11:30 Uhr: Auch wenn Hilfe im Moment nur sehr begrenzt möglich ist, brachte ein Starkstromgenerator heute Erleichterung bei gewissen Bedürfnisen. Dank der Thümer-Landschaftsbau GmbH konnten wir die Abwasserhebeanlage wieder in Betrieb nehmen und damit Toiletten und Duschen im Clubhaus nutzen. Von stillem Örtchen kann aber auf Grund der laufenden Generatoren nicht die Rede sein.
Die Steganlage liegt weiterhin erfreulich ruhig im Strom. Ein Stamm, der sich in der momentan nicht genutzen Normalwasserkette verfangen hat, wird voraussichtlich aber erst bei fallendem Pegel geborgen werden können.
Können wir helfen - fragen viele! JA, aber erst, wenn sich das Wasser zurückzieht! Denn dann heißt es, Gebäude und Gelände schnell vom Schlamm zu befreien und demontierte Einbauten (Möbel, Tore, Fensterscheiben) schnellstmöglich zu montieren! Dafür ist jede helfende Hand gern gesehen! Bis dahin heißt es aber, die Kräfte zu sammeln! --------------------------------------------------------------------------------------------------------- Heute nacht gegen 4 Uhr erreichte das Wasser den Eingang zum Clubgebäude! Ab sofort ist eine ständige Überwachung des Notstromaggregates und der Situation im Clubgebäude notwendig - in der Erinnerung aus 2002 war vor allem der Geruch und der ständige Krach eine arge zusätzliche Belastung für die Verbliebenen! Zahlreiche Helfer hatten am Dienstagabend noch einmal mit angepackt und das Erdgeschoss leer geräumt. Auch die Holzeinbauten aus dem Clubraum wurden fast komplett demontiert und nach oben geschafft! Inzwischen sind wegen gefährlichem Treibgut alle Boote vom Steg entfernt, manche liegen unterhalb der Bootshalle, manche wurden noch rechtzeitig mit dem Trailer abgeholt. Die Jollen sind so weit wie möglich nach oben geschoben worden! Nun gilt die Sorge dem Steg selbst, denn ihn treffen immer wieder vorbeitreibende Bäume, Heuballen, Häuser, Schuppen, Fahrwassertonnen und vieles andere! Ab jetzt heißt es für viele Warten! Der Verein ist nur noch schwer erreichbar, Baustellen auf der Bautzener und auf der Wachwitzer Bergstraße machen gemeinsam mit der Sperrung des Blauen Wunders und der Sperrung der Pillnitzer Landstraße die Anfahrt vom anderen Elbufer zur Weltreise! Der Dank geht nun an die, die seit Tagen fast ununterbrochen in Wachwitz arbeiten. und an die vielen Helfer, die die Mitglieder unterstützen. Vor allem die jungen "Alten Hasen" - also diejenigen, die das Hochwasser 2002 bereits als Jugendliche miterlebt haben und nun in der erweiterten Ausbildung sind sowie das Hausmeisterehepaar und der Vorsitzende sind fast ständig in Wachwitz aktiv. -------------------------------------------------------------------------------------------------- Kräfte sammeln und Strategien überdenken - das ist jetzt wohl das Wichtigste! Denn das große Aufräumen wird viele Hände brauchen und gute Koordinatoren des Ganzen.
Das Wasser hat den Clubeingang erreicht. Wir haben einige Türsteher und Rausschmeiser aufgebaut. Zugang gibt es nur noch für VIPs über den Seiteneingang. Mit Blick auf Prag und Melnik haben wir die Hodffnung das Kind noch in trockenen Tüchern halten zu können. Wachwitz ist jetzt nur noch über die Wachbergschänke ereichbar.
Nun geht es daran Nachtwachen einzuteilen. Die Rausschmeiser arbeiten, aber der Druck wird größer. Auch das Mauerwerk ist langsam durchlässig. Im Clubraum stehen schon 5cm. Alles darüber hinaus fließt direkt zum Rausschmeiser. Morgen erwarten wir den Scheitel und hoffen, dass die Türsteher halten.
