel Stora Svartö (Finnland) - Insel Langskärkloppen (Finnland) - Insel Rosala (Finnland) - Insel Jurmo (Finnland) - Insel Degerby (Finnland) - Kapellskär (Schweden) und mit Bus nach Stockholm (Schweden) - Insel Ingmarsö (Schweden) - Insel Utö (Schweden) - Nynäshamn (Schweden) - Arkösund (Schweden) - Insel Idö (Schweden) - Sandvik (Öland / Schweden) - Borgholm (Öland / Schweden) - Kristianopel (Schweden) - bis Nähe Insel Utklippan und wegen Motorschaden zurück nach Kristianopel (Schweden)


1. Planung / Vorbereitung
Angeregt durch Reisebeschreibungen in der "Yacht" und Fahrtenvorträge im Cöpenicker Segelverein (Berlin) wurde die Lust auf die nordöstlichen Reviere der Ostsee geweckt. Eine mögliche Reiseroute wurde Ende 2004 nach Atlasübersichtskarten entwickelt und theoretisch die Machbarkeit festgestellt alle 9 Ostseeanliegerstaaten in 7 - 8 Wochen besuchen zu können. Eine seetüchtige und preiswerte Yacht wurde im Internet bei Klassik-Yachtcharter gefunden und noch im Dezember 2004 vertraglich gebunden.
Leider, aber im Nachhinein als richtige Entscheidung angesehen, wollte meine Ehefrau Eva an dieser Reise aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Es folgte eine lange Zeit der Ungewissheit, in der aber trotzdem die Reisevorbereitungen zielstrebig vorangetrieben wurden, schließlich hatte ich ohne Reiserücktrittsversicherung vertragsgemäß angezahlt. Also wurden Ostseekarten und Länderinformationen gesammelt; danke auch an Th. und Joh. Weihermüller für die Unterstützung. Von Hanse-Nautic, Hamburg, wurden das Hafenhandbuch "Ostsee II", unbedingt notwendige See- und Wassersportkarten zusammengestellt und geliefert sowie auch alle Gastlandflaggen.
Im Mai 2005 sagte Uwe Behrens als Partner zu. Es folgte dann in Erfahrung vom Atlantiktörn 2003 die detaillierte Ausarbeitung / Aufstellung sowie Abstimmung von Listen für Ausrüstung, Bekleidung, Verpflegung, Finanzmittel und Länderinformationen. Für Russland war ein Visum erforderlich, was nach vergeblichen Besuch des russischen Konsulates in Berlin letztlich unbürokratisch aber zum doppelten Preis über das Dresdner Reisebüro Rantzsch erhältlich war. Bei Vorweisung einer russischen Einladung hätte ich es über das Konsulat zum halben Preis erhalten.
Die Festlegung der Reisezeit wurde absichtlich an das Ende der Chartersaison (offizielles Ende 04.11.2005) gelegt, um für die Rückreise nicht unbedingt an einen festen Termin gebunden zu sein. Weitere Vorteile waren niedrige Charterpreise, leere Häfen und noch relativ warmes Wasser. Die Nachteile wie kaltes und schlechtes Wetter sollten die richtige Kleidung / Ausrüstung mildern und die kurzen Tageszeiten durch nächtliches Segeln, vor allem in den Morgenstunden, ausgeglichen werden. Wir wollten nach dem Prinzip verfahren, die unbekannten Häfen bei Tageslicht anzusteuern und lieber im Dunkeln den dann bekannten Hafen zu verlassen.
Für die Wettervorhersagen per SMS hatte ich 100 Einheiten bei www.wetterwelt.de gekauft - und wir wurden nicht enttäuscht - jederzeit binnen Sekunden für das betreffende Revier abrufbar und schriftlich auf dem Handy.


2. Das Boot (Auszüge von: www.klassik-yachtcharter.de)
Die Marieholm (8,00 x 2,20 x 1,25 m; 2-4 Kojen; 350,- bis 525,- EUR pro Woche) ist eine Weiterentwicklung des Internationalen Folkebootes und wurde wie dieses auf der Marieholms-Werft gebaut. Mit ihren 8 m Rumpflänge ist die Marieholm noch mal einen Fuß länger als das IF und bietet in Verbindung mit einem etwas größeren Aufbau und etwas mehr Freibord mehr Komfort unter Deck. Das erste Folkeboot ging 1942 zu Wasser und noch heute segeln viele tausend Exemplare auf Touren und Regatten.
Mit über 50 % Ballastanteil und dem klassischen S-Spant Langkiel segelt die MARIEHOLM selbst bei grober See und viel Wind sehr gutmütig und sicher. In punkto Seetüchtigkeit und Sicherheit können moderne Konstruktionen mit der Marieholm nicht mithalten. Eine große Super-Genua sorgt auch bei leichteren Winden für einen guten Vortrieb. Der für diese Bootsgröße überdurchschnittlich starke Bootsdiesel bietet zusätzliche Reserven auf See und im Hafen.
Das Cockpit kann im Hafen mit einer Kuchenbude abgedeckt werden, so daß die Yacht für 2-3 Personen ausreichenden Lebensraum bietet. Anspruchlosere Crews werden vor allem auf kürzeren Törns mit 4 Personen auf dem Boot zurechtkommen.
Kleinere Crews erhalten mit KASSIOPEIA für wenig Geld eine ausgezeichnet segelnde, vollwertige und komplett ausgestattete klassische Fahrtenyacht mit Einbaudiesel, so daß auch mit einem begrenzten Charterbudget mal längere Ostseetörns unternommen werden können. Da die Yacht mit einer Rollreffanlage und einem Autopiloten (Option) ausgerüstet ist, kann sie auch sehr gut einhand gesegelt werden.
Designer:Tord Sunden
Bauiahr:1980
Werft:Marieholms
Länge:8,00 m
KWL:6,30 m
Breite:2,20 m
Tiefgang:1,24 m
Verdrängung:ca. 2,4 t
Ballast:ca. 1,2 t
Maschine:Volvo MD 7B, 13 kW
Rigg:7/8 Hochtakelung
Großsegel:16,0 qm
2 x Rollgenua:bis 18,0 qm
Trysegel
Sturmfock:3,2 qm
Baumaterial:GfK
Kojen:2 Einzel-, 1 Doppelkoje
Dieseltank:15 l
Wassertank:70 l
Zugehörige Ausrüstung:
4 Personen Rettungsinsel, 2xGenua, Lattengroß, Sprayhood,Kuchenbude, Cockpittisch, UKW-Funk, GPS, Log, Lot, Pump-WC, komplette Pantry mit Spüle und Herd, aktuelle Karten und Handbücher, elektr. Kühlbox, automat. Ladegerät, Schwimmwesten u. Lifebelts für 4 Pers., 2 Rettungskragen, Blinkboje, Seenotsignalmittel, Extras: Autopilot (30,- EUR pro Woche), Schlauchboot.


3. Reisedurchführung
Der Bericht wurde nachträglich an Hand von Bordbucheintragungen, Fotos, gesammelten schriftlichen Unterlagen (Rechnungen, Prospekten, Reisebeschreibungen u.ä.) sowie den persönlichen Eindrücken angefertigt.


3.1 Die Anreise
Um pünktlich zum frühestmöglichen Yachtübergabezeitpunkt in Lübeck-Herrenwyk zu sein, starte ich mit meinem Omega und Lastenhänger am 17.09.2005 bereits 1:00 früh und hole Uwe in Pillnitz 1:30 ab. Der Hänger ist voll, das Auto fast voll beladen. Zügig und in Sichtweite der zulässigen Höchstgeschwindigkeit geht es über die Autobahn nach Lübeck-Herrenwyk.
In der ehemaligen Staak-Werft finden wir den Stützpunkt von Klassik-Yachtcharter. Wir entdecken die "Kassiopeia II" und haben etwas Bedenken, ob dieses schlanke Schiff uns samt Gepäckmengen vertragen kann. Der Vercharterer, Herr Dr. Schoeler, gibt uns den guten Tipp, die Vorschiffskabine als "Lager" zu nehmen. Gesagt, getan, so geht's. Unter den fragenden und staunenden Blicken anderer Sportfreunde werden so die gesamte Verpflegung für 7 Wochen einschließlich des weiteren Gepäcks verstaut - der Wasserpaß der "Kassio" versinkt unter der Wasseroberfläche. Es folgen die Übergabe und Einweisung einschließlich der restlichen Bezahlung (Chartergebühr insgesamt 1990,-Euro und 400,-Euro Kaution).
Auto und Hänger finden im Objekt ein kostenloses Plätzchen und vorsorglich wird noch am Auto die Batterie abgeklemmt (7 Wochen Sicherungssystem sind zuviel für eine Batterieladung).


3.2 Der Segeltörn (Häfen / Liegeplätze sind fett hervorgehoben)
SMS-Logbuch
Tatsächlich können wir noch am 17.09.05 gegen 15:00 vom Steg in Lübeck-Herrenwyk starten und fahren mit Motor auf die Trave hinaus, um in der nächsten Bucht erstmals die Segel zu setzen - ordnungsgemäß gegen den schwachen WNW-Wind. Gut so, denn von uns unbemerkt, werden unsere Handlungen von einem Mitarbeiter im Schlauchboot beobachtet - er verabschiedete sich mit einem freundlichen Wink und "alles o.k.".
