Sonntagmorgen, gegen neun Uhr. Während halb Dresden noch schläft, herrscht auf den Wiesen vor dem Segelclub Dresden-Wachwitz bereits Hochbetrieb. Boote werden abgeladen, Segel ausgerollt – und die Opti-Kids geben mit strahlenden Gesichtern letzte Trimm-Tipps an ihre „großen Schützlinge“. Heute sind nämlich die Rollen vertauscht: Die Erwachsenen segeln die Jüngstenbootsklasse, und die Jugendlichen übernehmen die Verantwortung – als Wettfahrtleitung, Helfer an Land und auf dem Wasser.


Der Rumpokal ist längst mehr als nur ein Rollentausch – er ist eine kleine Tradition, jede Menge Spaß und ein fröhliches Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern, die man im Laufe des Jahres viel zu selten sieht.
Nur der Wind hatte diesmal andere Pläne und beschloss, lieber auszuschlafen. Schon die Vorhersage klang wenig verheißungsvoll – und sie sollte leider recht behalten. Was über die Elbe wehte, war eher ein Hauch als ein Lüftchen. Doch das hielt niemanden davon ab, trotzdem ehrgeizig um die besten Plätze zu kämpfen und den schnellsten Weg stromab zu suchen.
Ich selbst war dank zweier misslungener Starts schnell aus dem Rennen um die vorderen Plätze raus – was mir immerhin die Gelegenheit bot, das Feld ganz entspannt von weiter hinten zu betrachten. Zur Krönung folgte dann noch ein ungewolltes Bad im Loschwitzer Hafen – bei den aktuellen Wassertemperaturen definitiv nicht empfehlenswert! Für die Schwergewichtswertung haben die nassen Sachen leider auch nicht gereicht…
Vorne wurde es dafür umso spannender: Thomas fand konsequent den schnellen – und manchmal sogar den schnellsten – Weg stromab und gewann verdient den begehrten Wanderpokal. Jens und Uwe lieferten sich dahinter ein echtes Fotofinish um den Holzbootpokal – am Ende entschieden ganze zehn Zentimeter zugunsten von Jens. Uwe ging aber nicht leer aus, der siegte in der Schwergewichtswertung.
Zum Schluss bleibt nur noch eines zu sagen: Ein riesiges Dankeschön an alle Organisatoren, Helfer und jugendlichen Wettfahrtleiter, die diesen Tag jedes Jahr zu etwas ganz Besonderem machen. Denn am Ende sind wir alle irgendwie und nehmen einen Tag voller schöner Erinnerungen mit nach Hause. Und natürlich mit der Vorfreude auf den 29. Rumpokal 2026 – hoffentlich dann wieder mit etwas mehr Wind (und weniger unfreiwilligen Badegängen)! BU