Es war schon ein besonderer Törn, die diesjährige Wanderfahrt auf der Elbe. Vier Loschwitzer und 5 Wachwitzer Jugendliche nahmen mit jeweils einem Trainer daran teil! Freitag ging es im Loschwitzer Hafen los. Zum Glück hatten Bert, Iris und Tobias gute Vorarbeit geleistet! Der Einkauf war also erledigt und viel Zubehör lag geordnet bereit. So mussten am Freitag nur noch die zahlreichen Taschen und Kisten eingeladen und die 2 Jollen abgeslippt werden! Gegen 16:30 Uhr legten die Boote ab und bildeten noch im Hafen einen Schleppzug! So ging es erst einmal durch die Dresdner Brücken. Unterhalb der Marienbrücke segelten die Jollen dann - vom Kutter gesichert - selbstständig weiter. Regelmäßig wechselten die Mannschaften, um allen Teilnehmern die Chance zum Segeln zu geben! Gegen 20 Uhr waren die 24 Kilometer überwunden und die Boote machten bei der Marinekameradschaft Coswig fest! Schnell wurden die Zelte aufgebaut, während Iris die Küchenkiste aufklappte und den Grill anwarf. Erst einmal gab es heiße Suppe, danach Grillwürste und Kartoffeln! Es wurde zum Glück spät dunkel, denn ehe die Mannschaft satt in den Zelten verschwand, dauerte es einige Zeit!
Nach einer stürmischen Nacht gab es Frühstück und danach eine Besichtigung des Vereinsgebäudes. Vorsitzender Hansi zeigt stolz die Vereinsgaststätte und das kleine Museum mit vielen maritimen Erinnerungsstücken. Danach bereiteten sich alle auf die Abfahrt nach Meißen vor! Nass, windig und kalt war das Wetter, trotzdem sollte gesegelt werden. Das klappte auch ganz gut bis kurz vor Meißen. Dort brachte eine anhaltend heftige Böe (6 Bft) zuerst die Ixylon vom Kurs ab - sie rettete sich erst einmal ans Ufer - und dann die etwas weiter stromauf segelnde Filiusmannschaft fast zum Kentern! Die beiden Trainer entschieden deshalb, die Segel zu bergen und nahmen die Jollen wieder an den Haken! So erreichten wir den Wendepunkt am Kilometer 82 doch noch und wendeten vor dem schönen Meißner Dom! An der Steganlage des MSV wurde noch einmal Pause gemacht und ein kleiner Imbiss verzehrt. Kurze Zeit später setzten alle drei Boote die Fock und segelten sicher die 8 Kilometer zurück. Anfängliches Murren wegen der Entscheidung, nur mit Fock zu segeln, verstummte allmählich, nahmen die Böen doch an Stärke zu. So erreichten die Boote gegen 16:30 Uhr das Ziel, nach kurzer Zeit köchelte das Nudelwasser im Topf, später wurde geschwatzt, Bordbuch geschrieben und unter Bert Anleitung getakelt und gespleißt.
Die zweite Nacht war noch stürmischer, kalt und regnerisch. Mehrfach mussten im Dunkeln Zeltschnüre nachgezogen werden - am Morgen krochen einige ziemlich verfroren aus dem Schlafsack. Die Wetterprognose versprach weiteren Regen und noch mehr Wind, so dass die Boote nach einem Frühstück und dem Abbau der Zelte wieder als Schleppzug stromauf starteten! Der Filius fuhr unbemannt gut, die Ixylon musste leider besetzt werden, so dass wechselnd immer 5 Teilnehmer dem Regen und dem Wind ausgesetzt waren - 2 Mann auf der Ixylon, eine Schleppwache, der Steuermann auf dem Kutter und Bootsführer Bert! Der Rest der Mannschaft hatte Freiwache und verkroch sich unter der Kutterplane! Der heiße Tee wurde gern getrunken und die ständig wandernde Futterschüssel fand auch immer wieder Zuspruch. Die Stimmung war so wie am ersten Tag erstaunlich gut, keiner jammerte über den Regen oder über die eingeteilten Wachen!
Während die Regenschauer immer stärker wurden, gab es unter der Plane noch einmal Kartoffelsalat mit Bockwurst! Dann fuhr der Schleppzug auch in den Loschwitzer Hafen ein! Das Ausladen und Aufslippen ging danach schnell, auch wenn es im strömenden Regen erfolgte. Trotz des Wetters zogen die Trainer am Ende eine durchweg positive Bilanz. Bei jedem Manöver war die ganze Mannschaft aktiv und mit großem Einsatz dabei. Es hat allen großen Spaß gemacht. Kaum zu glauben - aber wahr!
Bilder zur Fahrt sind zu finden unter der Webseite des WDL (rudern-dresden.de) unter Berichte!
Wanderfahrten der Junioren des Segelclub Dresden-Wachwitz
Bericht von der kleinen Reviererkundungsfahrt nach Coswig (Jul 2011)
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Kleine Junioren-Wanderfahrt im Herbst 2010 (Sep 2010)
Elf Jugendliche und Trainer des SCW und WDL legten mit dem Loschwitzer Kutter Ruckswilli und zwei Jollen am 18.September zur kleinen Wochenend-Wanderfahrt ab (Ziel Coswig).
Das Verladen von Gepäck und Verpflegung verlief schnell und reibungslos - durch die jährlichen Wanderfahrten besteht da bereits gute Routine! Da es kaum einen Unterschied macht, ob die Fahrt über 2 oder 7 Tage geht, war der Stauraum auf dem Kutter prall gefüllt.
Gleich nach dem Ablegen sollten die beiden Jollen in Schlepp gehen. Leider geriet dabei die Schleppleine der Ixylon in die Motorschraube, so dass erst mal eilig 2 Riemen gezückt wurden, um den Schleppzug von der Steganlage des MC Elbe freizuhalten! Das klappte problemlos, trotz des starken Westwinds.
Die Dresdener Bogenbrücken passierten die Boote ohne Segel – schließlich setzte sich die Mannschaft zum großen Teil aus Neulingen zusammen! Nach der Marienbrücke wurden dann die beiden Jollen segelklar gemacht. Mit wechselnden Mannschaften kreuzten die Jollen bei schönstem Westwind stromab. Die beiden Bootsführer Tobias und Phillip meisterten dabei ihre Sache zuverlässig. Der Kutter blieb als Sicherungsboot ohne Segel, jedoch wechselte regelmäßig der Steuermann und es wurde viel gerudert. So kam keine Langeweile auf!
An der Gohliser Mühle ankerte die Flottille und aß zu Mittag – typisch nach Kutterart – eine Schüssel mit Dauerwurst, Käse, Brot und Gemüse (darunter viel Zwiebel) ging so lange reihum, bis alle satt waren! Elins Kuchen war dann der krönende Abschluss – Danke noch einmal für die gute Idee.
Da die Strecke nicht allzu lang war, konnten die Boote auf der Weiterfahrt trödeln, so wurde von Zeit zu Zeit auch ein kleiner Vorwindkurs gegen die Strömung gesegelt. Auf dem Kutter konnte man in Ruhe schwatzen, auch einmal Pläne schmieden und den sonst ja meist gestressten Trainern entspannt Fragen stellen.
In der Marinekameradschaft Coswig angekommen, mussten die Boote erst einmal aufgeklart werden, keine leichte Aufgabe übrigens, Trainer können da ziemlich pingelig sein! Vier Zelte wurden später aufgebaut, nebenbei konnte der Grill heiß werden. Die Bratwürste und das Grillfleisch fanden nicht unbedingt große Begeisterung – das muss man im nächsten Jahr anders machen! Aber satt geworden sind alle, am Ende blieb nur noch eine einzige Backkartoffel liegen! Die zunehmende Kälte war sicher der Hauptgrund dafür, dass alle noch vor 21 Uhr in den Zelten verschwunden waren. Die ersten schwatzten zwar bereits 4 Uhr wieder, aber nach einem kurzen Trainerprotest kam der Zeltplatz wieder zur Ruhe! Gegen 7:30 Uhr wurde am nächsten Tag geweckt, stromauf musste einfach mehr Zeit eingeplant werden. Die Art des Frühstück verwunderte die Neulinge sicher etwas, aber nachdem 3 Brote alle waren, waren zum Glück auch alle satt! Ob die Idee der Kinder ernst gemeint war, nächstes Jahr die beiden fleißigen Küchendamen aus dem Trainingslager gegen zwei jugendliche Mitfahrer auszutauschen, bleibt offen. Scheinbar verschwindet aber das Wort "Abwasch" aus dem allgemeinen Wortschatz der heutigen Jugend. Zelte abbauen, Gepäck laden, Boote aufklaren, ablegen – alles ging danach erstaunlich diszipliniert vonstatten. Wirklich jeder brachte sich ein, das beeindruckte die Trainer schon sehr!
