Nach knapp 10 Stunden Fahrt unter strahlend blauem Himmel konnten wir unsere mobile Sauna endlich verlassen und im organisierten Chaos ein lauschiges Plätzchen zum Zelten suchen.
Während die Landcrew das Wetter am darauffolgenden Tag in vollen Zügen genoss, stand das Segelduo 3h zur Segelvermessung an. Um dann gesagt zu bekommen, dass mit dieser Fock kein Start möglich ist. In einer einstündigen Not- Lötaktion konnte die Regatta gerettet werden, aber dazu mussten dem Unterliek 5mm geraubt werden. (So haben die anderen wenigstens auch eine Chance!) Die Vermessung verging danach wie im Flug. Vermessung erfolgreich, Boot darf leben! Am Ende des Tages winkten heiß ersehnte Gruppenfotos, feierliche Eröffnungsreden und ein Feuerwerk bei Sonnenschein.
Nun heißt es - Segel streichen!
Grüße aus Ribnitz und an Deck alle wohlauf
Sonntag, 21.07.2013: Der Tag begann gemütlich mit entspanntem Frühstück und Campingkaffee. Das Segeln war bei 3(4) Bft. und Einzelbetreuung alles andere als gemütlich. Rote Streifen und Blasen waren die Bilanz von 3h intensivem Salztraining. Fischbrötchen und eine längere Pause mit Filmauswertung richteten wieder auf. Für den Nachmittag stand eine Spiel- und Spassrunde auf dem Programm, um ausgeglichen in den ersten Wettfahrtstag zu starten. Die überaus wichtige und neuentwickelte Handstandtrapetztechnik wurde verfeinert sowie die Schotten auf das Ruder losgelassen. Nach kleinen Tuningmaßnahmen bis in den Abend, waren die Schlafsäcke sehr verlockend.
Montag, 22.07.2013:
0-2 Knoten. Mehr 0 als 2. Stopp. Sind auf dem Wasser. stopp. Liegen in der Hafenanlage. Stopp. Müssen Kuhsturm abwettern.stopp.
A(k)kuter Akkunotstand erfolgreich bekämpft!
Montag: Mit der Sonne im Rücken und einem lauen Lüftchen läuteten die Mädels einen guten Start in die Meisterschaft ein.
...zufrieden in den Schlafsack, hoffnungsvoll in den nächsten Tag.
Dienstag, 23.07.2013:
Heute mal alles nach Plan- außer auf dem Kurs. Ablandiger Wind um 2/3 Windstärken spielten unseren Pfützenseglern eigentlich in die Hände. Aber bei der Wahl der Kreuzseite und gegen die Masse an Meerseglern zogen sie stets den Kürzeren. So blieben leider nur Tickets für Platz 40-aufwärts. Mit einem Sprung ins kühle Nass am Nachmittag konnten sie sich wieder der Sonnenseite der Regatta zuwenden.
Mittwoch, 23.07.2013 (12 Uhr erster Start): An die Sonne hatten sie sich gewöhnt, aber diese huggeligen Wasserberge kamen ihnen zwar entgegen, aber nicht im brauchbaren Sinne. Bei 15-18 Knoten Wind duschten sie im Spritzwasser und kämpften nicht nur gegen die Gegner, sondern auch gegen die Elemente. Mit ihren vorbereiteten Halbwindqualitäten ließen sie andere im Windschatten stehen und gingen danach unfreiwillig baden. In der um 18 Uhr gestartete Abendbrotwettfahrt mussten sie ohne Spi die Verfolgung aufnehmen.
Donnerstag:
Trotz Startverschiebung galt es 4 Stunden in der Sonne zu glühen, bzw. den Trainer zu verglühen. Folge: Hitzschlag mit 39,5°C und keine gestartete Wettfahrt.
Freitag:
Mit Aussicht auf 0 Wettfahrten liefen sie aus. Zwei Wettfahrten bei leichtem Wind um 5 Knoten wurden es dennoch. In diesen Rennen legten sie wieder zu, so dass der Trainer im Ziel immer mit zwei Lächeln empfangen wurde.
Happy End. Auch für Felix, weil er sich nun Vizemeister der Europe nennen darf.
Auf diesem Wege möchten wir, die Segler, der Trainer und die Landcrew, Aaron eine schnelle Genesung wünschen.
die Ergebnisse:
420er "GER 54343", Anissa und Beatrice
Europe "GER 1526", Felix