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An- / Absegeln

Diese kombinieren wir An- und Absegeln zu einem Wochenende am 03. und 04. Oktober. Hier die Ausschreibung.

70 Jahre SCW

Anlässlich 70 Jahre SCW planen wir im kommenden Jahr eine Jubiläumsfahrt. Alle Informationen gibt es hier.

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Traditionell - und bei einem im Gegensatz zum Vorjahr eher niedrigen Elbpegel - hat der SCW am 1. Mai gemeinsam mit der Dampferparade der Sächsischen Dampfschiffahrt offiziell seine Saison eröffnet.

Noch vor dem Ablegen der Boote gab es ein erstes Highlight, nämlich eine Bootstaufe: Die Geschäftsführerin unseres Sponsors, Frau Bellan, stellte mit einem Glas Sekt unsere neue 420er Segeljolle "in Dienst". Das Boot konnte vor allem durch die großzügige Unterstützung der BELLAN Restaurant & Catering GmbH angeschafft werden - und ist mit seiner Jugendmannschaft bereits in seiner ersten Saison für eine Vielzahl von Regatten "gebucht". Der Name des Bootes mag zwar nicht ganz jugendgemäß sein, zeigt aber die Verbundenheit der Wachwitzer Segler mit den Annehmlichkeiten ihres Revieres: Die Rebsorte "Goldriesling" - so der Name des Bootes - wird nur noch an den sächsischen Elbhängen ausgebaut.

Bei strahlendem Sonnenschein, aber empfindlich kühlen Temperaturen legten anschließend insgesamt 16 Boote des Vereins parallel zur Elbdampferflotte vom Steg in Wachwitz ab und begleiteten die Schiffe zunächst bis auf Höhe der Hosterwitzer Schifferkirche. Nach kurzer Pause vor Anker ging es dann weiter elbauf, vorbei am Schloß Pillnitz bis zur Wesenitzmündung bei Heidenau. Dabei wehte es bereits so frisch, daß einige Jollen große Strecken unter Segel gegen die Strömung zurücklegen konnten. Auf jeden Fall aber erlaubte der Wind nach dem "Anker auf" eine zünftige Kreuz elbabwärts zurück nach Wachwitz.

In diesem Sinne allen Elbseglern ein herzliches "Mast- und Schotbruch" für die Saison 2007 !
(Die Berichte wurden zum großen Teil durch die Teilnehmer selbst erstellt, sind jedoch eher nicht freiwillig entstanden. Wie immer verpflichteten sich die Teilnehmer an der Bergfestregatta durchs Kleingedruckte in der Meldung dazu)


1. Tag – 08.04.07 (zwei unerkannt bleibende)

Früh um 9 Uhr ging es im Club los. Die Hänger mit den Booten wurden angehangen und nach Bautzen gezogen, wo wir etwa 10.30 Uhr eintrafen. Das Quartier war wie gewohnt schön und wir wurden mit Linsensuppe empfangen. Danach wurden weiter Boote aufgebaut und danach ging es schon auf´s Wasser. Bei gutem Segelwind wurden fleißig Trapez fahren und Starts geübt. Ein Opti ist gekentert und Anna begann schon mal mit dem Anbaden. Doch irgendwann waren wieder alle sicher am Ufer und am Abend fielen alle geschafft ins Bett.


2. Tag – 09.04.07 (Maria und Paul)

Bei Windstärke 5, in Böen 6, gab´s zeitgleich zwei 420er-Kenterungen (Elbling und Moby Dick). Schnell wurden zwei gefährdete, weil ohne Neopren segelnde, Jugendliche geborgen, um Unterkühlungen zu vermeiden. Paul Bönisch, Carsten Böhme, Maria Effenberger und Johannes Richter richteten mit vereinten Kräften die Boote wieder auf. Nach dem stärkenden Mittag, was wir unseren Küchenfrauen Christa und Brigitte zu verdanken hatten, und einer kurzen Pause ging es wieder auf´s Wasser. Da die Elbling- Mannschaft ihren Spibaum verlor, gingen wir mehrfach auf die Suche. Leider ohne Erfolg. Einige erfahrene Mannschaften machten am Abend noch einmal eine zusätzliche Runde über den See. Das Abendbrot war auch lecker, Danke.