Leider klappte das Segel setzen dann nicht ganz so gut, denn das Vorbereiten der Jollen war nicht perfekt. So brauchte der Kutter ewig, beide Jollen unter Segel zu bringen. Als auch der Filius stromauf segelte, war die Passat schon hinter der nächsten Kurve verschwunden! Interessant, was manche Jugendliche unter der vereinbarten Rufweite verstehen!
An der Gohliser Mühle wurde wieder geankert, Elin hatte Iris beim Kochen einer Tomatensoße unterstützt, so dass am Ende 1,5 kg Spirelli tatsächlich bissfest in die 11 Schüsseln gefüllt werden konnten. Alle waren am Ende satt. Komisch, dass in den Stunden danach trotzdem alle Vorräte (Süßes aus den Taschen der Kinder sowie Gemüse und Obst aus der Versorgungsducht) gnadenlos alle gemacht wurden!
An der Autobahnbrücke wurde das Segeln abgebrochen um den Zeitplan einzuhalten. In der Nähe der Weißeritzmündung kam er dann aber doch durcheinander, weil der Kutter ein havariertes Motorboot in den Schleppzug einordnete! Die übergestiegene Besatzung wurde gleich integriert, die Mutti begrüßte ihren Sohn, der just auf dem Kutter mitfuhr und die Trainer nutzten die Zeit, um zukünftige Veranstaltungen vorzuklären! In Neustadt wurde das Motorboot dann ans Ufer verholt.
Die restliche Fahrt durch das Stadtzentrum war für den Einen vielleicht langweilig, bot aber jede Menge Sehenswertes. Mit 30 Minuten Verspätung traf der Schleppzug am Ende in Loschwitz ein! Das Entladen, Aufslippen, Abbauen und Reinigen ging (auch Dank der Unterstützung der inzwischen eingetroffenen Familien) sehr schnell, so dass nach einer weiteren Stunde die letzten das Gelände verließen!
Herzlichen Dank möchten alle Teilnehmer noch einmal den Kameraden der MK Coswig sagen, die uns unkompliziert ihr Gelände zur Verfügung gestellt haben. Wir würden gern wiederkommen! Die Fahrt war einfach zu schön, um sie nicht zu wiederholen!
Bilder zur Wanderfahrt findet Ihr untewr www.wdl-dresden.de
Das Verladen von Gepäck und Verpflegung verlief schnell und reibungslos - durch die jährlichen Wanderfahrten besteht da bereits gute Routine! Da es kaum einen Unterschied macht, ob die Fahrt über 2 oder 7 Tage geht, war der Stauraum auf dem Kutter prall gefüllt.
Gleich nach dem Ablegen sollten die beiden Jollen in Schlepp gehen. Leider geriet dabei die Schleppleine der Ixylon in die Motorschraube, so dass erst mal eilig 2 Riemen gezückt wurden, um den Schleppzug von der Steganlage des MC Elbe freizuhalten! Das klappte problemlos, trotz des starken Westwinds.
Die Dresdener Bogenbrücken passierten die Boote ohne Segel – schließlich setzte sich die Mannschaft zum großen Teil aus Neulingen zusammen! Nach der Marienbrücke wurden dann die beiden Jollen segelklar gemacht. Mit wechselnden Mannschaften kreuzten die Jollen bei schönstem Westwind stromab. Die beiden Bootsführer Tobias und Phillip meisterten dabei ihre Sache zuverlässig. Der Kutter blieb als Sicherungsboot ohne Segel, jedoch wechselte regelmäßig der Steuermann und es wurde viel gerudert. So kam keine Langeweile auf!
An der Gohliser Mühle ankerte die Flottille und aß zu Mittag – typisch nach Kutterart – eine Schüssel mit Dauerwurst, Käse, Brot und Gemüse (darunter viel Zwiebel) ging so lange reihum, bis alle satt waren! Elins Kuchen war dann der krönende Abschluss – Danke noch einmal für die gute Idee.
Da die Strecke nicht allzu lang war, konnten die Boote auf der Weiterfahrt trödeln, so wurde von Zeit zu Zeit auch ein kleiner Vorwindkurs gegen die Strömung gesegelt. Auf dem Kutter konnte man in Ruhe schwatzen, auch einmal Pläne schmieden und den sonst ja meist gestressten Trainern entspannt Fragen stellen.
In der Marinekameradschaft Coswig angekommen, mussten die Boote erst einmal aufgeklart werden, keine leichte Aufgabe übrigens, Trainer können da ziemlich pingelig sein! Vier Zelte wurden später aufgebaut, nebenbei konnte der Grill heiß werden. Die Bratwürste und das Grillfleisch fanden nicht unbedingt große Begeisterung – das muss man im nächsten Jahr anders machen! Aber satt geworden sind alle, am Ende blieb nur noch eine einzige Backkartoffel liegen! Die zunehmende Kälte war sicher der Hauptgrund dafür, dass alle noch vor 21 Uhr in den Zelten verschwunden waren. Die ersten schwatzten zwar bereits 4 Uhr wieder, aber nach einem kurzen Trainerprotest kam der Zeltplatz wieder zur Ruhe! Gegen 7:30 Uhr wurde am nächsten Tag geweckt, stromauf musste einfach mehr Zeit eingeplant werden. Die Art des Frühstück verwunderte die Neulinge sicher etwas, aber nachdem 3 Brote alle waren, waren zum Glück auch alle satt! Ob die Idee der Kinder ernst gemeint war, nächstes Jahr die beiden fleißigen Küchendamen aus dem Trainingslager gegen zwei jugendliche Mitfahrer auszutauschen, bleibt offen. Scheinbar verschwindet aber das Wort "Abwasch" aus dem allgemeinen Wortschatz der heutigen Jugend. Zelte abbauen, Gepäck laden, Boote aufklaren, ablegen – alles ging danach erstaunlich diszipliniert vonstatten. Wirklich jeder brachte sich ein, das beeindruckte die Trainer schon sehr!
Leider klappte das Segel setzen dann nicht ganz so gut, denn das Vorbereiten der Jollen war nicht perfekt. So brauchte der Kutter ewig, beide Jollen unter Segel zu bringen. Als auch der Filius stromauf segelte, war die Passat schon hinter der nächsten Kurve verschwunden! Interessant, was manche Jugendliche unter der vereinbarten Rufweite verstehen!
An der Gohliser Mühle wurde wieder geankert, Elin hatte Iris beim Kochen einer Tomatensoße unterstützt, so dass am Ende 1,5 kg Spirelli tatsächlich bissfest in die 11 Schüsseln gefüllt werden konnten. Alle waren am Ende satt. Komisch, dass in den Stunden danach trotzdem alle Vorräte (Süßes aus den Taschen der Kinder sowie Gemüse und Obst aus der Versorgungsducht) gnadenlos alle gemacht wurden!
An der Autobahnbrücke wurde das Segeln abgebrochen um den Zeitplan einzuhalten. In der Nähe der Weißeritzmündung kam er dann aber doch durcheinander, weil der Kutter ein havariertes Motorboot in den Schleppzug einordnete! Die übergestiegene Besatzung wurde gleich integriert, die Mutti begrüßte ihren Sohn, der just auf dem Kutter mitfuhr und die Trainer nutzten die Zeit, um zukünftige Veranstaltungen vorzuklären! In Neustadt wurde das Motorboot dann ans Ufer verholt.
Die restliche Fahrt durch das Stadtzentrum war für den Einen vielleicht langweilig, bot aber jede Menge Sehenswertes. Mit 30 Minuten Verspätung traf der Schleppzug am Ende in Loschwitz ein! Das Entladen, Aufslippen, Abbauen und Reinigen ging (auch Dank der Unterstützung der inzwischen eingetroffenen Familien) sehr schnell, so dass nach einer weiteren Stunde die letzten das Gelände verließen!
Herzlichen Dank möchten alle Teilnehmer noch einmal den Kameraden der MK Coswig sagen, die uns unkompliziert ihr Gelände zur Verfügung gestellt haben. Wir würden gern wiederkommen! Die Fahrt war einfach zu schön, um sie nicht zu wiederholen!