Nur langsam segeln wir z.T. hoch am Wind die Trave abwärts, weichen einer großen Fähre aus (Fährhafen Travemünde) und kommen mit den letzten Sonnenstrahlen in die Lübecker Bucht. Mit Sonnenuntergang verabschiedet sich auch das schwache Lüftchen und wir starten etwas verdrossen den laut peppernden Dieselmotor. Das missfällt wohl auch Rasmus und er hat Erbarmen - fortan bläst ein SW von 2 auf 4 zunehmend und wir segeln abwechselnd am Ruder die ganze sternenklare Mondscheinnacht hindurch.
Etwas übermütig hatten wir uns vorgenommen gleich bis Bornholm durchzusegeln, um Zeit zu sparen und die Weihermüller-Crew zu treffen. Sie meldeten ihre dortige Ankunft per SMS. Aber ich habe die Rechnung ohne meinen Körper gemacht: Bereits zwei fast schlaflose Nächte, die Autofahrt, die Packerei und die angespannten Stunden des ersten Umgangs mit Boot und unbekannten Revier fordern Tribut in Form einer Art Seekrankheit - zum K…. . Kurz entschlossen sagen wir das Treffen ab und nehmen Kurs auf Lohme (Rügen), vorbei am Darßer Ort (18.09.05, 11:00), Hiddensee-Leuchtturm (15:00) und Kap Arkona, um kurz vor der Dämmerung in den Hafen Lohme gegen 18:00 einzulaufen.
Etwas ungelenk ob der Übermüdung und ungewohnten Daueranstrengung suchen wir den Hafenmeister auf, suchen anschließend die übergebenen Schlüssel und die Utensilien für ein schnelles Abendbrot. Noch schnell Duschen, wobei die Badetasche von Uwe das schon vorher im Hafenwasser macht und um dann endlich tief und fest zu schlafen - zumindest ich - für Uwe ist das wohl die erste Nacht, um sich an mein Schnarchen (nur bei Überanstrengung, was Uwe aber abstreitet) zu gewöhnen.
Montag, 19.09.05, Aufstehen 5:30, aber erst 7:30 kommen wir zum Ablegen. Winde um 3 Bft. aus West bringen uns relativ rasch (im Durchschnitt 4,5 kn) voran. Das entspricht auch etwa der der ursprünglichen Reiseplanung zugrunde liegenden Geschwindigkeit. Wir stellen auch fest, dass das Log lügt - es zeigt nämlich meist 1 kn mehr an - aber wir haben ja auch das GPS, was uns wieder auf den Boden der Realität bringt. Das etwas trübe Wetter läßt die Kreideküste schnell verblassen, noch bevor sie am Horizont untertaucht.
Erste Schatten von Bornholm nehmen wir, nein ich, gegen 14:30 wahr. Uwe hat doch schon etwas mehr Sehprobleme, was künftig und besonders nachts zu beachten ist und den Rudergang auch fortan bestimmt. 18:30 machen wir im letzten kleinen Becken links im Fährhafen von Rönne auf der dänischen Insel Bornholm fest, nachdem wir gem. Hafenhandbuch vorher falsch in ein Fährbecken einliefen. Den etwas nördlicher liegenden Seglerhafen haben wir absichtlich nicht angelaufen - wir wollen ja so nah wie möglich in der Ortschaft liegen. Wir vertäuen stolz ob der geschafften Etappe und des Zieles unser Schifflein und suchen vergeblich einen Hafenmeister. Dafür mache ich zum ersten Mal warmes Essen - auf grund unpassender Bemerkungen von Uwe, wie ich finde, stelle ich etwas schroff klar, dass er morgen mit Kochen dran sei - was aber während der ganzen Reise nie geschah. So pegelt sich die Aufgabenteilung ein: ich mache künftig die warmen Mahlzeiten und Uwe schmiert mir dafür die Schnitten usw.
Nach einer ruhigen Nacht und gemütlichem Frühstück machen wir einen Ortsbummel durch die kleine Inselhauptstadt. Solide kleine farbige Häuser, i.d.R. ohne Vorgärten, verwinkelte kurvenreiche Gassen, Kirchen, ein paar offizielle Gebäude und wenig Menschen (unterwegs). In der Zollbehörde am Hafen wollen wir ausklarieren, werden aber freundlich abgewiesen, es sei nicht nötig - auch gut. Im Hafen werden wir dafür dann doch die Liegegebühr an einen Vertreter des Hafenmeisters los (100 Dän.Kronen, das entspricht ca. 14 Euro). Wir hatten vorsorglich für die meisten Länder ca. 50 Euro in die Landeswährung umgetauscht - das war gut so.
Nach 1.Nachtfahrt: Übermüdet und fröstelnd
Bornholm: "Kassiopeia II" im Hafen Rönne
Rönne: Typische Straße der Inselmetrople
Start Richtung Danzig ist 10:00. Wegen des schwachen Windes planen wir um und nehmen zuerst Kurs auf das polnische Kolberg und schwenken später Richtung Ustka (Stolpmünde) ab. Das ist aber schon nachts. Bedeckter Himmel hat eine sogenannte stockdunkle Nacht zu Folge. Gegen 24:00 tauchen erste Lichter aus Richtung polnischer Küste auf. Gegen Morgen versagen Log und Echolot ihren Dienst, aber die Tiefe nach der Karte sind unbedenklich. 6:30 wird es hell, aber trotzdem keine Landsicht - Morgendunst. Weil unterwegs die Route geändert , haben wir eine Sperrzone (zeitweiliges militärisches Sperrgebiet) nicht bemerkt - zu spät - wir fahren mitten durch - ohne Folgen. Am Mittwoch, den 21.09.05 laufen wir gegen 16:00 im polnischen Ustka nach 87 sm ein. Zuerst am Grenzkontrollpunkt anlegen und beim Hafenkapitän das Anlegen auf der Stadtseite genehmigen lassen. Das ist uns aber dann direkt an der Straße zu unsicher und so vertäuen wir letztlich doch im Westhafenbecken, allerdings im Päckchen. Ansässige Sportvereine bieten für Gäste hier keine sanitären Anlagen ; das Liegen kostet auch nichts. Deshalb verzichten wir auf den Stadtbesuch und wählen den Weg zum Strand - bestimmt 50 m breiter weicher weißer Sand - für uns Gelegenheit im Adamskostüm zu Baden (waschen). Der Abend vergeht mit warmen Abendessen an Bord und Planung für den Folgetag.
Donnerstag, 22.09.05, Aufstehen 4:15, um 5:45 im Dunkeln den Hafen zu verlassen. ESE-Wind von 2 bis 4 Bft erfordert Amwindsegeln. So geht's in ca. 3 sm Abstand parallel zur Küste (Menschenleerer Sandstrand, dahinter Nadelwald - Uwe träumt und will nächstes Jahr hier ein paar Monate verbringen - ha, ha!). Wir erkennen auch einige große Wanderdünen. Der Wind wird immer spitzer, zuletzt müssen wir kreuzen und laufen gegen 16:30 nach 36 sm im polnischen Leba ein. Ein Unterschied wie Tag und Nacht: Eine gepflegte Marina mit vollem Service für 31 Zloti, das entspricht knapp 9 Euro. Da uns das Städtchen zu weit ist, machen wir lieber einen ausgedehnten Strandbummel und bestaunen des Denkmal für die Opfer der im Krieg versenkten "Wilhelm Gustloff".
Die sauberen Sanitäranlagen verlocken mich zur ersten "großen" Wäsche (Unterwäsche, Socken, Hemd). So ist erst 22:00 Nachtruhe.
Freitag, 23.09.05, ablegen um 6:15 und mit SE-Wind um 3 bis 4 Bft. geht's erneut auf Amwindkurs parallel zur Küste. Herrlicher Sonnenschein - leider später wieder Kreuzkurs und ein Reff ins Großsegel, so schaffen wir die 42 sm bis zum polnischen Wladyslawowo (Großendorf). Im Fischerhafen sind freie Sportbootgastplätze und für eine Nacht sind sie sogar kostenlos. Wir erkunden noch ein bisschen die Stadt, die ehemalige Funktion einer hauptsächlich von Militär bewohnten Stadt ist unverkennbar und nicht unbedingt einladend. Uns tröstet ein Einkauf im Supermarkt: Brot, Brötchen, Kuchen.
Der nächste Tag soll uns über 46 sm nach Danzig bringen. Obwohl bereits 6:45 abgelegt, sind bei nachlassendem Wind etliche Kreuzschläge erforderlich und die Stadtsilhouette taucht erst im Abendlicht auf. Wir suchen die Ansteuerung, kreuzen mehrfach die stark befahrene Schiffahrtslinie und motoren vorbei an der im 2. Weltkrieg verlustreich umkämpften Westernplatte (ein riesiges Denkmal erinnert dran - wir hatten das Dippen unserer Flagge vorbereitet), fast eine Stunde durch die nächtlichen Hafenanlagen bis in die Marina im Stadtzentrum Gdansk (Danzig), wo wir 21:30 festmachen.