3.Tag – 10.04.07 (Sarah und Robert)

Wie die beiden Tage zuvor, begann der Tag 7:30 Uhr mit dem Wecken und dem 7:45 Uhr folgenden Frühsport. Danach gab es Frühstück. Am Vormittag wurden bei ziemlich böigem Wind (Windstärke 3-5) Wenden, Halsen und Spinnaker-Manöver geübt.

Zum Mittag gab es Spaghetti, gefolgt von einer Mittagspause, die von fast allen bereitwillig angenommen wurde. Am Nachmittag lag der Schwerpunkt bei den Rollwenden.

Am Ende dieses anstrengenden Tages waren alle froh, als es dann Abendbrot gab. Nach der täglichen Auswertung mit Steffens Videokamera fielen alle, von der Anspannung des Tages befreit, in ihre Betten.


4.Tag – 11.04.07 (Anne)

Nach dem ungeliebten Frühsport mussten einige erst mal den Stopperstek lernen. Danach wurden die Boote au den spiegelglatten See hinaus geschoben und in Schlepp genommen, um die neu erworbenen Kenntnisse gleich praktisch anzuwenden. Die 7 Zweimannboote wurden von Triton mit Trainer Steffen in den Schlepp genommen und die 12 Optis wurden an die Elbgaleere mit Trainer Iris gehängt (sie wurden dabei von 2 (!) Schlauchbooten unterstützt. Während die Jugendboote recht schnell damit fertig waren, benötigten die 12 Optis etwa 60 Minuten, um alle mit Stopperstek an der Schlepptrosse fest zu sein / Iris!) Auf dem See wurden später Spinnakerhalsen und Rollwenden geübt, bevor wir gegen Mittag reintrieben. Am Nachmittag startete die Bergfestregatta, bei der die Trainer uns mit ihrem Kleingedruckten im Anmeldeformular mal wieder über`s Ohr hauen wollten (irgendwie mussten wir doch an die Tagesberichte kommen, oder? Iris). Doch aufgrund von akutem Windmangel wurde nach mehrmaligem Tonnen umlegen und Startversuchen die Regatta abgeblasen und wir konnten uns in aller Ruhe reintreiben lassen.


5.Tag – 12.04.07 (Laura und Anna)

Nach einem aggressiven „Rise-Rise“ früh halb acht wurden wir von den Trainern zum Morgensport genötigt. Nach Dehnen, Strecken, Turnen und Rennen hatte auch langsam der Letzte begriffen, dass an diesem Tag so schnell kein Wind aufkommen würde. Trotzdem hatten die Trainer kein Erbarmen: Wir mussten über den See dümpeln. Um die Zeit nicht ganz sinnlos verstreichen zu lassen, wurde mal wieder ein materialschonender Schleppzug formiert und bis zur Staumauer geschleppt. Das dauerte ein Weilchen.

Dort angekommen übten wir bis zur endgültigen Perfektion ( ;-) ) Rollwenden, Spinnaker setzen und Spinnakerhalsen.

Das gänseblumige Mittagessen motivierte uns für die Bergfestregatta, für die wir uns ja am Vortag bereits angemeldet hatten. Nachdem wir die Boote aufgebaut hatten, stürzten wir uns voller Elan in die Flaute. Als die Zweimannboote schon mehr oder weniger viele Meter hinter sich gebracht hatten, wurde die Wettfahrt abgebrochen (vor allem, weil die Optimisten noch viel größere Probleme hatten, über den Kurs zu kommen / Iris).

Auf dem Heimweg wurden A-Schein-Manöver geübt. Danach paddelten wir so schnell es ging Richtung lecker Abendbrot, detaillierte Auswertung und Schlafen mit dem Gedanken, daran dass es in wenigen Stunden wieder zum Morgensport gehen wird (wenn ich mich recht erinnere, war das der Tag, an dem das Videokabel im großen Schlafsaal der Jungs eingezogen wurde / Iris).