Bilder zur Wanderfahrt findet Ihr untewr www.wdl-dresden.de
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Jugendbericht zum Urlaubstörn in Richtung Brandenburg (Jul 2010)
Am, Freitag, dem 2.Juli 2010 begannen wir die Wanderfahrt von Dresden bis nach Kirchmöser auf der Elbe. Es starteten 3 Kajütboote und eine 2Mann-Segeljolle. Gleich am ersten Tag badeten wir gemeinsam in der Elbe und segelten ein großes Stück. Schließlich erreichten wir nach diesem sonnigen Tag in Meißen einen Segelclub. An diesem und an den späteren Abenden kochte und aß jeder für sich und dann besuchten wir uns gegenseitig auf den Booen. Die Jugend spielte und die älteren Herrschaften begnügte sich mit Gesprächen. Leider verließ uns Familie Voigt bereits in Meißen und fuhr zurück nach Dresden. Iris und Bert (Äolus), Jörg, Christian und Cecilia (Julchen) sowie Felix und Jakob (Maxl) aber fuhren weiter Richtung Kirchmöser. Da die 2Mann-Jolle nicht so eine große Motorkraft hatte, musste sie sich bei wenig Wind schleppen lassen. Manchmal fuhr das Maxl aber auch mit eigenem Motor. Frühstück und Mittag gabs auf den Booten und jeden Tag wurden viele Badepausen eingelegt. Schließlich kamen wir nach einer interessanten und wirklich schönen Fahrt auf der Elbe, zwei abenteuerlichen Pegelwechseln (Schleusen) und einer Fahrt über den Elbe-Havel-Kanal auf dem Plauer See an und verbrachten dort noch zwei schöne Segeltage. Danach verließen Felix und Jakob die kleine Segelflotte. Sie wurden von Felix's Vater zurück zum SCW gefahren!
Jakob Draheim
Jakob Draheim
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15. (Jugend)Fahrtenseglertreffen in Tschechien (Mai 2010)
Das 15. (Jugend)Fahrtenseglertreffen in Tschechien ist vorbei. Mehr als 100 Segler aus 5 Vereinen trafen sich dazu am Zernosekysee in Tschechien. Der SCW war mit 20 Booten dabei, darunter auch 7 Jollenkreuzer. Während die Kinder und Jugendlichen an 2 Tagen trainierten, nutzten viele andere Seglern den See und die guten Segelbedingungen (Sonne und Wind). Außerdem wurden praktische Prüfungen zum Jüngstensegelschein abgenommen! Vier Kinder absolvierten die entsprechenden Manöver.
Am Sonntagnachmittag gab es dann die traditionelle Eistour mit den Juniorenclub-Eltern - die Jollenkreuzer waren dafür voll besetzt.
Am Montag pünktlich 10 Uhr ging es dann auf die Elbe hinaus und stromab zur Schleuse in Usti! Wegen Gewitterwarnung waren die beiden 420er nicht mit von der Partie, deren Besatzungen kamen aber auf anderen Booten unter. So segelten also 12 Optis gemeinsam mit Ixylons und Jollenkreuzern und betreut von Trainern auf 4 Sicherungsbooten stromab bis Usti. Nach dem Beladen der Optimisten, welches die Eltern mit beeeindruckender Präzision und Schnelligkeit erledigten, fuhren die anderen Boote weiter stromab. Hagel, Sturm, Kälte und Regen waren dabei ein echter Härtetest. Das aber hielt die beiden Ixylonmannschaften und einige Jollenkreuzer nach der Übernachtung in Postelwitz nicht davon ab, nach Hause zu segeln.
Die Veranstaltung war insgesamt eine tolle Sache. Das Miteinander der Generationen, die Gemeinschaft von Seglern, Junioren und ihren Eltern, die Mithilfe aller Mitsegler war wie immer beeindruckend. Der Umstand, dass leider auch in diesem Jahr nur 2 Trainer (André und Iris) dabei waren, wurde glücklicherweise kurzfristig ausgeglichen. Das Optitraining unterstützte Robert vom BSC1950. Die Ixylonsegler Benjamin und Max erweiterten ihr jährliches Angebot zur teilweisen Unterstützung des Training auf die gesamte Trainingszeit. So konnten die 420er optimal trainieren und ihre Ausbildung von Bautzen und Pratzschwitz weiterführen.
Auch für die Optis wurde Training durchgeführt. Das jedoch orientierte sich an den teilnehmenden Anfängern, die in der 13 Boote starken Gruppe die Mehrheit darstellte. Für alle war das Kentertraining von besonderer Bedeutung. Nahm es doch auch dem letzten Zweifler die Angst, umzukippen. Die beiden Kenterungen der 420er waren allerdings nicht gewollt, leider kam es dabei auch zu einem Schwertbruch! Zum Glück brachte André ein Ersatzschwert aus Wachwitz mit. So konnte die Mannschaft am Sonntag wieder segeln.
Der perfekte Ablauf einer solch großen Veranstaltung ist nur durch die vielen Aktiven möglich gewesen. Deshalb möchte ich als verantwortlicher Trainer noch einmal all denen Danke sagen, die zum Erfolg beigetragen haben, und so die Veranstaltung zu dem gemacht haben, was sie geworden ist.
Danke -den Eltern, die ihren Kindern die Teilnahme ermöglichten (einige mussten wegen fehlender Betreuung und Transporte leider zu Hause bleiben).
Danke - den Autofahrern, die zusätzliche Transporte übernahmen (vor allem Markus, Uwe, Ute und Stephanie).
Danke -dem Organisator im Hintergrund - Thomas - der souverän und mit Konsequenz das Unvermeidbare (Aufbau Partyzelt, SCW-Platzwart, Meldegebühr ect.) absicherte.
Danke, Andreas und den Bootsführern, die die Eisfahrt organisierten und durchführten.
Danke - den drei freiwilligen Ausbildern, die zusätzlich einsprangen, um fehlende Wachwitzer Trainerkapazitäten zu ersetzen ...
Am Sonntagnachmittag gab es dann die traditionelle Eistour mit den Juniorenclub-Eltern - die Jollenkreuzer waren dafür voll besetzt.
Am Montag pünktlich 10 Uhr ging es dann auf die Elbe hinaus und stromab zur Schleuse in Usti! Wegen Gewitterwarnung waren die beiden 420er nicht mit von der Partie, deren Besatzungen kamen aber auf anderen Booten unter. So segelten also 12 Optis gemeinsam mit Ixylons und Jollenkreuzern und betreut von Trainern auf 4 Sicherungsbooten stromab bis Usti. Nach dem Beladen der Optimisten, welches die Eltern mit beeeindruckender Präzision und Schnelligkeit erledigten, fuhren die anderen Boote weiter stromab. Hagel, Sturm, Kälte und Regen waren dabei ein echter Härtetest. Das aber hielt die beiden Ixylonmannschaften und einige Jollenkreuzer nach der Übernachtung in Postelwitz nicht davon ab, nach Hause zu segeln.
Die Veranstaltung war insgesamt eine tolle Sache. Das Miteinander der Generationen, die Gemeinschaft von Seglern, Junioren und ihren Eltern, die Mithilfe aller Mitsegler war wie immer beeindruckend. Der Umstand, dass leider auch in diesem Jahr nur 2 Trainer (André und Iris) dabei waren, wurde glücklicherweise kurzfristig ausgeglichen. Das Optitraining unterstützte Robert vom BSC1950. Die Ixylonsegler Benjamin und Max erweiterten ihr jährliches Angebot zur teilweisen Unterstützung des Training auf die gesamte Trainingszeit. So konnten die 420er optimal trainieren und ihre Ausbildung von Bautzen und Pratzschwitz weiterführen.
Auch für die Optis wurde Training durchgeführt. Das jedoch orientierte sich an den teilnehmenden Anfängern, die in der 13 Boote starken Gruppe die Mehrheit darstellte. Für alle war das Kentertraining von besonderer Bedeutung. Nahm es doch auch dem letzten Zweifler die Angst, umzukippen. Die beiden Kenterungen der 420er waren allerdings nicht gewollt, leider kam es dabei auch zu einem Schwertbruch! Zum Glück brachte André ein Ersatzschwert aus Wachwitz mit. So konnte die Mannschaft am Sonntag wieder segeln.
Der perfekte Ablauf einer solch großen Veranstaltung ist nur durch die vielen Aktiven möglich gewesen. Deshalb möchte ich als verantwortlicher Trainer noch einmal all denen Danke sagen, die zum Erfolg beigetragen haben, und so die Veranstaltung zu dem gemacht haben, was sie geworden ist.
Danke -den Eltern, die ihren Kindern die Teilnahme ermöglichten (einige mussten wegen fehlender Betreuung und Transporte leider zu Hause bleiben).
Danke - den Autofahrern, die zusätzliche Transporte übernahmen (vor allem Markus, Uwe, Ute und Stephanie).
Danke -dem Organisator im Hintergrund - Thomas - der souverän und mit Konsequenz das Unvermeidbare (Aufbau Partyzelt, SCW-Platzwart, Meldegebühr ect.) absicherte.
Danke, Andreas und den Bootsführern, die die Eisfahrt organisierten und durchführten.
Danke - den drei freiwilligen Ausbildern, die zusätzlich einsprangen, um fehlende Wachwitzer Trainerkapazitäten zu ersetzen ...