Leba (Polen): Vorzügliche Marina
Wladyslawowo: Sportbootsteg im Fischerhafen
Hafenansteuerung Danzig (Polen)
Heute, Sonntag, 25.09.05 ist erst mal Hafentag angesetzt. Wir reparieren (dichten) die grüne Positionslampe, erneuern die Glühlampe (Entnahme vom Ankerlicht) und bezahlen 64 Zloti Hafengebühr für 2 Tage. 9:30 bummeln wir durch die wunderbar restaurierte Innenstadt und lassen uns dabei vom Flair und der Sonne verwöhnen. In einer Gasse mit ausschließlich auf Bernsteinschmuck spezialisierten kleinsten und großen Läden kaufen wir diese typischen Andenken bzw. Mitbringsel. Kurz entschlossen wollen wir doch noch am gleichen Tag weiter. Leider bekommen wir die bezahlte Hafengebühr nicht zurück und legen 15:30 ab. Der Grenzbeamte an der Hafenausfahrt will nichts von uns wissen und so trollen wir uns Richtung Russland bei drehenden Winden von SE auf NE mit 2 bis 4 Bft.
Unbehelligt passieren wir gegen 24:00 die russische Grenze, lassen die gut beleuchtete Ansteuerung von Kaliningrad an Stb. liegen und steuern am Morgen des 10. Fahrtentages gegen 10:00 den russischen Hafen Pionerskij an. Am kleinen Sportbootsteg des Fischereihafens erwarten uns schon der Hafenwächter und zwei schmucke uniformierte Beamtinnen der Grenzkontrolle. Etwas nervig ist das schon, man segelt Tag und Nacht über 82 sm und freut sich auf festen Boden und schon wird man nach Pässen, Visum und Crewlisten gefragt und will wissen woher, wohin, wie lange usw. Da aber alle sehr freundlich sind, ist das zu verkraften, auch der noch hinzukommende Zollbeamte, der echte Probleme in der mitgeführten Biermenge sieht - eine Büchse in seine Tasche löst das Problem schließlich.
Dann versinken wir in wohltuenden Schlaf bis 14:00. Trotz Brummschädel begeben wir uns ins nahe Städtchen und erfahren am Bahnhof neben einer günstigen Bahnverbindung nach Kaliningrad (Königsberg), dass Pionerskij den Status eines Kurortes besitzt. Auf der Bank tauscht man uns etwas kurz angebunden, aber mit aufwendigem Schreibaufwand 40 Euro in 1.375 Rubel. Damit sind wir für hiesige Verhältnisse reich. Im allgemeinen sind die Menschen hier sehr freundlich und geben sich Mühe uns die notwendigen Auskünfte zu erläutern - meist in russisch natürlich. Die allgemein vorherrschende Armut ist bedrückend. Wir wandern noch zum Strand und nehmen ein kurzes Bad in Unterwäsche - Kinder stehen neugierig in der Nähe. Gemäß unserem Wetterwelt-Wetterbericht soll die Wassertemperatur 18° betragen, unsere schrumpfenden Körper können das nicht bestätigen. Die Hafenwache lässt uns nach dem Wort "Sailing" passieren.
Trotz des aufdringlichen Fischgeruchs schmecken uns, nein mir, die Bratkartoffeln mit Spiegelei - Uwe ist das alles zu fettig - er will nie wieder Bratkartoffeln essen.
Dienstag, 27.09.05, 6:00 aufstehen, um 9:40 den Zug zu erreichen. Wir fahren aber 9:30, was nach unserer Uhr 10:30 ist - ach ja, wir sind ja nach Osten gefahren und müssten eigentlich die Uhren umstellen. Der elektrisch betriebene Zug transportiert uns die ca. 25 km für einen Euro/Person. Da Uwe die Haltestellen zählt, wollen wir in Kaliningrad noch 2 Stationen weiterfahren, müssen aber kopfschüttelnd feststellen, dass wir bereits im Stadtzentrum angekommen sind. Also auf in eine pulsierende Großstadt, einen Stadtplan kaufen (letztlich wurden es 2 - ich verlor den ersten), die Marschroute festlegen und den Leninprospekt entlang vorbei an vorherrschend mit westlichen Produkten versehenen Läden und Reklamen, recht modernen Bauten bzw. Altneubauten, deutschen Straßenbahnen und meist westlichen Autos Richtung innerstädtischen Hafen. Wir überqueren den Fluß Pregolja, drehen eine Runde durch ein schlichtes Wohngebiet, sehen über die zahlreichen Bauschäden hinweg und kehren letztlich in einer Gaststätte ein, um ein preiswertes Mittagsmahl einzunehmen. Auf dem Bummel zurück kaufen wir als typische Souvenirs Matruschkas und besichtigen eine alte Holzkirche neben welcher eine neue orthodoxe moderne Riesenkirche entsteht. Die Zugreise zurück vorbei an bescheidenen kleinen Dörfern, wenig bestellten Feldern und großen Waldflächen ist kurzweilig, weil Kontrolleure von pfiffigen Schulkindern ausgetrixt werden - sie haben bestimmt keine Fahrkarten. In Pionerskij verprassen wir mit Torte und Weintrauben unsere letzten Rubel (außer Hafengebühr) und kriechen 21:00 in die Betten.
Zwischen Polen und Rußland
Kaliningrad (Rußland): Moskovski Prospekt modern
Pionerskij (Rußland): Bahnhof des Kurortes
Mittwoch 28.09.05. Die Zeit bis zur vereinbarten Grenzabfertigung nutzen wir für eine Unterbodenbearbeitung mit Seil (Abrubbeln des langen Algenbewuchses), Vereinfachung der Verschnürung des Rettungsringes und Anbringung einer Rundumsicherungsleine zum Einpiken der Lifebelts. Zur Kontrolle erscheinen drei andere Beamtinnen bzw. Beamter, aber genau so freundlich und gründlich. Den Steg verlassen sie erst, als wir die Hafenausfahrt gegen 9:15 unserer Zeit passieren - sicher ist sicher.
Strahlende Sonne und Südwind um 4 Bft bringen uns wieder parallel zur Küste zügig gen Nordost, zumindest bis kurz vor Abend. Dann flaut es ab, um in der Nacht aus Nordwest aufzubriesen. Bis zur Höhe Klaipeda (Litauen) von Vorteil, aber für die nächtliche Hafenansteuerung ein echtes Problem: Auflandiger Wind, große Wellen und die kilometerlangen grell erleuchteten Hafenanlagen lassen uns einfach die richtige Einfahrt nicht erkennen. Wir hatten gerade beschlossen sicherheitshalber bis zum Morgengrauen auf See zu kreuzen, als ein mit Scheinwerfern fahrender Frachter hinter uns bedrohlich nahe kommt und wir auch noch nach der falschen Seite ausweichen - seine von den Scheinwerfern überblendeten Positionslampen lassen absolut keine Fahrtrichtung durch uns erkennen. Motor an, mit unserem Handscheinwerfer das Segel beleuchten, noch mal Kurswechsel und er rauscht an uns vorbei. Den Schreck noch in den Gliedern, drehen wir den Motor fast auf Vollgas und fahren hinterher. Obwohl er bestimmt 4x schneller ist, finden wir doch so die Richtung und erkennen später im Lichtermeer die Richtfeuer - geschafft. Im Hafen, der sich dann in westlicher Richtung parallel zum Ufer erstreckt, kommt ein unbeleuchtetes Schlauchboot auf uns zu und weist uns den Weg zur Grenz- und Zollkontrolle. Danach tuckern wir um drei weitere Ecken zur stadtnahen Marina und legen gegen 6:00 hier an, betreut von einem Wachmann und dem noch oder schon wieder anwesenden Hafenmeister.
Klaipeda (Litauen): Mit Marina im "Alten Burghafen",
restaurierter, hübscher Altstadt
und Bauten ausländischer Investoren.
Zu den auf den hohen Kaimauern stehenden einwandfreien Sanitäranlagen klettern wir mit noch etwas weichen Knien. Übrigens hatte uns ein kleiner Grünfink seit dem Abend auf dem Heck zwischen der aufgeschossenen Festmacherleine sitzend begleitet und sich erst zum Zeitpunkt der Zollkontrolle im Morgengrauen verabschiedet - Wellengeschaukel, Segelmanöver und Motorenlärm haben ihn jedenfalls nicht verjagt. Gestärkt nach einem ausgiebigen Schläfchen machen wir einen ausgedehnten Stadtbummel. Erstaunt sind wir, absolut nichts russisches mehr entdecken zu können - eine durch und durch westlich geprägte Stadt mit schon vielfach sanierter Bausubstanz, aber für uns ohne besonderem Flair. Klaipeda ist ja nicht die Hauptstadt, sie, Vilnius befindet sich genau am anderen Ende des Landes. In Hafennähe werden die Reste einer ehemaligen Burg, meist sind es nur noch die Fundamente, zu einer Besichtigungsstätte ausgebaut. Wir legen uns nochmals schlafen bis zur für 21:30 vereinbarten Ausklarierung.
Pünktlich erscheinen die Beamten am Steg und wir legen nach kurzer Kontrolle schon 22:00 ab. Die Hafenausfahrt im Dunkeln und nach Richtfeuern ist problemlos - wir kennen ja jetzt alles. Konstanter Ostwind um 2 bis 3 Bft. bringt uns zügig voran, sodass wir schon 10:00 (Freitag, 30.09.05) am stadtnahen Ende des Hafens Liepaja (Lettland) am Sportbootanleger festmachen können. Der tüchtige Hafenmeister nimmt unsere Pässe samt Crewliste und verschwindet damit, um uns nach 30 Minuten mitzuteilen es sei alles i.O. - wohl hatten wir uns dabei nicht gefühlt. In einem gerade in der Sanierung befindlichen alten Backsteingebäude können wir die Sanitäranlage nutzen.