6.Tag – Freitag, der 13.04.07 (Johannes)

Am 6.Tag haben wir vormittags Spibaum und Rollwenden geübt. Außerdem wurden wir noch in Schlepp genommen. Wie immer wurden wir natürlich auch wieder gefilmt.

Morgens war die erste Stunde Flaute aber danach baute der Wind sich immer mehr auf. Die Sonne schien wenigsten. Nachdem wir fleißig geübt hatten durften wir zum Mittagessen ranfahren.

Die Mittagspause war nicht so lang wie die anderen davor. Nach der Mittagspause sind wir wieder rausgefahren. Der Wind hatte sich jetzt mindestens bis Windstärke 3 in Böen 5, aufgebaut. Bei diesem Wind konnten die meisten gut Trapez üben.

Die Trainingsregatten haben angefangen und die Optis starteten von den 2-Mann-Booten getrennt. Wir fuhren insgesamt 3 Wettfahrten. Beim 2. Start gab es eine Kollision mit Moby Dick und Reblaus. Es verbog den Mast der Reblaus in Deckshöhe um etwa 7°, weil der Baum an der Wante hängen geblieben ist. Ich und mein Vorschoter hatten das Boot nicht gesehen. Wir hatten auch keine Vorfahrt. Da wir auch nicht das Wort „Raum“ hörten, wussten wir immer noch nicht, dass die Reblaus sich in unserer Nähe befand. Als mein Vorschoter mir sagen wollte, dass ein Boot kommt, war es leider schon zu spät. Der 3. Start war dann ein Getümmel am Startboot, wo es auch leichte Bootsberührungen gab. Aber ansonsten war es ein schöner Segeltag. Wir sind dann reingefahren und haben die Boote abgebaut. Dann gab es Abendbrot und noch etwas Theorie incl. Auswertung. Das war der 6.Segeltag im Trainingslager Bautzen 2007.


7.Tag – 14.04.07 (Trainerin Iris)

Der Samstag begann wie in jedem Jahr anders als die Tage zuvor. Statt Frühsport wurden Taschen gepackt. Vor allem die 2-5 Bettzimmer sollten bis zum Frühsport geräumt sein, die Taschen wurden im Schlafsaal der großen Jungs abgestellt. Unglaublich, wie lange die Kids brauchen, um zu packen. Nach einer Stunde waren nur wenige wirklich fertig und in den Zimmern der Jungs häufte sich auch der Müll. Also startete ich erst einmal eine erste Kehraktion (man will sich ja vor den später reinigenden Eltern nicht unbedingt blamieren). Und dabei hatten alle in den Tagen zuvor das Saubermachen trainiert, gab es doch täglich einen Reinigungsdienst für die verschiedenen Räume, Gänge und Toiletten.

Nach dem Frühstück wurden die letzten beiden Wettfahrten gestartet, für die Zweimannjollen wiederum in Yardstick-Wertung, um auch dem roten 420er eine Chance zu geben. Jedoch sah man der Mannschaft an der Luvtonne bei jeder Rundung an, dass Ehrgeiz und Motivation viel zu gering waren, um diese Chance auch zu nutzen.