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„Hjerteligt Velkommen til Danmark!“ (Mär 2010)
Bericht von Eike Mehner SSG Mylau e.V.:
Am 13. Dezember 2009 war es offiziell. Der dänische Segelkamerad Tonny Tankred lud uns offiziell zum27. März 2010 nach Sonderborg in den Yacht-Club ein, um an einer Trainingseinheit und einem Besuch von WINNER-Optimist teilzunehmen. Aus Kapazitätsgründen hinsichtlich des Besuches der WINNEROptimist-Werft war die Zahl der Teilnehmer auf 10 bis 12 begrenzt. Das Training soll auf der Flensburger Förde vorm Hafen des Sonderborg Yacht Club stattfinden und 2 bis 2,5 Stunden dauern. Nun galt es Nägel mit Köpfen zu machen! Schnell waren die Rahmenbedingungen wie Unterkunft, Verpflegung, Kosten etc. geklärt und eine entsprechende Ausschreibung des Eike Mehner SSG Mylau e.V. Freundschaftsbesuches erstellt. Die Ausschreibung wurde dann an alle segelnden Opti-Kinder der SSG Mylau sowie Trainer benachbarter / befreundeter sächsischer Segelvereine zugesandt. Aus dem eigenen Verein meldete neben Svenja nur noch Leoni ihre Teilnahme an. Von der SSG Reichenbach meldete sich Maximilian Trommer. Sein Vater Heiko bot sich als Betreuer und Fahrer eines VW-Busses an. Angesichts der Anzahl von zu erwartenden 12 Personen ein willkommenes Ergänzungs-Angebot zu meinem VW-Bus. Beim befreundeten Segelverein Dresden-Wachwitz erzeugte die Ausschreibung eine größere Resonanz: fünf Kinder sowie Trainerin Linda meldeten sich für die Besuchsfahrt an. Damit war das Teilnehmer-Kontingent mit acht Kindern und vier Erwachsenen voll. Die Abfahrt nach Sonderborg/Dänemark war für den Freitag um 24:00 Uhr ab Dresden / Elbepark geplant um rechtzeitig am Samstag gegen 09:00 Uhr zum Trainingsbeginn auf der Flensburger Förde zu sein. Doch dann trat der worst case ein!
Am Freitag gegen Mittag versagte an meinem VW-Bus die Diesel-Einspritzpumpe. Die unverzüglich konsultierte VW-Werkstatt erachtete eine genaue Schadensanalyse erst zum Montagvormittag. Nun war guter Rat teuer! In weniger als 11 Stunden sollte die Fahrt losgehen! Das VW-Autohaus Weinhold organisierte beim Autoverleih Thiele einen Mercedes Vito mit 9 Sitzplätzen. Der Freundschaftsbesuch war gerettet!
Am Samstag, den 27. März um 00:15 Uhr (MEZ) ging die Fahrt nach Dänemark los. Über die BAB 14 und BAB 2 verlief die Fahrt recht zügig zur BAB 7 Richtung Flensburg. Gegen 04:30 Uhr entschieden wir uns angesichts des bisher reibungslosen Fahrtverlaufens uns für eine halbe Stunde auszuruhen. Also begaben wir uns auf irgendeinem Parkplatz an der BAB 7 in der Lüneburger Heide zur Ruhe. Um 05:15 Uhr fuhren wir spürbar erholter weiter gen Norden. Schnell war Hamburg mit seinem sichtbaren Containerhafen und den Elbtunneln passiert. Auch die Überquerung des „Kaiser Wilhelm Kanals“ (Nord-Ostsee-Kanal) mit seinen großen Schiffen war für die Kinder, welche ihre Nachtruhe beendet hatten ein wenn auch kurzes jedoch imposantes Erlebnis. Wären nicht die Tafeln am Straßenrand, man würde nicht bemerken in Dänemark eingereist zu sein. Jetzt hieß es: „Hjerteligt Velkommen til Danmark!“ Nach Querung der neuen Brücke auf die Insel Als waren wir auch schon in Sonderborg. Gegen 08:00 Uhr hieß es dann „Leinen fest im Sonderborger Yacht-Club!“ „Herzlich Willkommen in Dänemark!“
Tonny, der mit dem Vorbereitungen für das Training beschäftigt war, begrüßte uns und wies mich in die Örtlichkeiten des Yacht-Clubs ein. Anschließend gab er sich seinen Vorbereitungen hin und überließ mir die Einweisung der „Deutschen“ in den Yacht-Club.
Schnell waren die Taschen, Schlafsäcke und Iso-Matten im Clubraum des SYC verstaut. Dieser befand sich im Obergeschoss des zweistöckigen Clubhauses. Hier sollten
wir mit herrlichem Ausblick über den Hafen und auf die Flensburger Förde nächtigen. Während die ersten Kinder das Hafengelände auf eigene Faust zu erkunden suchten, ließen sich Linda, Paul, Viktor Nikolas und ich durch Tonny in die Besonderheiten des Club-Geländes vom SYC einweihen.
So erfuhren wir, dass 1904 ein deutscher Großkaufmann einen Yacht-Club gründete, aus welchem der Sonderborger Yacht-Club hervorging. Im Übrigen könne man am Namen erkennen, welche nationalen Wurzeln ein Club hat: Clubs mit deutschen Wurzeln heißen „Yacht-Club“, jene mit rein dänischen Wurzeln „Segel-Club“. Stolz zeigte uns Tonny den Club eigenen „Kindergarten“ – eine wunderschöne, kindlich bemalte Bude in der Nähe der Slipanlagen. Hier werden anlassbezogen die Kinder von Veranstaltungsteilnehmern betreut. Nachdem für Paul und Viktor aus dem Bootsbestand des SYC je ein Opti herausgesucht wurde, erfuhren wir, dass der SYC einer von drei Segelvereinen in Dänemark ist, welche über behindertengerechte Boote verfügen, welche von Menschen mit nur einem Bein oder Arm gesegelt werden können. So trainieren regelmäßig Menschen mit Handicap in einem der 6 behindertengerechten Booten im SYC, aus deren Mitte jedes Jahr mindestens ein Teilnehmer für internationale Meisterschaften oder Paralympics gestellt wird. Tonny erzählte uns, dass zu Hochzeiten bis zu 95 Optimisten im SYC trainierten. Derzeit seien es ca. 35 Optimisten und ca. 30 Europe-Segler(-inen), welche in der Jugendabteilung des SYC trainieren.09:30 Uhr ging es für uns in die konkrete Trainingsvorbereitung. Während Viktor seinen eigenen Trockenanzug mit hatte musste für Paul ein Trockenanzug aus den Privatbeständen der dänischen Segler beschafft werden. 10 Minuten vor Trainingsbeginn kam dann auch ein Exemplar für Paul an.
Die anderen Kinder konnten in Ermangelung geeigneter Segelkleidung nicht am praktischen Training teilnehmen. Angesichts der Wasser- und Lufttemperaturen musste jedoch meinerseits auf einen Trockenanzug mit warmer Unterziehkleidung bestanden werden. Es wäre niemandem geholfen, wenn wir ein Kind mit Lungenentzündung zurück nach Hause fahren müssen. Während wir auf den Trockenanzug für Paul warteten, versammelten wir uns im großen Club-Raum.
Hier wies Tonny die Opti-Segler in das Training ein. Es war folgendes vorgesehen: mit Bojen wird ein kleines Viereck gelegt. Hinzu kommen eine Boje 1 und 2. Angefangen wird mit lockeren Einsegeln um die Bojen des Viereckes. Anschließend werden um zwei Bojen des Viereckes enge Achten gesegelt. Richtung und Richtungswechsel gibt der Trainer vor. Im zweiten Hauptteil wird ein Dreieck gesegelt. Anstelle der Boje 3 fungierten zwei Bojen des Viereckes als Ziel-Tor. Im dritten Hauptteil stand ein Kreuzkurs auf zwei Bojen 1 auf dem Plan. Eine der beiden Bojen 1 war hinsichtlich ihrer Lage bevorteilt. Die Segler mussten selbst herausfinden, welche der beiden Bojen 1 bevorteilt ist und diese runden.