Mit Hinweisen für die Stadt (Tankstelle, Bank usw.) sowie unsere nächtliche Ausklarierung machen wir uns auf den Weg, um ähnliches wie in Klaipeda zu sehen - nur war hier vieles etwas liebevoller gestaltet, ob Fußgängerpassagen, Parkanlagen, Plätze usw. überall Blumen. Diesel an der Tankstelle mit Eurokarte, Geldumtausch auf der Bank (1Euro entspricht ca 0,7 Lati) und bescheidene Souvenierkäufe, dann verschwinden wir bei leichtem Nieselregen auf unserer Yacht, um nach einer warmen Mahlzeit und Reiseplanung (64 sm bis Ventspils) die notwendige Mütze Schlaf zu nehmen.
Pünktlich Mitternacht weckt uns der Wachdienst und wir wollen ausklariern, nach einer halben Stunde und Telefonat des Wachhabenden merken wir, dass das nicht nötig ist und legen 0:30 ab - so ergeht es eben uns in Unkenntnis der englischen oder Landessprache.
Südliche Winde von 3 bis 5 Bft. bringen uns zügig voran, sodass wir 13:30 bereits im Hafen Ventspils (Lettland) einlaufen. Müde und kaputt verzichten wir auf eine Bummel in die ca. 2 km entfernte Stadt, um einmal richtig auszuschlafen mit zwischenzeitlicher Mahlzeit und der üblichen Etappenplanung bismorgens 5:00.
Ausgeschlafen starten wir am Sonntag den 02.10.05 gegen 6:30. Zuerst geht's wieder zügig bei südwestlichen Winden um 3 Bft. voran. Kurz vor dem Kap Kolka ist dann fast Windstelle und die Sicht ist getrübt. Wir machen ausnahmsweise uns während der "Fahrt" einen Eintopf (Büchsennahrung, aber für uns schmackhaft). Ums Kap geht's 18:30 nur mit Motor. Es wird zunehmend dunkel. Aufkommender Wind um Süd zwingt uns zum "knüppeln" und letztlich verzichteten wir auf die Anfahrt des Hafens Roja zu dem wir hätten aufkreuzen müssen - also weiter nach Riga. Wiederum nachlassender Wind bringt die Hafeneinfahrt nur langsam näher und so legen wir nach 119 sm erst am Montag den 03.10.05 um 14:00 in der stadtnahen Marina der lettischen Hauptstadt Riga an. Den Rest des Tages verbringen wir mit den üblichen Formalitäten (Hafenmeister übernimmt telefonisch die Absprache für die spätere Ausklarierung und erleichtert uns um 10 Lati (= ca. 13 Euro), Körperpflege, Wäschewaschen, Reiseplanung, SMS an zu Hause (das hatte sich inzwischen zu einem täglichen kleinen Kurzbericht gemausert, den Joh. Weihermüller mit unserem Einverständnis etwas aufgearbeitet in der Homepage des SCW veröffentlicht) und Nachtruhe.
Am nächsten Morgen traben wir in die Innenstadt und suchen einen uns von Rudi Morgenstern empfohlenen befreundeten und deutschsprechenden Architektenkollegen auf. Ihn finden wir nach zuerst falscher Suche in der Parallelgasse (wir hatten einen Buchstaben im fast identischen Straßennamen übersehen) in einem historischen restaurierten Stadthaus, wo sich u.a. im Eingangsbereich unter Gewölbedecken ein Kamin in originaler Ausstattung befindet und eine kleine Ausstellung zum Gebäude untergebracht ist. Leider hat Peteris Blums wenig Zeit für uns Unangemeldete, aber sie reicht aus, uns mit Material (Prospekte / Stadtpläne) und wichtigen Informationen und Empfehlungen für einen Stadtrundgang zu versorgen - danke! Wir tippeln alles ab, besuchen und bestaunen die alte aber hübsche Innenstadt (Fußgängerzone), die Kirche eines Klosters nahe dem Sitz des Goethe-Institutes, wandern bis und durch die Markthallen, verdrehen die Köpfe an frisch renovierten großen Häusern im Jugendstil, stöbern einen versteckten Innenhof mit originalen aber noch nicht restaurierten Holzhäusern auf und wandern durch gepflegte Parkanlagen bis zu "unserem" Hafen mit der Erkenntnis, dass Riga allein schon eine Reise wert ist.
Riga (Lettland): Mit Marina in Stadtnähe, ...
... moderner Seilbrücke und ...
... Blick auf die Silhouette der Stadt mit zahlreichen ...
... Jugendstilbauten u.v.m.
17:00 klarieren wir im unweit befindlichen Fährhafengebäude aus, um nach einem kurzen Schläfchen gegen 22:30 auszulaufen und über den Rigaischen Meerbusen Richtung Estland zu segeln. Drehende Winde zwischen 1 bis 2 Bft. erfordern viel Geduld und manchmal auch ein paar Motorumdrehungen bis zur nächsten leichten Briese. So bleibt es auch am Mittwoch. Die Zeit vertreiben uns Kohlmeisen, die fernab von den Uferzonen auf unserer Yacht nach Insekten in Segeln und Wanten suchen und nach deren Vertilgung, kaum zu fassen, unter den Bodenbrettern Krümmel picken und bis in die Vorderkabine flattern, wobei unsere Köpfe und Schultern als Start- und Landeplätze genutzt werden, um unser Lebensmitteldepot zu untersuchen. Einer hat sich verspätet und übernachtet in Uwes Turnschuh unter der Sprayhood. Er verabschiedete sich morgens mit einem Klecks im Schuh - hat man Töne?
Außer mal in der Ferne qualmende Frachter, selten einen Fischkutter, gibt es keine Sportboote weit und breit. Die misslichen Windverhältnisse veranlassen uns zur Routenänderung und wir lassen die Insel Ruhnu Bb's liegen und nehmen Kurs auf die estnische Insel Khinu deren Südspitze wir erst mit einbrechender Dunkelheit passieren und den Richtfeuern folgend 20:00 im z.Zt. im Umbau befindlichen kleinen Fähr- und Fischereihafen neben der Fähre an der Kaimauer nach 76 sm anlegen. Strom erhalten wir von einem Baustromverteiler mit Kabel quer über die Fährauffahrt - keine Sanitäreinrichtungen aber auch keine Hafengebühr und wir versinken in den notwendigen Schlaf; nicht mal die früh morgens startende Fähre bemerken wir.
Donnerstag, 06.10.05 legen wir 7:30 im Morgengrauen ab, unter Segel exakt der betonnten Fahrrinne im Flachwasserbereich nordöstlich um die Insel folgend. Spätestens hier wird uns die Bedeutung der teuren aber notwendigen Sportbootkarten bewusst. Wir steuern das 38 sm entfernte estnische Virtsu an. Ein herrlicher Segeltag bei strahlender Sonne. Gegen 17:00 laufen wir in den Fährhafen ein und machen an einem der leeren Sportbootstege fest. Der Hafenmeister kassiert 15 Euro, aber bietet auch einen kompletten Service mit Strom und Wasser, sowie tollen Sanitäranlagen im Fährhafengebäude einschl. Sauna - es ist eben alles neu. Ein vermutlich über den Hafenmeister informiertes Grenzboot läuft in den Hafen ein und uns wird ein weiteres mal bewiesen, wie uns unsere fehlende Fremdsprachenkenntnis zum Nachteil gereicht - fast eine Stunde dauert die Kontrolle in deren Verlauf mehrer Formulare ausgefüllt werden damit wir letztlich in Estland "ordnungsgemäß" einklariert sind. Auf eine Ortsbesichtigung haben wir jedenfalls keine Lust mehr.
Gemäß der abendlichen Planung und Sportkartenauswahl starten wir früh 2:30 und segeln zwischen wechselnden südwestlichen Winden um 1 bis 4 Bft. gen Norden vorbei an mehreren Inseln und immer den befeuerten bzw. betonnten Fahrwassern folgend bis in den Finnischen Meerbusen. Hier mit direkt achterlichem Wind und großen Wellen bricht zu irgendeinem Zeitpunkt an der unteren Großschottalje ein Haltewinkel der Curryklemme - wir hätten vielleicht doch den Großbaum mit einer Bullentallje sichern sollen. 15:30 erreichen wir unser Ziel, den estnischen kleinen Fischerhafen Dirhami. Freundlicher hilfsbereiter Hafenmeister, neue Sanitäranlagen, aber Strom und Wasser am Sportbootsteg schon demontiert, Nutzung seiner (oder den Fischern gehörender) Werkstatt und die Erlaubnis von einem unweit stehenden verschrotteten Militärfahrzeug etwas Blech abzusägen für die Notreparatur , sowie kurzes Zwie "gespräch" mit den hier auch noch anwesenden nur halb uniformierten Grenzbeamten und Uwes Stippvisite in der im nahen Wald versteckten Ansiedlung ärmlicher Holzhäuser aus früheren Militärzeiten aber heute trotzdem bewohnt, sollen als Charakterisierung genügen.