Ansonsten war das Beobachten des Geschehens ein Genuss, sah man doch deutlich, wie sich die Segler in der Trainingswoche entwickelt haben, wer sich das Gehörte gemerkt hat und wer es auch umsetzen konnte. Um das Erlernte auch den Eltern zu zeigen, segelten alle Bootsklassen in Richtung Steg mit besonderen Aufgaben. Die Optimisten präsentierten sich in sauberer Kiellinie und die 2Mann-Boote zeigen in einem synchronen und dadurch sehr eindrucksvollen Rollwenden- und Spinnakerhalsen - Tanz, was sie gelernt haben. Nicht nur die Eltern, sondern auch viele andere Zuschauer schauten bei diesem Schauspiel zu.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden Boote verladen und einige auswertende Eltern-Trainer-Gespräche geführt. Bei der anschließenden Auswertung konnten nicht nur die Platzierungen der Tageswettfahrten bekannt gegeben werden. Außerdem wurden sieben Jüngstensegelscheine, eine Seebärchenurkunde, zwei Optikapitäne und zwei Elbtaklinge verliehen. Sie sind das Ergebnis mehrerer absolvierter Prüfungen. Die beiden Küchendamen erhielten das Zertifikat "Küchenbeste". Auch sie haben ihr Können ausreichend unter Beweis gestellt, ließen sich auch durch die verrücktesten Sonderwünsche nicht aus der Ruhe bringen, regierten im Vereinshaus mit Ruhe und Freundlichkeit und sorgten immer wieder für kulinarische Überraschungen (Pizza, Gänseblümchen.....).

Eine zusätzliche Bereicherung waren in dieser Woche drei junge SCW- Trainer. Jakob beeindruckte vor allem durch seine unermüdliche und geduldige Betreuung der Optisegler. Max und Benjamin gaben viel von ihrer Erfahrung als gute Regattasegler weiter und brachten auch den Trainern viel Neues bei. Nur an Land vergaßen sie manchmal, dass sie als Trainer angereist waren und ließen sich ab und an von den jungen, wirklich hübschen und ausgesprochen netten Segelmädels ablenken!


Rückblickend schätzen die Trainer das Trainingslager als sehr erfolgreich ein. Obwohl sich das Training anders als in den Vorjahren leider sehr an den vielen Neulingen orientierten musste, wurde viel erreicht.

Bedrückend sind nur die vielen Materialschäden. Trainer Bert hatte manchmal den ganzen Vormittag zu tun, um zu laminieren und zu spachteln. Mancher Segler verwechselte scheinbar Segeln mit Autoscooter oder war trotz der intensiven Winterausbildung mit den Vorfahrtsregeln völlig überfordert. Der schwerste Schaden entstand am (schwarzen) Freitag, als an einem guten 420er der Mast verbogen wurde. Mit Einfallsreichtum und Unterstützung der Mannschaft konnte Bert ihn halbwegs richten, so dass die Reblaus die letzten beiden Wettfahrten vorsichtig mitsegelte. Wie das Problem zu Hause gelöst wird, ist noch unklar, denn der Ersatz des verlorenen Spibaums (Elbling) und verbogenen Mast (Reblaus) übersteigt die finanziellen Mittel des SCW-JC.