Kurz vor 10:00 Uhr ging das praktische Training los. Mit kurzen Kreuzschlägen in der Boxengasse verließen Viktor und Paul den Yachthafen. Als geübte Elbsegler stellte dies die beiden natürlich vor keine Herausforderung. Während dessen legten Tonny und ich im Trainingsgebiet die letzten Bojen aus. Dann ging es angesichts der vorangeschrittenen Zeit auch schon Schlag auf Schlag. Bei konstantem Wind der Stärke 3 bis 4 aus Süd-West segelten sich die Optimisten wie geplant ein. Das enge Umsegeln der beiden Bojen in Acht-Form erwies sich angesichts der Teilnehmerzahl und des kurzen Bojenabstandes schwieriger als anfangs gedacht. Im zweiten Hauptteil wurde ohne Verwendung von Flaggensignalen, also nur mit Startuhr, der Dreieckskurs gestartet. Auf der Kreuz wurde auf kurze, schnelle Wenden geachtet. An der Boje 2 wurde auf das saubere Shiften des Segels unter Beachtung des gezogenen Schwertes Wert gelegt. Dieser Kurs wurde mehrmals gestartet und geübt. Im dritten Hauptteil wurde die Kreuzstrecke zu den beiden Bojen 1 (Matchfield) verlängert. Da mittlerer Weile der Wind etwas auffrischte baute sich eine signifikante Welle von 0,5 m auf. Hier räumte Viktor ein, dass ihm derartiger Seegang bisher nicht vertraut war. Aber nach einem Tipp zum Aussegeln von Wellen auf der Kreuz nahm Viktor jede Welle ohne Druckverlust im Segel. Als Umsteiger in die Opti-A-Riege wird sich Viktor wohl ohnehin an solch Seegangsverhältnisse gewöhnen dürfen. Jedenfalls segelten Viktor und Paul souverän die Kreuzstrecke ab. Welche der beiden Bojen 1 die bevorteilte war entzieht sich meiner Kenntnis, da das Matchfield vom dänischen Co-Trainer Rene aufgebaut wurde. Zu 12:00 Uhr segelten alle Optis zurück in den Hafen. Hier wurden die Boote ruckzuck aus dem Wasser geholt, abgebaut, gereinigt, mit Süßwasser abgespült und verstaut. Anschließend ging es zum Mittagessen. Nach dem Mittagessen, mit Kuchen und Schoko-Eiern als Nachspeise, wurde das Training vom Vormittag ausgewertet. Während die dänischen Opti-Segler eine etwas „ausführlichere Nachbereitung“ ihres Trainings erhielten lobte Tonny die Rollwenden der beiden deutschen Segler. Co-Trainer Rene schloss sich dem uneingeschränkten Lob von Tonny nicht an. Als Grund führte er seine Beobachtungen an, dass Viktor und Paul während der Rollwenden die Ruderlage derartig änderten, dass es nach verbotenem Vortrieb aussah. Insofern wies die angebrachte Kritik konstruktiven Charakter auf, da in der Opti-A-Szene derartiges Verhalten intensiver beobachtet und restriktiver geahndet wird. Viktor und Paul nahmen die Kritik positiv auf. Nach der Auswertung des Trainings kam etwas Hektik auf. Es stand der Besuch der WINNER Optimist Werft in Faaborg an. Offensichtlich haben sich jedoch mehr Teilnehmer für die WINNER-Tour gemeldet als ursprünglich geplant. Jedenfalls wurde jede Transportkapazität benötigt, um die Kinder zum Fährhafen Fynshav zu bringen. Kurz nach 13:30 Uhr fuhren wir von Sonderborg nach Fynshav. Ankunft in Fynshav: 13:50 Uhr.
Hier warteten schon zwei weitere Fahrzeuge vom Meldorfer Segelverein (Heide) von der Nordsee auf uns. Wenige Minuten vor 14:00 Uhr legte die Fähre aus Bojden / Insel Fyn an. Während die Fähre entladen wurde kauften wir die Hin- und Rückfahrt-Tickets für unsere Fahrzeuge samt Insassen. Plötzlich kursierte ein hässliches Gerücht unter den Wartenden: „Die Fähre ist voll!“. Aber dann wurden die Fahrzeuge auf der Fähre so eng gepackt – also geparkt, dass wir vollständig auf die Fähre kamen. Pünktlich 14:00 Uhr legten wir in Fynshav /Insel Als ab. Die Überfahrt sollte planmäßig 50 Minuten dauern. Auf der Fähre
spielten die Kinder Fangen oder Füße-Treten. Jedenfalls hatten sie so viel Spaß, dass wir die planmäßige Ankunft um 14:50 Uhr in Bojden / Insel Fyn fast verschwitzt hätten. Schnell wurden die Fahrzeuge wieder besetzt. Nach dem Verlassen der Fähre traten vier Fahrzeuge aus Deutschland und zwei aus Dänemark als Gruppe des SYC die Fahrt ins nördliche Gewerbegebiet von Faaborg zu WINNER Optimist ApS an. Hier empfing uns „Mister WINNER“ Kurt Jensen. Nach dem Fertigen des obligatorischen Besuchergruppenfotos der Kinder begann die WINNER-Tour. Da Kurt Jensen seine Führung auf Dänisch hielt, wurde alles von Tonny ins Deutsche übersetzt.
Kurt stellte uns eingangs sein Unternehmen in Fakten und Zahlen vor. So erfuhren wir, dass derzeit jährlich 600 Winner-Optimisten in Handarbeit hergestellt werden.
Kurt erklärte alle Schritte der Optimisten-Fertigung. Selbst auf Details wie unterschiedliche Materialien für das Laminat ging Kurt ein. Uns wurden die unterschiedlichen Matten gezeigt,
welche für die Stabilität und Verwindungssteifheit der WINNER-Rümpfe Verantwortung zeichnen. Selbst die Bodenplatte, welche zugleichen Auftrieb gibt, wurde uns mit
all ihren positiven Eigenschaften (negativ sei lediglich der Preis) vorgestellt. Wir erhielten Einblicke in die materiellen Fertigungsunterschiede der beiden Winner-Modelle Mk11 und
Mk12, sowie der auf das Herstellungsverfahren basierenden, herausragender Qualitätsmerkmale beider WINNER-Modelle gegenüber ihrer Konkurrenz. (spezielle Bodenplatte für Rümpfe) Vor der Erläuterung der Negativformen für die Rümpfe mahnte Kurt eindringlich an, dass niemand, aber auch wirklich niemand in die vorbereiteten
Negativformen hineinfassen darf. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass Besucher eines anderen Vereins im Vorjahr diese Mahnung nicht ganz so ernst nahmen und den Bootsbauern bei WINNER unnötige Arbeit verschafften; sie mussten die komplette Negativform entfetten, einigen und erneut für den Auftrag der Gelcoatschicht vorbereiten.
(Negativform für einen Opti-Rumpf) Nach der Erläuterung des Fertigungsprozesses,
in welchem die Einzelteile miteinander verbunden werden, gab es die Gelegenheit
sechs fast fertige Opti-Modelle zu begutachten. Anschließend gab es für alle Kinder ein
Erfrischungsgetränk und Naschereien. Man hatte angesichts des zuvor Erfahrenen die
Gelegenheit über die Frage nachzudenken, warum die Optimisten eine „ONE-DESIGN“,
jedoch keine „ONE-QUALITY“ - Klasse ist. Übrigens: das Wort „Winner“ wurde vom
Englischen ins Dänische übernommen und heißt auch hier übersetzt „Gewinner“ (Warum
wohl? *grübelgrübel* ☺) Gegen 16:30 Uhr traten wir die Rückfahrt zur Fähre ab Bojden an.
Pünktlich 17:00 Uhr legte die Fähre nach Fynshav ab. Die Rückfahrt verlief spürbar ruhiger. Merkte man doch langsam die aufsteigende Müdigkeit infolge der Ereignisse des Tages.
17:50 Uhr machten wir in Fynshav fest und fuhren zurück zum SYC.
Während die meisten ihr Schlaflager errichteten oder den Hafen erkundeten, bereiteten Linda und Iris das Abendessen. Sie kochten leckere Makkaroni mit Wurstgulasch und selbstgemachte Tomatensoße! Nach dem Abendessen gingen die ersten Kinder langsam zu Bett. Paul, Viktor und ich werteten noch einmal im kleinen Kreis das Training vom Vormittag aus und unterhielten uns über Qualitätsmerkmale im Bau von Optimisten-Jollen.