Morgens 2:30 verlassen wir diesen einsamen aber gut geschützten Hafen unter strikter Beachtung der rückwärtigen Richtfeuer und werden dabei von 2 auch auslaufenden Fischkuttern vorsichtig überholt. Die zuerst sternenklare Nacht währt nur kurz, dichter Nebel zieht auf. Vorsorglich drehe ich die Fock weg, um die Geschwindigkeit zu mindern und um neben den spitzen Ohren freie Sicht nach vorn zu haben - wir sind voller Aufmerksamkeit. Am späten Vormittag lichtet sich der Nebel und wir können bei Sonnenschein und Südwind 3 Bft. die letzten Meilen bis Tallinn zügig segeln. Noch eine Querung der Schiffahrtslinie (Zufahrt des Passagierhafens) mit viel Schiffsverkehr, erstaunlich vielen Segelyachten und den superschnellen Gleitfähren - schon imposant anzuschauen - und dann Einfahrt in den Olympiahafen Pirita, nördlich vor den Toren Tallinns. Nach den Formalitäten an der Grenzstelle legen wir 14:00 im südlichen fast leeren Hafenbecken an. Alle übrigen Yachten sind i.d.R. größer und grundsätzlich neu - aber wir zeigen trotzdem stolz unser Heimatflagge, sowie die schwarzgelben Wimpel der Stadt Dresden und des SCW ob der bewältigten Distanz in dieser Jahreszeit. Natürlich flattert am Stb-Want auch die estnische Gastlandflagge. Wir sind am ersten unserer geplanten Fernziele in der vorgesehenen Zeit und unbeschadet angekommen! Etwas gedämpft wird die Freude durch die Hafenliegegebühr von 250 estn. Kronen (entsp. ca. 16 Euro) und zusätzlich eine Gebühr für die Sanitäranlagen - was uns der smarte, junge, leicht uniformierte Hafenmeister über seine Bürotheke präsentiert. Noch während unseres nachgeholten Mittagessens (Kartoffeln und Quark) kommt Uwes Bekannter, ein recht gut deutsch sprechender Pfarrer, Herr Ermo Jürwe. Da er nur heute Zeit hat - morgen ist Erntedankfest in seiner 200 km entfernten Gemeinde - machen wir uns etwas überhastet mit Bus auf den Weg nach Tallinn. Beeindruckend: Schmuck und pulsierend empfängt uns die Stadt mit supermodernen Gebäuden und sogenannten Altneubauten um das historische und restaurierte alte Zentrum der Stadt mit einer noch in großen Abschnitten erhaltenen Stadtmauer. Trotzdem wird allerorten noch gebaut und das soll wohl auch der Sage nach immer so bleiben, weil nach Fertigstellung sonst an einem oberhalb der Stadt befindlichen Weiher die Sperren gezogen würden usw… . Wir werden mit Hinweisen für die weitere Besichtigung, originellen Details (z.B. einem Standort auf einem Schleusendeckel des Marktplatzes - nur von dem kann man die nächsten Kirchen sehen) eine empfohlene Kirchturmbesteigung usw. überschüttet. Interessant sind auch seine Begründungen, wieso eigentlich gar nichts mehr an russische Zeiten erinnert, nicht mal Sprache und Schriften: Die baltischen Länder hatten auch während der Sowjetzeit offiziell ihre Landessprachen, nur in den Behörden wurde russisch gesprochen. Eine Umstellung war also gar nicht nötig - heute ist Englisch die erste Fremdsprache. Russisch sollte man nur sprechen, nachdem eine andere Verständigung nicht möglich ist. Auch hier werden wir wieder eindringlich vor Dieben gewarnt. Uwe tauft die Stadt "Blenderstadt" und hat damit gar nicht so unrecht. Bittere Armut zeigt sich uns durch viele bettelnde alte Frauen und die mehrfache gründliche Untersuchung / Ausräumung des in der Marina stationierten Abfallcontainers nach verwertbaren Dingen. Diese Erfahrungen machen wir vor allem am nächsten Tag, als wir nochmals mit etwas mehr Zeit die Stadt (sie gehörte früher auch zur Hanse) und ihre Bewohner kennenlernen wollen. Freundliche Leute allerorten. So auch der Busfahrer, der, als er meine Fotoabsichten erkennt, am markanten symbolischen Autobahnbrückenanfang über den Finnischen Meerbusen fast anhält und gleich noch mal am schönsten Denkmal Tallinns einer jungfräulichen Statue im Park neben der breiten Autotrasse bzw. Uferpromenade zwischen Pirita und Tallinn. Als Tourist fühlen wir uns wohl und empfehlen diese Stadt jedem Interessierten - es lohnt sich bestimmt. Nach der Besteigung des Turmes der Olaikirche über 257 Stufen mit toller Aussicht über das Zentrum und deren Umgebung, Besichtigung einer russisch orthodoxen Kirche (sie entstand z.B. zur Zarenzeit gegenüber des Regierungssitzes nur als Kopie einer echten russischen Kirche), wo wir verschiedene Handlungen wie Segnungen, Beichten, Weihrauch usw. im pompös ausgestatteten Innenraum erleben konnten u.a. beendeten wir unseren Besuch mit bescheidenen Souvenirkäufen.
Den Tagesrest verbringen wir mit der üblichen Versorgung und Reisevorbereitung in Richtung Finnland und versuchen etwas zu schlafen. Die Ausklarierung ist bis 21:00 geöffnet - das wollen wir nutzen, um die zweite Hafengebühr zu sparen und abzusichern Helsinki bei Tageslicht anzusteuern - vor den vorgelagerten Inseln lt. Karte haben wir auch unbesehen bereits Respekt.
Aufstieg zum Domberg
Rundblick von der Olaikirche
Hotel "Tallinn"
Gesagt - getan. Mit noch etwas Arbeit am Boot nach der freundlichen unkomplizierten Ausklarierung (die Beamten hatten sich bestimmt über die Abwechslung in ihrem eintönigen Dienst gefreut - wer fährt schon in dieser Jahreszeit nach Finnland!) verlassen wir 22.00 den Hafen und haben vorsorglich nur die Fock zum Segeln vor Wind geöffnet. Gut so, denn es kommt "ganz dicke":
Der achterliche Wind nimmt ständig zu und die Wellen folglich auch, für den mittleren Bereich haben wir nur Übersichtskarten mit sogar einem total fehlenden Stück. Wegen der superschnellen Fähren meiden wir den betonnten Bereich und fahren parallel im etwas unbekannteren Wasser. Ausfall meines GPS, das bordeigene hatte schon ab Litauen Fehlanzeigen - den Kurs halte ich nach Kompass und dem hellen Himmelsbereich über Helsinki. Das Echolot zeigt plötzlich abnehmende Wassertiefen bis weniger als 2 m ! - Halse und weg, aber bei jeder weiteren Kursaufnahme wieder und wieder - nichts als Dunkelheit - uns stehen fast wirklich die Haare zu Berge und die Handgriffe zur Rettungsinsel werden gedanklich schon durchexerziert. Wir queren noch nachts die nicht enden wollende Schiffahrtsroute (Richtungsverkehr) von und nach St. Petersburg und passieren dabei mindestens 10 Frachter vorsorglich immer wieder mit dem Handscheinwerfer die Segel ausleuchtend. So vergeht eine unvergessliche Nacht. Im trüben Morgengrauen sind wir kurz vor den ersten finnischen Inseln ohne exakt die Position zu kennen bis sich der GPS-Schaden als eine etwas lockere Steckerverbindung entpuppt und sofort behoben wird. Die ausgeschilderte Grenzkontrolle finden wir nicht - und fahren schnurstracks in den innersten Sportboothafen der Stadt, um dann 10:00 die Leinen um die Poller wickeln zu können. Wohltuend ist dann die deutsche Begrüßung durch die nette ältere Hafenmeisterin. Vor einer Stadtbesichtigung muß unbedingt der fehlende Schlaf nachgeholt werden.
Nachmittags folgt der Stadtbummel, aber die graue, meist geradlinige Stadt strahlt wenig Flair aus und spricht uns beide auch nicht recht an - sind wir von Danzig, Riga und Tallinn verwöhnt? Wir beschließen bereits am nächsten Morgen weiter zu fahren. Von einem auch etwas deutsch sprechenden Fahrensmann werden uns noch die in den finnischen Sportbootkarten eingetragenen Liegestellen empfohlen, statt derer im Hafenhandbuch.
Helsinki (Finnland): Erste Insel mit Ansteuerung des Hafen und ...
... Kathedrale am Hafen.
Finnische Schären: Romantische, aber felsige Wasserwege und ...
... einsamer Anleger auf Stora Svartö
Pünktlich 7:30 im Morgengrauen legen wir ab, meiden etwaige Grenzkontrollstellen und vertrauen zum ersten Mal den in den Sportbootkarten eingetragenen Fahrtrouten. Es ist schon trotz des trüben Wetters eine Augenweide - Felseninsel an Felseninsel in jeder Größe und Gestalt, z.T. auch kaum aus dem Wasser ragend, mit und ohne Vegetation, mit und ohne einem rotbraunen Holzhäuschen (Hier hat wohl jeder Finne eine eigen Insel?). So kreuzen wir mit gespannter Aufmerksamkeit gegen den schwachen Wind bis zum Abend und steuern nach nur 25 sm kurz vor der Dämmerung eine der besagten Liegestellen an, die Insel Stora Svartö: Gut ausgetonnt geht's in einem schmalen Wasserarm in eine sehr gut geschützte Bucht, den einsamen Steg können wir nur Bb anlaufen, auf der Gegenseite bleiben wir am Fels hängen, und am Ufer unter dichten nordischen Fichten winkt eine rustikale Blockhütte mit offenen Feuerstellen unterm großen Vordac zum Verweilen. Die glatten glitschigen Felsen und die anbrechende Dunkelheit gestatten nur eine kurze Geländeerkundung und so knistert kurz später ein richtiges Holzfeuer - wir machen Bockwürste warm, bruzeln Brotscheiben und später Kartoffeln, trinken Bier (1! Büchse) und feiern mit einer Flasche Sekt "Unser Bergfest" - das ist so richtig nach dem Geschmack zweier Abenteurer. Uwe nimmt noch ein unfreiwilliges Bad - er wollte nur die Hände im kristallklaren Wasser waschen und rutschte von den aalglatten runden Felsen - allein ist nicht herauszukommen. Wir wollen zukünftig noch vorsichtiger sein. Mitgebrachte Steinchen sollen die eruptive Herkunft der Inseln belegen - granitartig hart und vom Wasser und Eis glattgeschliffen. In Mulden stehen Wasserpfützen, Moose und Gräser bilden meist nur dünne Humusschichten und Bäume krallen sich vermutlich in Felsspalten fest - eine wilde, von Menschenhand nicht zerpflegte Natur pur.
