Vom 01. bis 6.Oktober findet im VSaW in Berlin die Internationale Deutsche Meisterschaft der 470er statt. Eine Aufwärmregatta vom 30.September bis 1.Oktober dient eher dem Einsegeln, statt dem Aufwärmen.
Gemeldet haben 35 Teams aus ganz Deutschland.
Mal sehen, was auf uns zu kommt...

29.08.2013:
Letztes Jahr wollten wir zur IDM und durften nicht. Dieses Jahr kommt die IDM (fast) zu uns, also nichts wie hin. Die Anfahrt war gestern Nachmittag erfrischend kurz, so dass heute Ausschlafen, das Boot und Spass im Mittelpunkt standen.
Den halben Tag tätschelten wir unser Schiff, verpassten ihr so manchen chirurgischen Eingriff mit Silikon. Dabei hatten nicht nur wir Probleme uns mit den Temperaturen anzufreunden, sondern auch die Dichtmasse. So musste der Reisefön als lokale Wärmquelle dienen, um dem Silikon auf die Sprünge helfen.
Der Rest des Tages war gespalten, da wir uns gegen einen Probeschlag entschieden hatten. Zum einen wollten wir Carsten Erkältung nicht heraufbeschwören und zum anderen meine Hand schonen. So hielt Carsten die Stellung im Schlafsack, während ich Berlin eroberte.
Morgen geht es zur Warm-up-Regatta, dem Carl-Martens-Gedächnispreis, um das Revier unter Wettkampfbedingungen zu erkunden. Bezeichnen wir es lieber als realitätsnahes Training.

30.09.2013, Carl-Martens-Gedächnispreis:
Die ganze Nacht durch hielt der Wind an, um pünktlich zum Sonnenaufgang mehr und mehr aufzufrischen. Auf ein gemütliches Frühstück im Windschutz des Zeltes folgte die ungemütlich Mutprobe, die KIamotten auszuziehen und den körperumschmeichelnden Neoprenanzug zu schlüpfen. Bei Winden um 14 kn Böen bis ca. 21kn absolvierten wir drei Blitzwettfahrten. Nach 2,5 Monaten 470er-Pause ist uns der Einstieg mehr als gelungen! Der Speed und die Höhe stimmen endlich, zudem befinden wir uns auf einer Wellenlänge mit dem Wind. So reihten wir uns hinter all den Sailing-Team-Germany-Talenten ein. Das sind zwar immernoch viele Boot, aber es muss ja einen Grund geben, warum sie so ein paar Kringel im Segel haben und wir nicht.
Nach vier Stunden auf dem Wasser hätte man gerne ebenso lange heiß geduscht, aber irgendwann ist der Hunger größer und die Finger schrumpelig.
Morgen Abend steht für uns Vermessung auf dem Plan. Zuvor müssen wir noch die letzten Wettfahrten absolvieren und das gute Gefühl für die kommenden Tage mitnehmen.
Die Kälte und der böige Wind fordern ihren Tribut. Carsten hat sich schon um 19:30 Uhr in den Schlafsack verabschiedet und ich würde gerne seinem Beispiel vom Fussboden der Umkleide folgen. Das ist leider der einzige Ort, der die Kriterien, Windstill, W-LAN und Strom erfüllt.
20:42 Uhr - gute Nacht und Ahoi!