Die Anmeldung für das Trainingslager im kommenden Jahr habe ich bereits vorsorglich beim Seesportclub Oehna "abgegeben". Die herzliche Aufnahme dort und die guten Bedingungen sind dafür Grund genug. Vielen Dank noch einmal für die Gastfreundschaft.
Zum traditionellen Frühschoppen im Februar stand ein ganz wichtiges Thema an:
„Der Jollenkreuzer Greif und seine Perspektiven im SCW“
Wie wichtig dieses Thema war zeigt die deutliche Resonanz, dass es immerhin 17 !! Mitglieder (Teilnehmerrekord an einem Frühschoppen) bewogen hat an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
Dank der guten Vorbereitung von Steffen Böhme und Thomas Landgraf mit Präsentation von Bildern, Auflistung von Mängel sowie der finanziellen Entwicklung dieses Clubbootes war eine Diskussionsgrundlage geschaffen worden. Es wurden Tabellen zur Meinungsumfrage (Verbesserungen am Boot, Nutzungsziele, Urlaubsfahrten usw.) erstellt, die von den Teilnehmern ausgefüllt worden sind.
Im Ergebnis der sehr sachlich geführten Diskussion waren sich die Teilnehmer dieses Frühschoppens mit deutlicher Mehrheit einig, dass der Greif als Clubboot, auch zur Integration von neuen Clubmitgliedern sowie Mitgliedern ohne eigenes Boot dieser Bootsklasse unbedingt erhalten werden muss. Der Greif ist nicht so schlecht wie sein derzeitiger Ruf. Es wurde auch das kursierende Gerücht der derzeitigen finanziellen Belastung für den Club entkräftet.
Natürlich sind in der nächsten Zeit viele Arbeiten am Boot erforderlich, es ist ein Kraftakt. Zur Verbesserung der derzeitigen Situation erklärten sich im Ergebnis dieses Frühschoppens Steffen Böhme und Thomas Landgraf bereit, aktiv um die Organisation des Greifs zu kümmern. Eine Idee war auch durch gezielte Angebote von Gästen oder Sponsoren Geldquellen für die erforderlichen Arbeiten zu gewinnen.
Eine rundum gelungene Veranstaltung fand ihren Abschluss bei einem köstlichen Mittagsschmaus (Hackfleischpfanne), diesmal serviert von Hardy Mittag – Vielen Dank auch dafür.
Die für dieses Jahr letzte Aktion der Junioren und Trainer vom SCW und WDL war am Mittwoch vor Weihnachten ein sportlicher Mehrkampf in der Turnhalle. 12 Kinder und Jugendliche absolvierten in 2 Wertungsgruppen mehrere Stationen. Das Aufgebot an Trainern war maximal. Jede Station wurde durch einen Betreuer abgesichert. Dabei war vor allem die Vorbereitung gar nicht so einfach, denn die Turnhalle wird völlig ohne Geräte vermietet. So musste improvisiert und das wichtigste Zubehör mitgebracht werden.
Die Sieger in den einzelnen Disziplinen variierten, es gab die unterschiedlichsten Favoriten. So waren Carsten und Maria die schnellsten Seilspringer, Felix und Tobias Sch. (WDL) beeindruckten bei den Seemannsknoten. Dominik sprang beim Schlussdreisprung besonders weit. Bei den Liegestützen taten sich Viktor und Maria besonders hervor und bei den Zielwürfen Felix L. und Dominik.
In der Gesamtwertung setzten sich folgende Junioren durch:
Jugend: 1. Carsten Böhme, 2. Felix Hempel, 3. Maria Effenberger
Optimist: 1. Felix Lentz, 2. Sebastian Schiffel (WDL), 3.Viktor Waldleben

! Nicht alle können Sieger sein - beim Weihnachtspokal waren jedoch alle Teilnehmer auch Gewinner! So jedenfalls meinten es bei der Auswertung die Trainer, denn alle haben ehrlich gekämpft und gute Leistungen gezeigt. Schon durch ihre aktive Teilnahme machten sie deutlich, dass sie sportlichen Ehrgeiz haben und den Winter nicht "hinter der Ofenbank" verbringen wollen.

Schade ist allerdings, dass nur jeder 3. junge Sportler des WDL und SCW den angebotenen Ausgleichssport wahrnimmt und die Angebote zur sinnvollen sportlichen Betätigung so schlecht genutzt werden.