Neuer Tag - neue Abenteuer: Mittwoch 12.10.05 - 6:30 abgelegen und i.d.R. mit Halb- und Am- Wind-Kursen nordwärts durch die Schären bei 1 bis 3 Bft. Aber diesmal werden wir von den empfohlenen Liegestellen enttäuscht: 1. Liegestelle ausgetonnt aber bei der Einfahrt aufgefahren - zu flach (kein Schaden, wir fuhren ja ganz langsam); 2. Liegestelle, hier verkündet schon ein kaum noch leserliches Schild die unzureichende Wassertiefe; 3. Liegestelle (Insel Langskärkloppen) nicht ausgetonnt, kein Steg, nur eine Bank am Ufer und darüber ein Schild mit finnischer Schrift, natürlich. Aber die nun endgültig anbrechende Dunkelheit lässt kein Weiterfahren zu. Also den Bug mit Fender geschützt gegen eine Felswand und Stb. achterlich den Anker ausbringen. Große Felsbrocken an Land müssen als Landanker dienen. Obwohl wir ruhig und relativ sicher liegen - damit sind zukünftig solche Liegestellen für uns tabu, weil es in der kurzen Dämmerungsphase keinen Spielraum für die Suche anderer Liegestellen gibt.
Donnerstag, 13.10.05, unbemerkt von Uwe ist das mein 63. Geburtstag und ich amüsiere mich über sein erstauntes Gesicht, ob der häufigen Anrufe, bei denen ich wohlweislich auf meine Wortwahl achte, um mich nicht zu verraten. 6:30 legen wir wieder recht pünktlich mit der ersten zaghaften Helligkeit ab. Mit meist südlichen Winden um 2 bis 3 Bft. geht's bei strahlendem Sonnenschein über 38 sm bis zum gut ausgestatteten Hafen auf der Insel Rosala. Alle notwendigen Einrichtungen in den typischen rotbraunen Holzhäusern stehen offen, die Tankstelle ohne Tankwart - eben alles typisch finnisch, denn in diesen abgelegenen Ansiedlungen vertrauen sich die Menschen und Diebstahl ist wohl ein Fremdwort. Aber einen dunklen Punkt gibt's trotzdem, den wir allerdings erst 3 Tage später bemerken: Der zum ortsüblichen Preis gekaufte Dieselkraftstoff ist rot, d.h. man hat uns Heizöl zum Dieselpreis verkauft - technisch unbedenklich, aber der Glaube an ehrliche Finnen ist doch beschädigt. 19:00 ist es bereits absolut dunkel und die meist leicht dunstige Luft tagsüber sind untrügliche Zeichen des beginnenden richtigen nordischen Herbstes, von der zunehmenden Laubfärbung und Entblätterung mal ganz zu schweigen. Auch die Wettervorhersagen künden zunehmende Windstärken an.
Wir machen noch im Dunkeln 7:30 los und verfahren uns promt. Also zurück zur letzten Tonne, GPSPosition nehmen, Kompass Kurs auflegen und dann geht's in die richtige Lücke zwischen zwei Inseln. Unterwegs verkürzen wir unsere Etappe und wollen den als geschützt ausgeschriebenen Hafen der Insel Jurmo anlaufen. Das gelingt letztlich nur mit Motorkraft, weil der nun heftige Wind gegenan kaum noch ein Vorwärtskommen zulässt. 14:00 ist es geschafft, der Hafen ist zwar allseitig mit Molen umgeben, der Wind pfeift jedoch ungehindert in die Takelage. Später schlagen die Hafenbeckenwellen sogar über den Steg. Jurmo ist karg und rau. Wald und ein paar meist jetzt unbewohnte Holzhäuschen sind auf der anderen Inselseite, Wasser und Elektrik bereits abgebaut. Wir richten uns zwangsweise ein: Alle Flaggen werden eingeholt, das Boot mit dem Bug in die Windrichtung gehangen und zusätzlich mit Seilen gesichert, das Rucken der vorderen Festmacher mildern wir durch Anhängen von Wassereimern, trotzdem reißt eine Lippklampe aus. So geht's in die erste Nacht. Uwe der Entdecker findet weiter entfernt eine offene funktionstüchtige Sauna - ich entweihe diese Kultstätte mit meiner Kleiderwäsche. Am nächsten Tag keine Besserung. Nur zeigen sich so nach und nach Menschen. Uwe entdeckt ein zeltendes Pärchen auf der höchsten Felsenkuppe der Insel und ich schaue zu, wie von einer kurz anlegenden Fähre ein Trupp Ornithologen mit Filmgerät und Sack und Pack abgesetzt werden und sogar noch eine Urlauberfamilie - uns fotografiert man als Exoten vom Deck der Fähre und dann ist wieder Ruhe. Im Hafenbereich ist sogar eine Ausstellung über das Leben und frühere Entstehen der Insel in einem offenen Holzhaus vorhandenen. Deutlich wird auf die internationale Unterstützung solcher Objekte hingewiesen. Erneut muß das Boot wegen Winddrehungen umgehangen werden und wir brauchen dazu schon alle Kräfte bei Windstärken um 8 bis 9 Bft. So vergehen Sonnabend und Sonntag.
Finnische Schären: Insel Rosala
Kühler Herbstmorgen, die Sonne kämpft sich durch
Schutzhafen auf der Insel Jurmo
Erst am Montag den 16.10.05 ebbt der Wind plötzlich bis auf 1 bis 2 Bft. ab und wir verlassen den gastlichen Ort schon 6:30 und lassen uns vom Peilfeuer bis zur Morgendämmerung leiten. Mit wenig Wind um Nordwest und teilweise Motorunterstützung geht's über 44 sm bis zur Insel Degerby, wo wir 16:30 im kleinen Fährhafen Degerö anlegen und gerade noch den Leiter des Supermarktes überreden können uns noch vor Feierabend die Dieselkanister an seiner Tankstelle zu füllen. Im Supermarkt kaufen wir später noch wenige Dinge. Für die Sanitäranlage erhalten wir kostenlos den Code und es wird elektrisch geheizt.
Nochmal zur gefahrenen Etappe: Unterwegs sichteten wir (ich) einen richtigen Seehund der uns aus ca. 30 m neugierig hinterhersah. Die von mir kurz vor Etappenende gewählte Route mit nur 1,8 m ausgeschriebener Wassertiefe, rief bei Uwe Missfallen hervor und er verzog sich auf das Vordeck - ich wollte abkürzen, was auch gut ging - ich war trotzdem auch besorgt ohne es Uwe zu sagen.
Montag, 17.10.05, 6:30 auf nach Schweden! Vorher verfahren wir uns aber noch mal kurz in der Dunkelheit, aber dann verlassen wir doch zügig die finnische Inselwelt. Nordwind mit mindestens 4 Bft. erlaubt Halbwindkurs. Wir haben gut navigiert denn direkt vor uns tauchen schemenhaft erste Türme (Seezeichen) aus dem Dunst auf. Vorher müssen wir aber noch die vielbefahrene Schiffahrtslinie vom und zum Bottnischen Meerbusen queren. Wir haben zu 2 Frachtern Kollisionskurs. Für den ersten reicht unsere Geschwindigkeit, um vorher zu queren, der zweite biegt Richtung Stockholm ab - denken wir - merken aber, dass er uns ausweicht und bremsen selbst sofort auf 0 ab und sagen Danke. Wir hatten schon vorher wegen großer Seitenwellen energisch gerefft. Manchmal schlagen sie seitlich über. Wir laufen direkt auf der Schiffsroute Richtung Stockholm ein und machen 16:30 im Sportboothafen von Kapellskär fest. Es ist eine natürliche geschützte und sehr flache Bucht, mit Gastplätzen an den Vereinssteganlagen. Wie üblich niemand da, auch kein Strom, nur 3 Trockenclous. Den Ort Kapellskär finden wir auch nicht, wahrscheinlich ist damit der ca. 3 km entfernte Überseefährhafen gemeint für vorwiegend Lkw-Transporte. Wir machen uns sofort auf den Weg dorthin, um die im Hafenhandbuch empfohlene Busverbindung nach Stockholm zu erkunden und notieren uns alles.
Obwohl Uwe wenig Lust hat, er klagt über undefinierte Krankheitssymptome, machen wir uns auf den Weg zum Bus 8:30. Die freundliche Fahrerin erklärt uns irgendwelche Dinge und will das Fahrgeld nur bis zu einem anderen Ort. Wir kapitulieren und holen uns im Fährhafengebäude eine Auskunft und entdecken auf dem PC-Ausdruck, dass wir an besagtem Ort umsteigen müssen - wieder mal ein Sprachproblem mit dem wir leben müssen. Wir fahren eine Stunde später und landen tatsächlich nach über 100 km 11:15 (unterwegs wurden etliche Dörfer angefahren) in Stockholm.
