Sonst begleiten uns zum Ansegeln jedes Jahr die Dampfer der Weißen Flotte mit ihr Dampferparade, dieses Jahr war es anders. Das lange 1.-Mai-Wochenende nutzen wir für eine Stromabfahrt. Anlässlich unseres 75. Vereinsjubiläums und des 95. Jubiläums der Meißner Segler veranstalteten wir zusammen mit Radebeul die Dreistädtefahrt Dresden-Meißen-Radebeul. Insgesamt nahmen daran 16 Boote, davon 10 aus Wachwitz teil, in Summe also gut 40 Segler aus 4 Vereinen - neben den 3 Veranstaltern noch Fortschritt Pirna.
Bereits am Vorabend reisten die ersten Teilnehmer an und die Segler feierten gemeinsam an der Feuerschale. Nach einer zünftigen Eröffnung gings mit Zwischenstopp im Loschwitzer Hafen – wir liesen die Dampfer passieren – weiter die insgesamt 33 km bei leichtem Westwind stromab. Manche Böen verlangten sogar das Ausreiten. Als das Meissner Spargebirge sich langsam näherte, merkten die Teilnehmer, das auch Elbsegeln bei leichtem Wind anstrengend ist. Schließlich war die Elbe bei knapp 70 cm Pegel nicht gerade kreuzfreundlich. Einige griffen zu Motor und Schleppleine. Die Meißner Segler waren sehr gastfreundlich, es gab Gegrilltes, Soljanka, Meißner Wein und morgens sogar ein Seglerfrühstück. Abends wurden noch die 2 Minuten Seglerbilder von der ersten Etappe bis zum Hafen im MDR geschaut.
Der 2. Tag grüßte wieder mit Sonnenschein. Leider drehte der Wind auf wieder „Gegen an“. „Gegen an“ und mit dem Strom geht, gegen Strom und Wind hilft nur Motorkraft. Also ging es die 12 km stromauf nach Radebeul mit Motorkraft bzw. im Schlepp. Die Radebeuler Segler standen den Meißnern in Punkto Gastfreundschaft in nichts nach. Und so wurde auch dies ein gelungener 2. Abend. Sonntag erfolgt dann die Rückreise auf der Elbe oder auf der Straße.
Die 3-Städtefahrt war eine würdige Veranstaltung für das 170-Jahre-Jubiläum. Olaf lud bereits für 2031 zum 100. Jubiläum des Meißner Segelvereins ein, vielleicht wieder als 3-Städte-Fahrt. JT, Fotos T. Tauchitz, T. Eggerichs, J. Tusche

