Insgesamt kann man das Jahr 2006 wohl als besonders erfolgreiches Jahr für den Kinder- und Jugendsport des SCW einschätzen. Vor allem sind die besonderen Regattaaktivitäten der 420er- und Piratensegler zu nennen. Aber auch die drei Wanderfahrten von Jugendlichen des SCW stellen einen neuen Rekord dar. Nicht unerwähnt sollen auch die Neuzugänge im Bootspark bleiben. Ein neuer 420er und ein fast neuer Opti sind schon da und ein neuer Opti wird im Januar gespendet. Sie werden im nächsten Jahr die Segelbedingungen unserer Junioren weiter verbessern.
Durch den Sponsorvertrag mit der Dresdner Firma Bellan-Catering konnte (nun doch) der geplante 420er gekauft werden. Am Sonntagnachmittag wurde er durch Roman Schütt (Regattaservice Schütt) geliefert.
Zum Glück waren trotz empfindlicher Kälte und 1. Advent einige Mitglieder da, um das Boot in Empfang zu nehmen. Schließlich sollte doch der erfahrene Trainer und Regattasegler aus Tutzing gleich noch den Grundtrimm vornehmen. Die 420er-Segler Maria, Carsten und Anne halfen dabei fleißig mit und zeigten so ihr besonderes Interesse an dem Boot, welches Anfang Januar an die beste JC-Mannschaft für ein Jahr zur Nutzung übergeben wird.
Besonders unterstützte die nötigen Arbeiten auch der erwachsene 420er-Segler Benjamin G.! Sicher werden seine Erfahrungen und Hinweise auch in der nächsten Monaten benötigt, um aus diesem funkelnagelneuen, noch unbekannten Boot ein gutes und schnell segelndes Regattaschiff zu machen. Dazu, und das wurde am Sonntagabend ganz deutlich klar, sind noch zahlreiche Feineinstellungen am Rigg vorzunehmen, zumal der Masttyp bis jetzt beim SCW noch unbekannt ist.
Am Samstagvormittag trafen sich die Kinder aus drei Vereinen der IG Juniorensegeln Oberelbe zu einem Training besonderer Art. Im Loschwitzer Hafen konnte das Wriggen probiert werden.
Der Antrieb des Bootes kommt dabei durch einen am Heck bewegten Riemen, hat aber mit dem vor allem bei den jungen Seglern sehr beliebten Wriggen mit Hilfe der Ruderanlage nichts zu tun. Während das Wriggen mit dem Jollenruder von den Trainern wegen der Belastung der Ruderbeschläge hart kritisiert wird, ist das Wriggen mit dem Riemen eine durchaus interessante Fortbewegung (sofern das Boot dafür ausgerüstet ist).
Ein Konversationslexikon beschreibt "WRIGGEN" so: "Ein Boot durch einen am Heck hin und her bewegten, bei der Bewegungsumkehr jeweils in bestimmter Weise gedrehter Riemen vorwärtsbewegen".(Bild unter www.wdl-dresden.de/wriggen.htm)
Der WDL stellte für das Training Dingis und drei erfahrene Trainer zur Verfügung. An Land waren zwei Knotenbahnen aufgebaut und ein Lagerfeuer lud zum Aufwärmen ein. Höhepunkt war für alle die Rumpokal-Kartoffelsuppe, die über dem Feuer brodelte. Schade nur, dass so mancher mitessende Erwachsene vergaß, den kleinen Obolus für das Mittagessen zu entrichten (für die Kinder und Trainer war das Essen kostenlos).
Insgesamt war die Veranstaltung eine willkommende Auflockerung der in jedem Jahr schwierigen Winterausbildung. Denn neben dem Ausgleichssport findet wöchentlich "trockene" Theorie statt. Und in den vergangene Wochen wurde bereits deutlich, dass diese Ausbildung für den Einen oder Anderen nicht unbedingt zu den Favoriten des Trainingsplanes gehört.
Bleibt zu wünschen, dass weitere Events das Winterhalbjahr überbrücken helfen. Ideen und Initiativen auch aus dem Jugendvorstand sind da keine Grenzen gesetzt. Vielleicht gibt er ja auch in diesem Jahr eine JC-Weihnachtsfeier, Winterwanderung, Faschingsfeier oder einen Spieleabend....? Bis jetzt ist noch alles offen!
Am 18.11. fand nun unsere jährliche Hauptversammlung statt. Wie üblich, berichteten die Clubratsmitglieder über ihre Arbeit, erreichte Ergebnisse und Probleme.

Die Schiedskommission stellte die Ergebnisse ihrer Finanzkontrolle vor. Anträge wurden diskutiert und Beschlüsse gefasst. So wurde eine Reduzierung der zu leistenden freiwilligen kostenlosen Arbeitsstunden und eine einmalige Gebührenumlage auf alle Mitglieder beschlossen.