Zuerst einen Stadtplan kaufen und die Rückfahrt checken. Dann geht's schnurstracks durch pulsierende Großstadtstraßen zur Gamla stan (Altstadt auf drei Inseln), auf denen recht konzentriert der historische Altstadtkern, der Königssitz, die Nationalgarde und Museen sich befinden. Wir schlendern durch die schmalen Gassen, bestaunen die übergroßen Repräsentationsbauten und nehmen an einer Wachablösung mit Militärkapelle teil.
Zurück geht es u.a. über die Fußgängerprominade Drothinggatan, werden Souvenirkäufe erledigt und eigentlich viel zu früh mit Bus zurück nach Kapellskär - wahrscheinlich sind wir doch schon etwas überfordert mit den täglich neuen Eindrücken. Stockholm hat uns aber trotzdem gefallen. Die Nacht zum 20.10.05 ist kalt - ich schlafe erstmals in meinem Mustoanzug (Zwischenschicht der Segelkleidung). Früh der Beweis: das Deck ist vereist und der nie sichtbare Hafenmeister hat vorsorglich das Wasser abgestellt.
Stockholm (Schweden): Blick zur Altstadtinsel "Gamla Stan"
Stadt auf 14 Inseln
Marktplatz auf "Gamla Stan"
Die "Drottninggattan"
Trotzdem legen wir 6:45 ab, müssen aber wegen des ständigen Gegenwindes in den engen Fahrwassern zwischen den Felseninseln mit Motor fahren, schade, denn die Landschaft ist wunderschön. Nach 20 sm brechen wir wegen des zunehmenden Windes 6 bis 7 Bft. ab um bereits 11:45 im gut geschützten kleinen Hafen der Insel Ingmarsö anzulegen. Über die bergige bewaldete Insel kommt nur wenig Wind. Wir erkunden jeder für sich den Ort. Wenige verstreute Holzhäuser, eine Schule (Holz) mit feiner geschmackvoller Innenaustattung und ein Missionshaus (auch Holz) heben doch die Bedeutung dieser Miniortschaft. Relativ oft kommen auch private und öffentliche schnelle Motorboote bei deren kurzen Anlegemanövern meist Kinder auf- oder abspringen - Inselleben. Statt Autos fahren hier, wie übrigens auch in Finnland auf den Inseln, geländegängige 4- oder 3-rädrige offene Minicars. Die Trockentoiletten sind übervoll und wir suchen Ersatz im Gelände. Bis spät in die Nacht wird auf 2 kleinen Baustellen gelärmt - bestimmt Feierabendarbeiten. Der Hubschrauberlandeplatz neben dem Hafenbecken wird Gott sei Dank nicht genutzt. Sonst gibt es nichts.
Wir starten noch früh im Dunkeln 6:45, müssen aber wegen des anhaltenden "falschen" Windes wieder nur mit Motor fahren und treffen nach 43 sm 16:45 auf der Insel Utö ein. Mehrere Anleger auch für eine Fähre, eine Tankstelle an der uns ein einheimischer Kunde bedient, geschlossene Verkaufsstelle und Sanitärräume - wir nutzen zwangsweise die öffentlichen des Fährbetriebes.
Ob dieser misslichen Umstände wollen wir am nächsten Tag den nur 15 sm entfernten großen Sportboothafen Nynäshamn anlaufen und treffen mit nachlassendem Regen hier 11:30 ein. Viele Yachten, Stegplätze und Willkommensschilder, aber kein Hafenmeister und alles verschlossen, selbst die E-Anschlüsse. Einem Hinweisschild zur Folge rufen wir mit Handy an, bekommen aber keine Verbindung. Ich tröste mich mit einem Spaziergang in die nahe Kleinstadt und tätige wenig Einkäufe - auch Kuchen für Uwe. Seine Abneigung ihn zu essen zeigt mir doch, dass er kränker ist als er zugibt und mache mir Sorgen. Ein netter Spaziergänger ruft nochmals über unser Handy an und siehe da nach langem Palaver erhalten wir den Code der Sanitäranlage und sogar das Versteck der Schlüssel für die E-Kästen und die Höhe der Hafengebühr. Der Abend ist gerettet, wir machen uns wieder sauber und haben eine warme Kajüte. Da aber niemand auftaucht, werden wir die Gebühr nicht los und "dampfen" am nächsten Morgen 6:30 aus dem Hafen.
Wieder ein grauer kalter Tag (8°), aber segelbar. So schaffen wir 46 sm zwischen einer eigentlich wunderschönen Landschaft bis wir 16:30 in Arkösund einlaufen. Mangels Stromanschluß setzen wir noch mal 300 m um in einen neuen Hafen, wir haben dort eine versteckte betriebsbereite Steckdose entdeckt. Die Sanitärräume lassen sich mit einem 10 Kronenstück öffnen - ein Hafenmeister ist nicht zu finden. Uwe hat die geniale Idee, die inzwischen deutlich geleerte Vorschiffskabine wird ab sofort sein zu Hause und nachdem er auch noch den eigentlichen offenen Durchgang mit Polstern und Kleidungsstücken sorgsam dichtet, schläft er fortan ungestört - ich hoffe aber vergeblich auf seine Gesundung.
Der Montag, der 24.10.05 wird mit Sonne und Nordwind zwischen 3 bis 5 Bft. ein echt schöner Segeltag. Wir genießen die romantische Felsenlandschaft, segeln relativ locker um alle Felsklippen und können sogar ab und zu mal einen Segler grüßen. Die Kälte stecken wir weg, unterwegs krümmeln sogar mal ein paar Schneeflocken vom eigentlich blauen Himmel. Von der sich dem Horizont nähernden Sonne geblendet, steuere ich eine falsche Peilmarke an und dann rauschen Felsklippen, wo eigentlich keine sein dürfen. Mit schon beschriebener Technik zur nächsten sichtbaren Tonne und dann kann der Irrtum geklärt werden. Aber das hat Zeit gekostet und wir laufen mit der letzten Dämmerung 18:00 in den neuen Sportboothafen der Insel Idö ein. Nur 3 einheimische kleine Motorboote, verschlossene Holzhütten am Ufer und eine moderne aber ebenso geschlossene Gaststätte in 15 m Höhe auf den Felsen und keine Menschenseele - aber die intakten Stromanschlüsse am Steg sind letztlich für uns die Hauptsache. Hier folgen 2 Hafentage, da wir wegen des heftigen Windes um Süd bis West mit Böen bis 9 Bft. bleiben müssen. Glücklicherweise finden wir dann doch noch offene Sanitärräume seitlich in der Gaststätte und sind einigermaßen zufrieden. Wir erkunden die kleine Insel - versteckt auf der anderen Seite einzelne Holzhäuser, aber außer ein paar Handwerkern keine Menschen. Interessant auch ehemalige kleine Ställe in halben Erdhöhlen mit ergänzenden Feldsteinmauern, so erklärten sich auch die vielen Feldsteinmauern: Frühere Bewohner betrieben neben Fischfang auch bescheidene Viehzucht zur Eigenversorgung (vermutlich Ziegen oder Schafe) und hatten die wenigen Weideflächen aufwendig mit diesen gestapelten Feldsteinen "eingezäunt". Uns drückt das Zeitproblem: Die Entfernung bis Lübeck wird in mehreren Varianten ermittelt - der Rückgabetermin ist in Gefahr.
Schwedische Schären: Morgensonne nach erster Frostnacht
Große Flächen - aber nur schmale Fahrtrinnen
Brücke zur Insel Öland bei Kalmar
Am Donnerstag, den 27.10.05 kann es endlich weitergehen. Der anfänglich brauchbare Wind um Nord schläft zusehends ein und wir müssen zusätzlich motoren. 15:45 laufen wir im Zielhafen Sandvik auf der Insel Öland ein. Wie gewohnt, kein Hafenmeiser - aber Sanitärräume und Stromanschlüsse sind nutzbar. Den fehlenden Tankwart ersetzt ein freundlicher Bauingenieur indem er mich über 15 km zur nächsten öffentlichen Tankstelle fährt - das gibt's auch.
Am nächsten Morgen hängt ein Beutel mit Rechnung für die Hafengebühr an der Reling, etwas pikiert stecken wir den Betrag in Euro rein und legen 7:30 ab. Der anfängliche Südostwind dreht und gewinnt zunehmende Stärke bis 7 Bft. Genau gegenan ist nicht mehr vorwärts zukommen und wir kämpfen uns nach 14 sm in den in einer geschützten Bucht liegenden Hafen Borgholm auf der Insel Öland. Stromkästen sind ausgebaut und am Hafenbüro grüßt der Hinweis für Sonstiges das Strandhotel zu nutzen. Das klappte aber nur für die erste Nacht, dann macht auch diese zu - Großreinigung. Wir "mopsen" uns Strom aus einer Verbindung Fischerhafen - Motoryacht und haben es wenigstens warm. Uwe widmet sich zum wiederholten mal der Planung für eine noch mögliche pünktliche Ankunft in Lübeck - wir haben ja beide dieses Ziel fest im Auge. Ich mache ausgedehnte Spaziergänge durch die Stadt, sozusagen von einem Stadtrand zum anderen durch hübsche Wohnsiedlungen, eine zentrale stark besuchte Geschäftsstraße, den Friedhof, einen der großen Campingplätze und Villenviertel. Die Stadt ist gleichzeitig wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Ölands. Letzteres bekommen wir Sonnabendnacht durch eine Veranstaltung im Nachtclub zu spüren. Laute Musik bis früh 2:00 mit weiter anhaltendem Grölen ist noch ertragbar, aber das ganz Verwegene auch noch auf unser Deck pinkeln ist wirklich zuviel (das hat jedenfalls Uwe früh berichtet).