ACHTUNG - WICHTIG - alle Boote sollten so schnell wie möglich vom Steg genommen werden! Das angeschwemmte Treibgut (große Bäume, .....) bedroht inzwischen nicht nur die Steganlage, sondern auch die daran befindlichen Boote! Eile ist geboten! Das Blaue Wunder ist inzwischen für Autos gesperrt, eine Sperrung für Fußgänger wird frühestens ab einem Pegelstand von 8,50 Metern wirksam. Schon vorher allerdings ist damit zu rechnen, dass die Pillnitzer Landstraße nicht mehr befahrbar ist! Dann ist der Zugang zum Verein nur noch über den Oberwachwitzer Weg möglich! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Können wir helfen - fragen viele! JA, aber erst, wenn sich das Wasser zurückzieht! Denn dann heißt es, Gebäude und Gelände schnell vom Schlamm zu befreien und demontierte Einbauten (Möbel, Tore, Fensterscheiben) schnellstmöglich zu montieren! Dafür ist jede helfende Hand gern gesehen! Bis dahin heißt es aber, die Kräfte zu sammeln! Ziel ist es, dass die Teilnahme am Elbhangfest und die Landesjugendspiele Segeln am letzten Juniwochenende trotz alledem möglich ist und nicht - wie das Pirnaer Stadtfest abgesagt werden muss! ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Neben der Treibgutbeseitung am Steg - die aus Sicherheitsgründen zur Zeit wahrscheinlich letztmalig erfolgen kann - ist heute 17 Uhr ein weiterer Einsatz geplant!
Auch wenn der Steg dank der neuen Technik (Einklappen des Zulaufsteges statt Abwerfen) für das Hochwasser gut ausgerüstet ist, wird das aktuelle Hochwasser dem Verein neben viel Arbeit auch Schaden bringen! Auch heute wird zur Schadensbegrenzung wieder jede Hand gebraucht. Die Prognosen sind beunruhigend, erste Stimmen reden von 9-Meter-Pegel! Obwohl die Wachwitzer besser vorbereitet sind als 2002, so ist doch viel zu tun und Schaden nicht vermeidbar! Neben der Sorge um den Steg und die zur Zeit noch daran befindlichen Boote steht die bange Frage, ob das erst 2004 rekonstruierte denkmalgeschützte Clubhaus mit dem wunderschönen, durch die Mitglieder liebevoll selbstgestalteten Clubraum vor dem Wasser bewahrt werden kann! Ab Pegel 8,2 m wird die Schwelle am Eingang überflutet! Dieser Pegel ist Mittwoch, spätestens Donnerstag erreicht. Aus diesem Grund ist Eile geboten! Inzwischen wurde für erste Stadtteile Katastrophenalarm ausgelöst, leider auch für die von Seglern bevorzugten Wohnlagen Zschachwitz und Laubegast! Ab 7,1 m droht außerdem für Autos (!) eine Sperrung des Blauen Wunders! Das ist besonders dramatisch, weil die günstige Ersatzroute über die Bautzener Landstraße durch die elbnahe Umleitung vorbei am Diagonissenkrankenhaus wegen Überschwemmung dann wohl auch nicht mehr befahrbar ist! Der heutige Hochwassereinsatz hatte vor allem das Ziel, das Erdgeschoss des Clubgebäudes zu beräumen! Viele Helfer packten mit an, neben den Mitglieder waren auch zahlreiche Eltern der Segelkinder dabei, aber auch Freunde und Bekannte von Clubmitgliedern! So konnten sowohl das Büro als auch der Clubraum leergeräumt werden. Außerdem wurden die hölzernen Hallentore demontiert (sie waren 2002 aufgeschwommen und abgetrieben) und Hallenfensterscheiben gesichert! Am Dienstag wird zum Einen wieder die Beseitigung von Treibgut an der Steganlage notwendig sein (10 Uhr), am Nachmittag soll dann der Holzeinbau des Clubraums und die Kücheneinrichtung demontiert werden! Außerdem tut ein wenig Ordnung Not, in den oberen Etagen ist davon zur Zeit nur wenig spürbar! Nach wie vor fehlt ein Flutschutz für das Erdgeschoss. Der soll am Dienstag installiert werden. Damals - 2002 - wurde der Clubraum mit Pumpen solange vor der Flutung geschützt, bis das Wasser an den Fenstern stand (Pegel 9,3 m)! Ein wenig Zeit ist noch,.... ! Der nächste große Einsatz ist am Dienstag 17 Uhr! Auch wenn das Blaue Wunder für Autos gesperrt ist, kann die Pillnitzer Landstraße noch befahren werden!
Der Sonntag war geprägt von großen Einsätzen im Verein. Das Wasser steigt unaufhörlich und die Prognosen werden leider immer in die falsche Richtung verändert. Inzwischen wurden in Wachwitz viele Maßnahmen getroffen, die große Bootshalle freingeräumt, die Winde demontiert, die Jugendboote in Sicherheit gebracht. Und trotzdem steht allen die Sorge im Gesicht - wie hoch wird es noch steigen? Mindestens 2x täglich wird die in Hochwasserlage gebrachte Steganlage vom Treibgut befreit - bleibt nur zu hoffen, dass die vielen schweren - in der Elbe treibenden - Baumstämme am Steg vorbei treiben. Klar ist schon jetzt ,dass entgegen der ursprünglichen Hoffnung, die Bootshalle komplett geflutet wird und auch Parkplatz und Hof im Vereinsgelände von den Fluten eingenommen werden! Deshalb ist die aktive Mithilfe aller Mitglieder unbedingt notwendig, um Gefahren abzuwenden.
