Nach dem anstrengenden und wegen Hochwasser um 2 Wochen verschobenen Arbeitseinsatzes mit Stegaufbau am Sonnabend fand am Sonntag dem 14.05.2006 doch noch das Ansegeln statt. Bei herrlichem Westwind starteten gegen 15:00 acht Segelboote gen Pillnitz. Da hatte selbst Petrus ein Einsehen und stellte das Regengetröpfel ab und wir hatten stromab noch eine trockene und schöne Kreuz. Zuvor aber hatte Neptun dem Clubchef noch die „Zulassungen“ für vier neue bzw. mit neuem Namen versehenen Jachten mit der Bitte um Übergabe zugespielt: So wurde die Windy von Jakob Glück auf den Namen „Tux“ getauft, Thomas Eggerichs neuer Pirat „Oldtimer“ begrüßt, Linda Liebscher und Lutz mit dem 15er Jollenkreuzer „Krümel“ gute Fahrt gewünscht und für unsere Kindergruppe lag auch noch eine Plakette für den neuen Opti bereit.
Mehr als 30 junge Segler und Seesportler aus vier Vereinen nahmen am letzten Wochenende an den Kreisjugendspielen Segeln teil. Nach Testläufen am Samstag wurden am Sonntag die Wertungsläufe in den Disziplinen Knoten, Wurfleine und Manövertechnik absolviert. Als Höhepunkt konnten am Nachmittag bei gutem Wind noch vier Wettfahrten in die Wertung aufgenommen werden. An Land beobachteten ganze Familien ihre Kinder beim Wettkampf. Das schöne Wetter einerseits und beste Bedingungen für Zuschauer machen den See für solche Veranstaltungen besonders attraktiv. Stolz nahmen die Sieger zum Abschluss ihre Medaillen in Empfang. Danke sagen die Aktiven noch einmal den Organisatoren: Helmut Loebe für die Organisation vor Ort, Steffen Böhme für die Gesamtorganisation der Veranstaltung und auch Norbert Colditz für die rechtzeitige Reparatur des Sicherungsbootes "Elbgaleere".
Am Samstag trafen sich einige Mitglieder, um in einem eigentlich kleinen Arbeitseinsatz eine neue Zisterne neben der Bootshalle zu montieren. Nachdem die Grube schon am Freitag ausgehoben wurde, konnten die Mitglieder nun auf den Kran warten. Dieser kam leider etwas verspätet und nach weiteren Verzögerungen durch unwegsames Gelände konnte gegen 14.00 Uhr endlich die Zisterne eingesetzt werden. Vielen Dank vor allem an die Küche, für das einfache aber sehr passende Mittag. Auch den Organisatoren des Arbeitseinsatzes um Thomas Landgraf und nicht zuletzt Hans Heitmann, für die Bereitstellung des Baggers, sowie die unkomplizierte Organisation von dringend benötigtem Material.
Vom 16.-22.4.2006 fand auf dem Stausee Bautzen das Trainingslager der IG-Juniorensegeln Oberelbe statt. 18 Boote in den Bootsklassen Optimist (7), 420er (5), Pirat (3) und Ixylon (3), insgesamt bis zu 29 Teilnehmer aus 3 Vereinen haben damit die Saison eröffnet und bereiteten sich auf die Regatten in diesem Jahr vor. 6 Trainer und 2 Versorgungs-Damen (Küche) haben den 30 jungen Seglern viel geboten. Zugegeben, viel Freizeit blieb den Aktiven nicht, die Zeit wurde intensiv zum Segeln genutzt. Trotzdem bestätigten die Eltern nach der Veranstaltung, dass die Woche nicht nur von Stress durch Frühsport und Flaute geprägt war. Die meisten Kinder kamen ausgeglichen nach Hause. Kein Wunder übrigens, schließlich waren die Bedingungen beim Seesportclub in Oehna optimal, verwöhnten die Versorgungs-Damen speziell die Jüngsten. Das Programm war trotz des geringen Windes vielfältig. Manövertraining wechselte mit Start- und Taktikübungen, auch der praktische Bootstrimm wurde trainiert. Am Abend fielen die Theorieausbildungen durch den täglichen Praxisbezug weniger schwer als im Winter. Leider war die Abschlussregatta durch anhaltende Flaute schlecht geeignet, das Erlernte zu testen. Auch deshalb nahmen sich die Trainer noch vor der obligatorischen Siegerehrung ausreichend Zeit, jedem einzelnen Teilnehmer Anerkennendes und Kritisches mit auf den Weg zu geben. Sie machten dabei deutlich, dass fast jeder Teilnehmer die Zeit gut genutzt hat. Höhepunkt war für viele jedoch die Ausgabe verschiedener Abschlusszertifikate. Neben dem Jüngstensegelschein konnten im Trainingslager die theoretischen und praktischen Prüfungen zum Optikapitän, Wettkampfschotten und Regattakapitän abgeschlossen werden. Unser Großer Dank geht hiermit noch einmal an die Gastgeber, die uns voller Vertrauen, völlig unkompliziert und sehr, sehr gastfreundlich aufgenommen haben. Trotz eines wehmütigen Blicks über die Bucht in Richtung Neumalsitz zum langjährigen Gastgeber BSC haben wir uns nun auch bei den Seesportlern sehr wohl gefühlt.
In Bautzen nutzten wir übrigens erstmalig auch den Opti, den uns die Firma "Holzwaren Simundt GmbH" aus Schmölln-Putzkau spendete. Ein schönes und schnelles Boot übrigens!
Inzwischen hat das Wasser das Vereinsgelände verlassen, die Bootshalle und der Parkplatz sind von fleißigen Mitgliedern bereinigt wurden und auch sonst ist im Verein wieder Normalität eingekehrt. Lediglich die Wiese ist noch etwas weich und schlammig. Jetzt hoffen alle, dass das Wasser schnell genug sinkt, damit wir zum nächsten Einsatz den Steg ins Wasser bringen können, sonst wird es mit dem Saisonbeginn eng.