Etwas verärgert lösen wir nach gründlicher Schiffswäsche am Sonntagmorgen die Leinen und machen uns hoch am Wind, später knüppelnd gen Südwesten, passieren die große Ölandbrücke bei Kalmar und landen nach 52 sm im Hafen von Kristianopel. Wir wissen hier noch nicht, dass es für uns der letzte Hafen unserer Reise werden soll.
Glücklich wieder ein gutes Stück gen Heimat geschafft zu haben und durch den hier rührigen Hafenmeister einfache aber warme und nutzbare Sanitärräume geöffnet zu bekommen, einen Wetterbericht in Englisch zu erhalten und dann noch alles kostenlos versöhnte uns wieder mit Schweden, wir bedanken uns mit Bier.
Montag 31.10.05 legen wir bereits früh 1:00 ab, passieren im Dunkeln die gut betonnte Ausfahrt und nehmen Kurs Richtung Hanöbucht, die wir bis zum kommenden Abend überqueren wollen. In Zeitnot und wegen des schwachen Gegenwindes lassen wir den Motor mitlaufen. Noch im Dunkeln früh gegen 5:00 versagt dieser plötzlich den Dienst und eine dicke Qualmwolke steigt aus dem geöffneten Motorraum - was nun? Fortan forschen wir nach Ursachen und Lösungen, segeln aber vorerst weiter. In Höhe Insel Utklippan kommt ein Telefonat mit dem Vercharterer zustande und es wird das Aufsuchen einer Werkstatt verabredet. Uwe hat während meiner Telefonate, auch nach Hause wo ich erstmals Uwes Krankheit und eine erforderliche Heimholung anfordere, gesteuert. Er ist am Ende seiner Kräfte. Für mich steht damit fest, dass ein Weiterfahren allein am Steuer z.B. bis ins deutsche Gebiet oder gar nach Lübeck nicht mehr ohne wenigsten ein paar Schlafstunden machbar ist. Ich drehe nach 20 sm mit Ziel Kristianopel. Hier wissen wir, dass wir unter Segel einfahren und anlegen können, sind am Festland für notwendige Reparaturen und hoffen auf den rührigen Hafenmeister. Nachmittags 15:15 laufen wir ein und der Hafenmeister hilft uns sogar beim Anlegen. Vom Hafenmeister wird über Telefon ein Werkstattbesuch für den nächsten Tag vereinbart. Wir wälzen derweil Varianten für die weitere Heimreise. Erste Ankündigungen für Ersatzleute kommen von Heinz Gottschalk aus Köpenick und Markward Hofmann aus Pirna und dazu ein Autofahrer aus Uwes Bekanntenkreis. Wir schöpfen wieder Hoffnung.
Dienstag, 01.11.05, kurz nach 9:00 taucht tatsächlich ein Fahrzeug mit freundlichem Monteur auf und wir verständigen uns soweit machbar. Den Motorraum haben wir schon vorher freigelegt. Nach mehreren Versuchen springt der Motor tatsächlich an, läuft aber nur im Leerlauf und ohne Kompression. Nun wird der Motor geöffnet und eine verschlossene Kühlwasserleitung entdeckt, ein Riß in der Zylinderkopfdichtung und Rillen im Zylinder. Ein Kostenanschlag wird unterbreitet, der die Vorgabe des Vercharterers (max 2000 Euro) übersteigt, auch noch nach Verhandlung. In einer weiteren Abstimmung mit dem Vercharterer wird der Abbruch der Reparatur und die Rückholung des Bootes mittels Trailer festgelegt. Für mich eine harte Entscheidung, will ich doch unbedingt die Reise erfolgreich abschließen, sogar notfalls einhand segelnd. Die Rechnung für die abgebrochene Hilfeleistung beträgt 4.825 Kr (über 500 Euro !) - das ist unverschämt viel und wird auch nach Debatte nicht geändert. Zur Begleichung des Betrages per EC-Karte fährt mich der Monteur in einen ca. 10 km entfernten Ort.
Im Hafen zurück, disponieren wir um, ein Ersatzmann ist nun nicht mehr nötig und wir wollen das Fahrzeug nutzen, um uns und unser Gepäck heimzuholen. Mit hängenden Köpfen fangen wir mit Säuberungsarbeiten und Packerei an. Uwe übernimmt dabei die leichteren Arbeiten - ihn stimuliert die kurzfristige Rückreise - bei mir dauert es noch bis zum nächsten Tag, dann habe ich mich auch damit abgefunden und fange an mich auf zu Hause zu freuen.
Kristianopel (Schweden): Die Hafengebäude
Der kaputte Motor
Gestelltes Abschiedsbild mit "Kassio", Lothar und Uwe


3.3 Die Rückreise
Am nächsten Tag ( Mittwoch, 02.11.05) rollt dann wirklich vormittags ein großer Pkw vor. Wir verstauen unsere bereits fertig gepackten Sachen und sind wiederum erstaunt, wie viel das ist. Anschließend werden letzte Säuberungsarbeiten am Boot vorgenommen, die "Kassio" an die vom Hafenmeister vorgegebene Stelle verbracht, Fotos vom gesäuberten und beräumten Zustand sowie ein Abschiedsbild (wir: "Kassiopeia II", Uwe und ich) gemacht und ab geht's. Vom Hafenmeister haben wir uns schon vorher verabschiedet und ihm noch mal einige Büchsen Bier als Dankeschön in den Arm gedrückt. Für die kommende Liegezeit hat er auch keine Liegegebühr verlangt - wo gibt's das noch?
Gemütlich und unter Einhaltung der ständig angezeigten wechselnden zulässigen Höchstgeschwindigkeiten rollen wir die glatten aber meist nicht sehr breiten Straßen gen Trelleborg. Verkehrswarnschilder mit Elch sind zwar häufig, aber die Tiere sehen wir nie.
Gegen Abend fahren wir auf den Hof des Fährhafens, kaufen die per Internet von Beate vorbestellten Karten bei TT-Line (255,-Euro für 3 Personen einschließlich Pkw und vorzüglicher Kabine von Trelleborg nach Travemünde - die Herfahrt mit Scandialine hatte für 1 Person, Pkw und ohne Kabine 126,-Euro gekostet) und reihen uns in die vorgegebene Wartespur. Die Zeit bis zur Verladung 21:00 verbummeln wir im Auto und gehen im Hafenimbiss essen. Dann fahren wir über eine Seitenrampe in die 5. Etage des Superliners, suchen mit unserem Handgepäck die Kabine in der 9. Etage auf und machen noch einen Infogang über die 7. Etage (Foyer, Gaststätten, Einkaufspassage, Fitniscenter, Kino und Spielräume - alles vom Feinsten) und 10. Etage (Sonnendeck - leider ist uns der Aufstieg zur Brücke aus Sicherheitsgründen verwehrt). Uwe und ich ziehen uns danach in die huschelig warme und trockene Kabine zurück und sind nach ausgiebiger Dusche noch vor dem Ablegen im Reich der Träume - bis 6:00 früh.
Frühstück zum Pauschalpreis in der Gaststätte und schon erkennen wir in der Morgendämmerung die Ufer der Lübecker Bucht. Pünktlich 7:30 legt die Fähre ohne jeglichen Ruck an und wir reihen uns in die Fahrzeugschlange Richtung Binnenland.
Leider treffen wir den Verscharterer nicht auf seinem Stützpunkt in Herrenwyk an (er ist zur Hanseboot - Standbetreuung). So suchen wir unseren inzwischen umgesetzten Hänger, machen den Opel wieder startklar (da sich die Tür erst nicht öffnen läßt, ordern wir ADAC-Hilfe) und machen uns im Konvoi auf die Heimfahrt. Gegen 16:00 sind wir zu Hause und jeder schließt seine Lieben in die Arme.


4. Zahlen und Fakten
Stippvisite in 9 Ländern
Zurückgelegte Distanz (ohne Kreuzschläge)2.930 km=1.582 sm
davon gesegelt2.508 km=1.354 sm
davon mit Motor bzw. Mot. + Segel422 km=228 sm
 
Törntage gesamt64 Tage
davon Hafentage10 Tage
 
Fahrtstunden gesamt397 h
Durchschnitt pro Etappe (31 Etappen)11 h
Segelclub Dresden-Wachwitz e.V.
Dresden, 01326
Pillnitzer Landstraße 156a
1. Vorsitzender: Thomas Eggerichs
2. Vorsitzende: Iris Bönisch
Schatzmeister: Thomas Weihermüller
Geschäftszeiten (Clubrat):
1. Mittwoch und 3. Freitag im Monat
jeweils 19 bis 20 Uhr

Eingetragen im Vereinsregister beim Kreisgericht Dresden: I/17
DSV: SC 013, SVS: 009, LSBS: 26046, KSB: 046
 
Ostsächsische Sparkasse Dresden
BLZ 850 503 00
Kontonummer: 312 021 98 00

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