Gegen 21:00 Uhr schliefen auch die Letzten. Am Sonntagmorgen wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt und Nikolas zu seinem 12. Geburtstag gratuliert. Nach dem Frühstück räumten wir unsere Sachen zusammen. Anschließend erfolgte der offizielle Tausch der Clubwimpel / -stander. Im Zuge dessen erfuhren wir, dass der letzte Club aus dem Osten Deutschlands vor über 25 Jahren den SYC besuchte. Als Beweis zeigte uns Tonny den damaligen Gastwimpel vom „Bund Deutscher Segler der DDR“. Das hieß im Klartext, dass die 12 sächsischen Teilnehmer aus den Segelvereinen Mylau und Dresden- Wachwitz seit der Wende die ersten offiziellen Freundschaftsbesucher aus den neuen Bundesländern sind! Das haute einen fast um! Die Kinder bekamen zum Andenken alle eine Tasse mit dem Logo des „Sonderborger Opti A-Cup“. Nach einer herzlichen Verabschiedung und dem Versprechen, den Kontakt nicht abbrechen zu lassen traten wir die Rückfahrt mit Stopp in Flensburg an. In Flensburg parkten wir am Stadthafen unsere Fahrzeuge. Linda ergriff spontan die Initiative und mimte den Reiseführer. Über den Willy-Brandt-Platz ging es in die Altstadt von Flensburg mit ihren wunderschönen hanseatischen Altbauten. Zurück zum Hafen, besuchten wir die Museumswerft. Hier konnten wir am „lebenden“ Beispiel zusehen, wie ein Boot aus Holz gefertigt wird. Derzeit wird in der Museumswerft der Nachbau des Jesusbootes realisiert. In einer anderen Halle konnte man sich über das Bau- und Restaurationsprojekt einer Dansk Jagt informieren. Interessant war hierbei die Versiegelung des Unterwasserschiffes mit abschließender Beplankung mittels verzinkter Stahlbleche. Über laufende Projekte der Museumswerft Flensburg kann man sich im Internet unter www.museumswerft.de informieren. Schlussendlich traten wir gegen 13:00 Uhr die Heimreise an. Infolge einer Baustelle auf der BAB 7 verzögerte sich die Heimfahrt um fast eine Stunde. Vor dem Schkeuditzer Kreuz fuhren wir auf den letzten Rastplatz, um die Reisegruppe nach Fahrtziel aufzuteilen. Leoni trat mit Maximilian im VW-Bus von Heiko die Heimreise Richtung Zwickau an. Elin, Franziska, Nikolas, Viktor und Paul fuhren mit Linda, Svenja, Iris und mir Richtung Dresden. Hier kamen wir erwartungsgemäß 20:00 Uhr an. Nachdem Elin, Franziska, Nikolas, Viktor und Paul von ihren Eltern abgeholt wurden, traten wir verbleibenden Vier die Heimreise nach Chemnitz an. Fast auf die Minute genau um 21:00 Uhr betraten wir unsere Wohnung. Die Anstrengungen der letzten drei Tage glitten spürbar von einem ab und man wurde sich Vielem erst jetzt so richtig bewusst. So bleibt uns nur in Gedanken an das Wochenende zu sagen „Farvel, Danmark!“
Ach übrigens: die Einspritzpumpe wurde von einem blockierten elektromagnetischem Ventil lahmgelegt. Da hat der Elektro-Kasper mal wieder zum ungünstigsten Zeitpunkt seine Show aufgeführt „Auf Wiedersehen, Dänemark!“
Am 13. Dezember 2009 war es offiziell. Der dänische Segelkamerad Tonny Tankred lud uns offiziell zum27. März 2010 nach Sonderborg in den Yacht-Club ein, um an einer Trainingseinheit und einem Besuch von WINNER-Optimist teilzunehmen. Aus Kapazitätsgründen hinsichtlich des Besuches der WINNEROptimist-Werft war die Zahl der Teilnehmer auf 10 bis 12 begrenzt. Das Training soll auf der Flensburger Förde vorm Hafen des Sonderborg Yacht Club stattfinden und 2 bis 2,5 Stunden dauern. Nun galt es Nägel mit Köpfen zu machen! Schnell waren die Rahmenbedingungen wie Unterkunft, Verpflegung, Kosten etc. geklärt und eine entsprechende Ausschreibung des Eike Mehner SSG Mylau e.V. Freundschaftsbesuches erstellt. Die Ausschreibung wurde dann an alle segelnden Opti-Kinder der SSG Mylau sowie Trainer benachbarter / befreundeter sächsischer Segelvereine zugesandt. Aus dem eigenen Verein meldete neben Svenja nur noch Leoni ihre Teilnahme an. Von der SSG Reichenbach meldete sich Maximilian Trommer. Sein Vater Heiko bot sich als Betreuer und Fahrer eines VW-Busses an. Angesichts der Anzahl von zu erwartenden 12 Personen ein willkommenes Ergänzungs-Angebot zu meinem VW-Bus. Beim befreundeten Segelverein Dresden-Wachwitz erzeugte die Ausschreibung eine größere Resonanz: fünf Kinder sowie Trainerin Linda meldeten sich für die Besuchsfahrt an. Damit war das Teilnehmer-Kontingent mit acht Kindern und vier Erwachsenen voll. Die Abfahrt nach Sonderborg/Dänemark war für den Freitag um 24:00 Uhr ab Dresden / Elbepark geplant um rechtzeitig am Samstag gegen 09:00 Uhr zum Trainingsbeginn auf der Flensburger Förde zu sein. Doch dann trat der worst case ein!
Am Freitag gegen Mittag versagte an meinem VW-Bus die Diesel-Einspritzpumpe. Die unverzüglich konsultierte VW-Werkstatt erachtete eine genaue Schadensanalyse erst zum Montagvormittag. Nun war guter Rat teuer! In weniger als 11 Stunden sollte die Fahrt losgehen! Das VW-Autohaus Weinhold organisierte beim Autoverleih Thiele einen Mercedes Vito mit 9 Sitzplätzen. Der Freundschaftsbesuch war gerettet!
Am Samstag, den 27. März um 00:15 Uhr (MEZ) ging die Fahrt nach Dänemark los. Über die BAB 14 und BAB 2 verlief die Fahrt recht zügig zur BAB 7 Richtung Flensburg. Gegen 04:30 Uhr entschieden wir uns angesichts des bisher reibungslosen Fahrtverlaufens uns für eine halbe Stunde auszuruhen. Also begaben wir uns auf irgendeinem Parkplatz an der BAB 7 in der Lüneburger Heide zur Ruhe. Um 05:15 Uhr fuhren wir spürbar erholter weiter gen Norden. Schnell war Hamburg mit seinem sichtbaren Containerhafen und den Elbtunneln passiert. Auch die Überquerung des „Kaiser Wilhelm Kanals“ (Nord-Ostsee-Kanal) mit seinen großen Schiffen war für die Kinder, welche ihre Nachtruhe beendet hatten ein wenn auch kurzes jedoch imposantes Erlebnis. Wären nicht die Tafeln am Straßenrand, man würde nicht bemerken in Dänemark eingereist zu sein. Jetzt hieß es: „Hjerteligt Velkommen til Danmark!“ Nach Querung der neuen Brücke auf die Insel Als waren wir auch schon in Sonderborg. Gegen 08:00 Uhr hieß es dann „Leinen fest im Sonderborger Yacht-Club!“ „Herzlich Willkommen in Dänemark!“
Tonny, der mit dem Vorbereitungen für das Training beschäftigt war, begrüßte uns und wies mich in die Örtlichkeiten des Yacht-Clubs ein. Anschließend gab er sich seinen Vorbereitungen hin und überließ mir die Einweisung der „Deutschen“ in den Yacht-Club.
Schnell waren die Taschen, Schlafsäcke und Iso-Matten im Clubraum des SYC verstaut. Dieser befand sich im Obergeschoss des zweistöckigen Clubhauses. Hier sollten
wir mit herrlichem Ausblick über den Hafen und auf die Flensburger Förde nächtigen. Während die ersten Kinder das Hafengelände auf eigene Faust zu erkunden suchten, ließen sich Linda, Paul, Viktor Nikolas und ich durch Tonny in die Besonderheiten des Club-Geländes vom SYC einweihen.
So erfuhren wir, dass 1904 ein deutscher Großkaufmann einen Yacht-Club gründete, aus welchem der Sonderborger Yacht-Club hervorging. Im Übrigen könne man am Namen erkennen, welche nationalen Wurzeln ein Club hat: Clubs mit deutschen Wurzeln heißen „Yacht-Club“, jene mit rein dänischen Wurzeln „Segel-Club“. Stolz zeigte uns Tonny den Club eigenen „Kindergarten“ – eine wunderschöne, kindlich bemalte Bude in der Nähe der Slipanlagen. Hier werden anlassbezogen die Kinder von Veranstaltungsteilnehmern betreut. Nachdem für Paul und Viktor aus dem Bootsbestand des SYC je ein Opti herausgesucht wurde, erfuhren wir, dass der SYC einer von drei Segelvereinen in Dänemark ist, welche über behindertengerechte Boote verfügen, welche von Menschen mit nur einem Bein oder Arm gesegelt werden können. So trainieren regelmäßig Menschen mit Handicap in einem der 6 behindertengerechten Booten im SYC, aus deren Mitte jedes Jahr mindestens ein Teilnehmer für internationale Meisterschaften oder Paralympics gestellt wird. Tonny erzählte uns, dass zu Hochzeiten bis zu 95 Optimisten im SYC trainierten. Derzeit seien es ca. 35 Optimisten und ca. 30 Europe-Segler(-inen), welche in der Jugendabteilung des SYC trainieren.09:30 Uhr ging es für uns in die konkrete Trainingsvorbereitung. Während Viktor seinen eigenen Trockenanzug mit hatte musste für Paul ein Trockenanzug aus den Privatbeständen der dänischen Segler beschafft werden. 10 Minuten vor Trainingsbeginn kam dann auch ein Exemplar für Paul an.