Der Pegel steigt langsam weiter- nicht nur im Bereich der Dresdner Elbe, sondern auch an den tschechischen Zuflüssen Berounka, Zazava, Vtava (Moldau), Labe (Elbe oberhalb Melnik) .....! Sicher ist schon jetzt, dass der Fluss das Vereinsgelände betreten wird, es ist leider auch nicht mehr auszuschließen, dass die Elbe auch bis zum Tor der Großen Bootshalle steigt! Deshalb sind in Wachwitz nun mehrmal täglich Hochwassereinsätze notwendig. Unser Vorsitzender koordiniert die Einsätze, so dass die Kräfte sinnvoll eingeteilt werden und nicht vergeudet werden! Heute vormittag werden - parallel zu dem ständigen "Rücken" des Steges auch die Zaunsfelder abgebaut und der untere Trockenliegeplatz geräumt, steigt das Wasser weiter, muss die Winde und der Ersatzstegbelag vor der Bootshalle in Sicherheit gebracht werden. Bleibt zu hoffen, dass der Dauerregen endlich aufhört und die Sonne ein wenig zur Unterstützung beiträgt!
Die Niederschläge der letzten Tage haben den Pegelstand der Elbe erheblich verändert. So musste am Freitag das Wassertraining ausfallen, stattdessen gab es für die 420er ein attraktives Trapez-Training in der regensicheren Boothalle. Die Optisegler nutzten die Zeit zum Ordnen ihrer Riggs und Segel und Trainer Jakob hatte alle Hände voll zu tun, die 3 Jugendbootsschäden der letzten Wochen zu reparieren! Leider wurden auch die Kreisjugendspiele am Sonntag mit gemeinsamen Segeltörn nach Loschwitz abgesagt. --------------------------------------------------------------------- Statt Segeltraining sind die Mitglieder nun damit beschäftigt, die Steganlage im Hochwasser zu sichern! Am Freitagabend wurde der erste Lichtmast gelegt, die Techniker Wolfgang und Marco haben währenddessen erstmals die Funktion des Zulaufsteg getestet - er wurde "rangeklappt" und liegt nun strömungsgünstig parallel neben den Röhren. Damit hat die neue Konstruktion von Hartmut und Lothar seine erste richtige Bewährungssituation bestanden, die Technik funktioniert wunderbar. . Ab sofort muss die Steganlage für die Dauer des Hochwassers durch die Mitglieder ständig überwacht werden! Die Beseitigung von Treibgut und das "Rücken" der Steganlage mittels Winden fordert mehrfach täglich aktive Helfer. Wenn die Elbe das Gelände selbst erreicht (Pegel ca. 5,50- 6,00 m), müssen die Zaunsfelder ausgehangen und der untere Trockenliegeplatz beräumt werden. Auch dafür werden viele Hände gebraucht! Die Einsätze werden durch einen Mailverteiler angekündigt, jedes Mitglied sollte deshalb täglich seine Mails checken. Bleibt zu hoffen, dass das Hochwasser ohne größere Schäden verläuft und die zur Zeit angekündigten Pegelstände nicht erreicht werden! Infos und Pegelstände sowie täglich aktualisierte Hochwasserwarnungen sind unter www.umwelt.sachsen.de zu finden!
Felix Lentz (Europe) hat in den Maiwochen intensiv an Ausscheidungsregatten teilgenommen und sich damit für die Jugendeuropameiterschaft in Brest qualifiziert Für sein nächstes großes Ziel - die Teilnahme an der Weltmeisterschaft - wird er in den kommenden Wochen in Kiel (Kieler Woche) und bei den Open Week in Sonderborg (Dänemark) um Qualifikationspunkte kämpfen!
Während bei der durch den SCW organisierten Strommeisterschaft auf der Elbe um vordere Plätze gekämpft wurde (Bericht folgt), trat ein Wachwitzer 420er an der Bleilochtalsperre zur Qualifikationsregatta für die deutsche Meisterschaft an. Mit Punktgleichheit belegte unsere Juniorenmannschaft Anissa Renner / Beatrice Ulbrich nach 5 Wettfahrten einen guten Platz 2 in einem beachtlichen Feld von zwanzig 420ern!
Wir wünschen den drei erfolgreichen Junioren dabei viel Glück und Erfolg!