Sportbootführerschein

Am 31.01.2019 startet unser Lehrgang zum amtlichen Sportbootführerschein Binnen unter Segel und Motor. Auch der Erwerb des amtlichen Sportbootführerschein See ist möglich. Unser Verein bietet eine vom Deutschen Segler Verband ausgezeichnete Ausbildung. Unser Markenzeichen ist die angenehme persönliche Atmosphäre und die Erfahrungsvielfalt unserer Trainer.
-> Hier gibt es die Informationen.

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Zwei Wimpel auf der Ostsee

Ahoi, ich bin ein Wimpel. Ich bin nicht irgendein Wimpel. Ich bin ein Wimpel des SCW und leuchte eigentlich in den Farben der Stadt Dresden, schwarz und gelb. Von uns gibt es noch ganz viele. Meine Brüder sind auf allen Seen, Flüssen, Meeren und Ozeanen unterwegs.

Nun wehe ich etwas ausgeblichen und zerfranselt unter der Saling und meinem Kameraden auf dem Nachbarboot geht es ähnlich. Warum? Wir haben eine Geschichte zu erzählen.

Wir schmücken die Backbordwanten der SY Mareika und der SY Orion. Nach dem langen Winter beobachteten wir emsiges Treiben auf beiden Booten. Es wurde gehämmert, geschraubt und gepönt. Unmengen an Proviant und Ausrüstung wurden an Bord gebracht, so dass wir gefühlt 20 cm der Wasserfläche näher kamen. Anfang Juni stachen wir in See, huch was waren wir aufgeregt. Leuchtend wehten wir unter der Saling.

Vorbei an kilometerlangen Sandstränden, den Wanderdünen von Leba und der polnischen Steilküste. Stolz präsentierten wir uns vor dem Krantor in Danzig, auch Königin der Ostsee genannt. In Russland begegnete uns die sprichwörtliche Gastfreundschaft. Trotz fehlender Liegeplätze wurde alles Menschenmögliche getan, um uns herzlich willkommen zu heißen.

Im Baltikum lernten wir die Ostsee von ihrer schönsten aber auch von ihrer aufbrausenden, rauen Seite kennen. Wunderschöne Sonnenauf- und untergänge bekamen wir zu Gesicht. Besondere Höhepunkte waren das mediterrane Flair im Kurischen Haff, Mitsommer in Riga, die Altstadt von Tallin und die weißen Nächte im Norden.

Unsere Reise führte uns weiter durch die Inselwelt Finnlands und den Ålandinseln. Dabei überquerten wir auch den 60. Breitengrad. Der nördlichste Punkt war hiermit erreicht, von nun an ging es wieder südwärts durch die schwedischen Schären. Hier mussten wir ganz schön Ausguck halten, denn eine Berührung mit den Steinen kann gefährlich sein. Zeitweise war es ganz schön eng, aber das Fahrwasser war gut betont. In Schweden bekamen wir das „Venusjahr“ deutlich zu spüren. Der Himmel war blau, keine Wolke dafür reichlich Sonne. Selbst die Ostsee hatte Mittelmeertemperatur.

Südlich von Stockholm war es dann soweit. 6 Wochen waren wir zwei Wimpel gemeinsam unterwegs auf Entdeckungstour, nun mussten wir uns trennen. Mein Bruder auf der SY Mareika segelte über Bornholm Richtung Heimat und mich zog es noch etwas nach Westen, in das schwedische Binnenland auf den Götakanal und ins Kattegat und von dort südwärts Richtung Heimat.

Unser Nachbar, das Steuerbordwant, hat öfters mal die Flagge gewechselt. Am letzten Tag waren sie alle 9 gleichzeitig wieder da.

Oftmals wurden wir gefragt, was war das Schönste an Eurer Reise. Wir können es Euch nicht sagen, wir waren einfach nur glücklich. Nach so vielen Tagen und weit über 1000 Meilen auf See könnt ihr Euch nun vorstellen warum wir so aussehen, wie wir aussehen.

Mandy und Tobias Mosemann, Conny und Jens Tusche