Die anderen Kinder konnten in Ermangelung geeigneter Segelkleidung nicht am praktischen Training teilnehmen. Angesichts der Wasser- und Lufttemperaturen musste jedoch meinerseits auf einen Trockenanzug mit warmer Unterziehkleidung bestanden werden. Es wäre niemandem geholfen, wenn wir ein Kind mit Lungenentzündung zurück nach Hause fahren müssen. Während wir auf den Trockenanzug für Paul warteten, versammelten wir uns im großen Club-Raum.
Hier wies Tonny die Opti-Segler in das Training ein. Es war folgendes vorgesehen: mit Bojen wird ein kleines Viereck gelegt. Hinzu kommen eine Boje 1 und 2. Angefangen wird mit lockeren Einsegeln um die Bojen des Viereckes. Anschließend werden um zwei Bojen des Viereckes enge Achten gesegelt. Richtung und Richtungswechsel gibt der Trainer vor. Im zweiten Hauptteil wird ein Dreieck gesegelt. Anstelle der Boje 3 fungierten zwei Bojen des Viereckes als Ziel-Tor. Im dritten Hauptteil stand ein Kreuzkurs auf zwei Bojen 1 auf dem Plan. Eine der beiden Bojen 1 war hinsichtlich ihrer Lage bevorteilt. Die Segler mussten selbst herausfinden, welche der beiden Bojen 1 bevorteilt ist und diese runden.
Kurz vor 10:00 Uhr ging das praktische Training los. Mit kurzen Kreuzschlägen in der Boxengasse verließen Viktor und Paul den Yachthafen. Als geübte Elbsegler stellte dies die beiden natürlich vor keine Herausforderung. Während dessen legten Tonny und ich im Trainingsgebiet die letzten Bojen aus. Dann ging es angesichts der vorangeschrittenen Zeit auch schon Schlag auf Schlag. Bei konstantem Wind der Stärke 3 bis 4 aus Süd-West segelten sich die Optimisten wie geplant ein. Das enge Umsegeln der beiden Bojen in Acht-Form erwies sich angesichts der Teilnehmerzahl und des kurzen Bojenabstandes schwieriger als anfangs gedacht. Im zweiten Hauptteil wurde ohne Verwendung von Flaggensignalen, also nur mit Startuhr, der Dreieckskurs gestartet. Auf der Kreuz wurde auf kurze, schnelle Wenden geachtet. An der Boje 2 wurde auf das saubere Shiften des Segels unter Beachtung des gezogenen Schwertes Wert gelegt. Dieser Kurs wurde mehrmals gestartet und geübt. Im dritten Hauptteil wurde die Kreuzstrecke zu den beiden Bojen 1 (Matchfield) verlängert. Da mittlerer Weile der Wind etwas auffrischte baute sich eine signifikante Welle von 0,5 m auf. Hier räumte Viktor ein, dass ihm derartiger Seegang bisher nicht vertraut war. Aber nach einem Tipp zum Aussegeln von Wellen auf der Kreuz nahm Viktor jede Welle ohne Druckverlust im Segel. Als Umsteiger in die Opti-A-Riege wird sich Viktor wohl ohnehin an solch Seegangsverhältnisse gewöhnen dürfen. Jedenfalls segelten Viktor und Paul souverän die Kreuzstrecke ab. Welche der beiden Bojen 1 die bevorteilte war entzieht sich meiner Kenntnis, da das Matchfield vom dänischen Co-Trainer Rene aufgebaut wurde. Zu 12:00 Uhr segelten alle Optis zurück in den Hafen. Hier wurden die Boote ruckzuck aus dem Wasser geholt, abgebaut, gereinigt, mit Süßwasser abgespült und verstaut. Anschließend ging es zum Mittagessen. Nach dem Mittagessen, mit Kuchen und Schoko-Eiern als Nachspeise, wurde das Training vom Vormittag ausgewertet. Während die dänischen Opti-Segler eine etwas „ausführlichere Nachbereitung“ ihres Trainings erhielten lobte Tonny die Rollwenden der beiden deutschen Segler. Co-Trainer Rene schloss sich dem uneingeschränkten Lob von Tonny nicht an. Als Grund führte er seine Beobachtungen an, dass Viktor und Paul während der Rollwenden die Ruderlage derartig änderten, dass es nach verbotenem Vortrieb aussah. Insofern wies die angebrachte Kritik konstruktiven Charakter auf, da in der Opti-A-Szene derartiges Verhalten intensiver beobachtet und restriktiver geahndet wird. Viktor und Paul nahmen die Kritik positiv auf. Nach der Auswertung des Trainings kam etwas Hektik auf. Es stand der Besuch der WINNER Optimist Werft in Faaborg an. Offensichtlich haben sich jedoch mehr Teilnehmer für die WINNER-Tour gemeldet als ursprünglich geplant. Jedenfalls wurde jede Transportkapazität benötigt, um die Kinder zum Fährhafen Fynshav zu bringen. Kurz nach 13:30 Uhr fuhren wir von Sonderborg nach Fynshav. Ankunft in Fynshav: 13:50 Uhr.
Hier warteten schon zwei weitere Fahrzeuge vom Meldorfer Segelverein (Heide) von der Nordsee auf uns. Wenige Minuten vor 14:00 Uhr legte die Fähre aus Bojden / Insel Fyn an. Während die Fähre entladen wurde kauften wir die Hin- und Rückfahrt-Tickets für unsere Fahrzeuge samt Insassen. Plötzlich kursierte ein hässliches Gerücht unter den Wartenden: „Die Fähre ist voll!“. Aber dann wurden die Fahrzeuge auf der Fähre so eng gepackt – also geparkt, dass wir vollständig auf die Fähre kamen. Pünktlich 14:00 Uhr legten wir in Fynshav /Insel Als ab. Die Überfahrt sollte planmäßig 50 Minuten dauern. Auf der Fähre
spielten die Kinder Fangen oder Füße-Treten. Jedenfalls hatten sie so viel Spaß, dass wir die planmäßige Ankunft um 14:50 Uhr in Bojden / Insel Fyn fast verschwitzt hätten. Schnell wurden die Fahrzeuge wieder besetzt. Nach dem Verlassen der Fähre traten vier Fahrzeuge aus Deutschland und zwei aus Dänemark als Gruppe des SYC die Fahrt ins nördliche Gewerbegebiet von Faaborg zu WINNER Optimist ApS an. Hier empfing uns „Mister WINNER“ Kurt Jensen. Nach dem Fertigen des obligatorischen Besuchergruppenfotos der Kinder begann die WINNER-Tour. Da Kurt Jensen seine Führung auf Dänisch hielt, wurde alles von Tonny ins Deutsche übersetzt.
Kurt stellte uns eingangs sein Unternehmen in Fakten und Zahlen vor. So erfuhren wir, dass derzeit jährlich 600 Winner-Optimisten in Handarbeit hergestellt werden.
Kurt erklärte alle Schritte der Optimisten-Fertigung. Selbst auf Details wie unterschiedliche Materialien für das Laminat ging Kurt ein. Uns wurden die unterschiedlichen Matten gezeigt,
welche für die Stabilität und Verwindungssteifheit der WINNER-Rümpfe Verantwortung zeichnen. Selbst die Bodenplatte, welche zugleichen Auftrieb gibt, wurde uns mit
all ihren positiven Eigenschaften (negativ sei lediglich der Preis) vorgestellt. Wir erhielten Einblicke in die materiellen Fertigungsunterschiede der beiden Winner-Modelle Mk11 und
Mk12, sowie der auf das Herstellungsverfahren basierenden, herausragender Qualitätsmerkmale beider WINNER-Modelle gegenüber ihrer Konkurrenz. (spezielle Bodenplatte für Rümpfe) Vor der Erläuterung der Negativformen für die Rümpfe mahnte Kurt eindringlich an, dass niemand, aber auch wirklich niemand in die vorbereiteten
Negativformen hineinfassen darf. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass Besucher eines anderen Vereins im Vorjahr diese Mahnung nicht ganz so ernst nahmen und den Bootsbauern bei WINNER unnötige Arbeit verschafften; sie mussten die komplette Negativform entfetten, einigen und erneut für den Auftrag der Gelcoatschicht vorbereiten.
(Negativform für einen Opti-Rumpf) Nach der Erläuterung des Fertigungsprozesses,
in welchem die Einzelteile miteinander verbunden werden, gab es die Gelegenheit
sechs fast fertige Opti-Modelle zu begutachten. Anschließend gab es für alle Kinder ein
Erfrischungsgetränk und Naschereien. Man hatte angesichts des zuvor Erfahrenen die
Gelegenheit über die Frage nachzudenken, warum die Optimisten eine „ONE-DESIGN“,
jedoch keine „ONE-QUALITY“ - Klasse ist. Übrigens: das Wort „Winner“ wurde vom
Englischen ins Dänische übernommen und heißt auch hier übersetzt „Gewinner“ (Warum
wohl? *grübelgrübel* ☺) Gegen 16:30 Uhr traten wir die Rückfahrt zur Fähre ab Bojden an.
