Nach einem kurzen Bericht über die Anfahrt durch den Main-Donau-Kanal hieß es Leinen los zu einer Reise entlang der Donau. Der Abend wurde zu einer spannenden Mischung aus Segelbericht, europäischer Geschichte von der Antike bis zur aktuellen politischen Lage in den Donau-Anreinerstaaten und der Präsentation der bekanntesten kulinarischen Spezialitäten der Donaukulturen. So konnte man zwischen unüberwindbarem Wellengang und nervenzehrender Flaute auf der schönen blauen Donau bei Strudel, Topfenknödel und Kaffee den Clubraum als Wiener Kaffeehaus erleben oder Ungarische Fischsuppe in einer Csárda genießen. Als nach 2400 km das Schwarze Meer erreicht war, war der Applaus groß und ein unvergesslicher Bericht leider schon wieder zu Ende.
Das Wetter meinte es leider nicht gut mit den Organisatoren und Aktiven des scheinbar letzten diesjährigen Wassersportereignis. Temperaturen um 6°C und Nieselregen lockte weniger Interessenten als erhofft aus den warmen Stuben. Und dabei hatte nicht nur Radio PSR für das Wriggen geworben. Eine ganze Anzahl Unverdrossene waren es am Ende doch, die den Weg nach Loschwitz nicht scheuten und diese ungewöhnliche Fortbewegungsform kennen lernen oder wieder einmal ausprobieren wollten. Vier kleine Dingis und genauso viele erfahrene Trainer standen dafür bereit. Im Wechsel gingen die 15 anwesenden Junioren und später auch einige Erwachsene aufs Wasser. Später konnte man sich am Lagerfeuer aufwärmen, leckeren Kuchen essen, Knüppelkuchen backen, Würstchen grillen und später mit Bert und Kristin maritime Weihnachtsgeschenke oder Andenken basteln. Ein ganze Reihe Helfer hat geholfen, die Veranstaltung trotz Regen und Kälte zu einem großen Ereignis zu machen. So eine geplante und mit viel Werbung angekündigte Veranstaltung kann man ja schließlich nicht so einfach ausfallen lassen. Auch deshalb freuten sich die Organisatoren über jeden Teilnehmer, waren aber auch ein wenig traurig, dass nur Wachwitzer und Loschwitzer die Einladung wahrnahmen. Mit Sicherheit wird es aber in den nächsten Monaten eine ähnliche Veranstaltung geben. Vielleicht findet im März kurzfristig ein Dingi-Rees statt?!
Das Wetter sah so garnicht nach Rumpokal aus, Windstärke 3, Sonne und 15 Grad, trotzdem fanden sich 11 Segler aus 5 Vereinen in Wachwitz ein. Die erste Wettfahrt führte traditionell in den Loschwitzer Hafen, auch wenn dieser in diesem Jahr nicht der Endpunkt der Regatta sein sollte. Nach einer Pause mit kräftiger Soljanka ging es in diesem Jahr erstmals weiter ins Stadtzentrum zum Sandstrand in Johannstadt. Zentimeterentscheidungen und Punktgleichheit auf den ersten beiden Plätzen sorgten für spannende Wettfahrten. Am Ende gewann Iris Bönisch knapp vor dem Sieger des Letzten Jahres, Thomas Landgraf. Alle Ergebnisse demnächst unter rumpokal.segeln-dresden.de.
Die Idee ist bereits mehrere Jahre alt. Punktuell kenne ich den Main aus der Sicht des Autofahrers, der ihm im tiefer eingeschnittenen Tal bei Karlstadt oder Lohr oder in der doch relativ flachen Gegend um Bamberg mit den vielen Kiesgruben begegnet. Angeregt dadurch wollte ich mehr vom Main sehen und dass aus erster Hand, nämlich vom Boot aus.
Für September 2008 ergab sich relativ kurzfristig die Gelegenheit.
Felix Lentz ist der beste sächsische Opti-B-Segler 2008. In der Deutschen Rangliste 2008 der Optimist-B-Segler erreichte er einen hervorragenden 18.Platz. Das Ergebnis ist beeindruckend und in der Wachwitzer Regattageschichte einmalig. Grundlage für den Erfolg ist neben der Leistungsfähigkeit des Seglers natürlich auch die fundierte Ausbildung im Verein. Besonders wichtig und entscheidend ist aber vor allem die große Unterstützung der Familie Lentz. Felix ist übrigens Mitglied in der Klassenvereinigung (DODV) und wird erst dadurch in der Rangliste namentlich erfasst. Herzlichen Glückwunsch also, Felix! Wir sind stolz auf Dich!