Pünktlich 17:00 Uhr legte die Fähre nach Fynshav ab. Die Rückfahrt verlief spürbar ruhiger. Merkte man doch langsam die aufsteigende Müdigkeit infolge der Ereignisse des Tages.
17:50 Uhr machten wir in Fynshav fest und fuhren zurück zum SYC.
Während die meisten ihr Schlaflager errichteten oder den Hafen erkundeten, bereiteten Linda und Iris das Abendessen. Sie kochten leckere Makkaroni mit Wurstgulasch und selbstgemachte Tomatensoße! Nach dem Abendessen gingen die ersten Kinder langsam zu Bett. Paul, Viktor und ich werteten noch einmal im kleinen Kreis das Training vom Vormittag aus und unterhielten uns über Qualitätsmerkmale im Bau von Optimisten-Jollen.
Gegen 21:00 Uhr schliefen auch die Letzten. Am Sonntagmorgen wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt und Nikolas zu seinem 12. Geburtstag gratuliert. Nach dem Frühstück räumten wir unsere Sachen zusammen. Anschließend erfolgte der offizielle Tausch der Clubwimpel / -stander. Im Zuge dessen erfuhren wir, dass der letzte Club aus dem Osten Deutschlands vor über 25 Jahren den SYC besuchte. Als Beweis zeigte uns Tonny den damaligen Gastwimpel vom „Bund Deutscher Segler der DDR“. Das hieß im Klartext, dass die 12 sächsischen Teilnehmer aus den Segelvereinen Mylau und Dresden- Wachwitz seit der Wende die ersten offiziellen Freundschaftsbesucher aus den neuen Bundesländern sind! Das haute einen fast um! Die Kinder bekamen zum Andenken alle eine Tasse mit dem Logo des „Sonderborger Opti A-Cup“. Nach einer herzlichen Verabschiedung und dem Versprechen, den Kontakt nicht abbrechen zu lassen traten wir die Rückfahrt mit Stopp in Flensburg an. In Flensburg parkten wir am Stadthafen unsere Fahrzeuge. Linda ergriff spontan die Initiative und mimte den Reiseführer. Über den Willy-Brandt-Platz ging es in die Altstadt von Flensburg mit ihren wunderschönen hanseatischen Altbauten. Zurück zum Hafen, besuchten wir die Museumswerft. Hier konnten wir am „lebenden“ Beispiel zusehen, wie ein Boot aus Holz gefertigt wird. Derzeit wird in der Museumswerft der Nachbau des Jesusbootes realisiert. In einer anderen Halle konnte man sich über das Bau- und Restaurationsprojekt einer Dansk Jagt informieren. Interessant war hierbei die Versiegelung des Unterwasserschiffes mit abschließender Beplankung mittels verzinkter Stahlbleche. Über laufende Projekte der Museumswerft Flensburg kann man sich im Internet unter www.museumswerft.de informieren. Schlussendlich traten wir gegen 13:00 Uhr die Heimreise an. Infolge einer Baustelle auf der BAB 7 verzögerte sich die Heimfahrt um fast eine Stunde. Vor dem Schkeuditzer Kreuz fuhren wir auf den letzten Rastplatz, um die Reisegruppe nach Fahrtziel aufzuteilen. Leoni trat mit Maximilian im VW-Bus von Heiko die Heimreise Richtung Zwickau an. Elin, Franziska, Nikolas, Viktor und Paul fuhren mit Linda, Svenja, Iris und mir Richtung Dresden. Hier kamen wir erwartungsgemäß 20:00 Uhr an. Nachdem Elin, Franziska, Nikolas, Viktor und Paul von ihren Eltern abgeholt wurden, traten wir verbleibenden Vier die Heimreise nach Chemnitz an. Fast auf die Minute genau um 21:00 Uhr betraten wir unsere Wohnung. Die Anstrengungen der letzten drei Tage glitten spürbar von einem ab und man wurde sich Vielem erst jetzt so richtig bewusst. So bleibt uns nur in Gedanken an das Wochenende zu sagen „Farvel, Danmark!“
Ach übrigens: die Einspritzpumpe wurde von einem blockierten elektromagnetischem Ventil lahmgelegt. Da hat der Elektro-Kasper mal wieder zum ungünstigsten Zeitpunkt seine Show aufgeführt „Auf Wiedersehen, Dänemark!“
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Ausbildungswanderfahrt 2009 (Jul 2009)
In der 2.Ferienwoche fand die diesjährige Ausbildungswanderfahrt von WDL und SCW statt. Die Vorbereitungen gestalteten sich etwas schwierig. Während der Elbpegel kontinuierlich anstieg, regnete es bei jedem Vorbereitungstermin, so dass das überlegte Packen der Boote nicht problemlos möglich war! So legte der Kutter Ruckswilli am ersten Tag mit einem schockierenden Berg Gepäck ab. Am eingepackten Feuerholz lag es sicher nicht, denn die 4 Säcke waren auch im letzten Jahr dabei! Aber einiges in den Reisetaschen und Rucksäcken wäre sicher entbehrlich gewesen...! Zum Glück passten sowohl alle Teilnehmer, als auch das nötige Essen trotzdem noch auf das Boot.
Die Abfahrt war für Freitag 12 Uhr geplant. Pünktlich legte der Schleppzug mit Kutter Ruckswilli, der Ixylon Passat und dem Filius Boreas unter den Augen einiger Eltern auch ab. Während der gesamten Reise waren die Jugendlichen auf Ruckswilli in Wachen eingeteilt, die sich im Halbstundenrhythmus ablösten. Zuerst war jeder Schleppwache, dann wechselte er ans Steuer und schloss seinen Dienst als Ausguck ab! Den Rest der Zeit konnte man entspannen, spielen, lesen, essen, trinken, ausruhen; mit Ausnahme des Bootsführers Bert, der während der gesamten Fahrt unter Spannung stand. Der hohe Wasserstand und die damit verbundene starke Strömung machte die Fahrt schwierig. Die Boote kamen nur langsam voran. Häufig zeigte das GPS nur eine Geschwindigkeit von 2 km/h an. Nur wenn der Schleppzug sehr nah am Ufer fuhr, konnte die Geschwindigkeit auf 5-6 km/h erhöht werden. Das war natürlich wiederum riskant, denn die überfluteten Ufer konnten ja Hindernisse verbergen, die der Ruderanlage und dem Motor schaden konnten. Zum Glück ging alles gut, jedoch dauerten die Fahrten an den ersten beiden Tagen außergewöhnlich lange. Smutje Iris versuchte, durch eine regelmäßig herumgereichte Schüssel mit Salami, Brot, Obst und Gemüse die Stimmung aufzubessern, die durch das unbeständige Wetter zeitweise etwas gelangweilt wirkte, Trainerin Johanna versuchte, dem Müßiggang durch das Üben von Knoten entgegenzuwirken. Mancher nutzte auch die Zeit und Gelegenheit, mit den Trainern über allgemeine und spezielle Probleme zu reden!
Die Tagesberichte und Bilder sind unter http://www.rudern-dresden.de/0907bericht.htm zu finden.
Die Abfahrt war für Freitag 12 Uhr geplant. Pünktlich legte der Schleppzug mit Kutter Ruckswilli, der Ixylon Passat und dem Filius Boreas unter den Augen einiger Eltern auch ab. Während der gesamten Reise waren die Jugendlichen auf Ruckswilli in Wachen eingeteilt, die sich im Halbstundenrhythmus ablösten. Zuerst war jeder Schleppwache, dann wechselte er ans Steuer und schloss seinen Dienst als Ausguck ab! Den Rest der Zeit konnte man entspannen, spielen, lesen, essen, trinken, ausruhen; mit Ausnahme des Bootsführers Bert, der während der gesamten Fahrt unter Spannung stand. Der hohe Wasserstand und die damit verbundene starke Strömung machte die Fahrt schwierig. Die Boote kamen nur langsam voran. Häufig zeigte das GPS nur eine Geschwindigkeit von 2 km/h an. Nur wenn der Schleppzug sehr nah am Ufer fuhr, konnte die Geschwindigkeit auf 5-6 km/h erhöht werden. Das war natürlich wiederum riskant, denn die überfluteten Ufer konnten ja Hindernisse verbergen, die der Ruderanlage und dem Motor schaden konnten. Zum Glück ging alles gut, jedoch dauerten die Fahrten an den ersten beiden Tagen außergewöhnlich lange. Smutje Iris versuchte, durch eine regelmäßig herumgereichte Schüssel mit Salami, Brot, Obst und Gemüse die Stimmung aufzubessern, die durch das unbeständige Wetter zeitweise etwas gelangweilt wirkte, Trainerin Johanna versuchte, dem Müßiggang durch das Üben von Knoten entgegenzuwirken. Mancher nutzte auch die Zeit und Gelegenheit, mit den Trainern über allgemeine und spezielle Probleme zu reden!
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