Jahresarbeitsplan und Finanzplan für das neue Jahr fanden ebenfalls nach gründlicher Diskussion und einigen Veränderungen Zustimmung. Es wurde dabei sichtbar, dass der SCW mit seinen Mitteln nach dem Prinzip strengster Sparsamkeit umgehen muss, haben doch die Reko des Clubhauses und weitere Baumaßnahmen die finanziellen Ressourcen des Clubs stark belastet. Wichtige perspektivische Aufgaben sind bei der Erhaltung und schrittweise Erneuerung des Stegs in Angriff zu nehmen. Die ausgezeichnete Arbeit im Kinder- und Jugendsport muss fortgeführt werden, traditionelle Veranstaltungen sind weiter auszubauen und neue Akzente für ein interessantes und alle anziehendes Clubleben zu setzen

Schließlich wurden Clubrat und Schiedskommission neu gewählt. Unser bisheriger Vorsitzender Lothar Blüher schied aus seinem Amt nach dreijähriger sehr erfolgreicher Tätigkeit aus. Unter seiner Leitung wurde die große Aufgabe des Clubhausrekonstruktion erfolgreich gemeistert. Daran hat Lothar Blüher den größten Anteil, nicht nur mit straffer Leitung, mit fachlichem Wissen und Engagement, sondern nicht zuletzt auch mit seiner bewundernswerten persönlichen Einsatzbereitschaft, die er nun bei der Anleitung der 4 Arbeitskräfte (1 € Job) erneut unter Beweis stellt. Lothar setzte auch inhaltliche Akzente im Clubleben als der begeisterte Segler, der er nun einmal ist. Es bleibt, Lothar Blüher für diese 3 Jahre Arbeit als Clubvorsitzender herzlich zu danken und dem neuen Vorsitzenden, dem bisherigen Schatzmeister Thomas Eggerichs viel Erfolg zu wünschen. An seiner Stelle wurde Thomas Weihermüller zum Schatzmeister und stellv.Clubvors. gewählt, Neuer Fahrtenwart wird Johannes Weihermüller sein, in die Funktionen Trainerratsvorsitzende (Iris Bönisch zugleich stellv. Clubvors.), Technischer Leiter (Hartmut Herrlich), Kulturwart (Lutz Steudel) und Schriftführer(Stefan Fischer) wurden die bisherigen Amtsinhaber wieder gewählt. Auch die Schiedskommission arbeitet in der bewährten Zusammensetzung weiter.
Am 07. und 08. Oktober fand die traditionelle Strommeisterschaft auf der sächsischen Elbe in drei Etappen zwischen Pirna und Dresden statt, veranstaltet vom Segelclub Dresden-Wachwitz (SCW).

Nachdem die Regatta bereits von ihrem "angestammten" Termin im Mai wegen damaligen Hochwassers auf den Herbst hatte verlegt werden müssen, war uns der "Elbgott" auch jetzt (noch ?) nicht wohlgesonnen und wirbelte das Regattafeld der "Piraten" kurz vor dem Ziel der zweiten Wettfahrt mit einer heftigen Windböe kräftig durcheinander. Vor der gemütlichen Abendveranstaltung, spätestens aber am Sonntagmorgen war daher erstmal "Bauen, Basteln und Schöpfen" angesagt, um die Boote wieder startklar zu bekommen. Zum Glück ist dies - bis auf einen Teilnehmer - auch gelungen.

Bei mithin gutem Wind auf allen drei Wettfahrten fuhren Dagmar Forberger und Frank Kürth vom gastgebenden SCW einen klaren "Drei-Satz-Sieg" in der Klasse der Piraten ein, ebenso klar konnten Benjamin Krull und Max Eggerichs (ebenfalls SCW) bei den Ixylons ihren Vorjahrestitel verteidigen. In der offenen Klasse ging der erste Preis an Alexander Franz und Wolfgang Beyer, die mit ihrem 20er Jollenkreuzer "Julchen" am Start waren.

Die Wettfahrt am Sonntag war gleichzeitig die letzte offizielle Segelveranstaltung des SCW in der Saison 2006, und so schlossen sich noch einige Sportfreunde "außer Konkurrenz" dem Regattafeld auf dem Weg ins Stadtzentrum an. Der immer noch kräftige Wind aus Südwest forderte zunächst eine stramme Kreuz stromab und gestattete dann ein bequemes "Gegen-den-Strom-Segeln" - wer hatte, konnte dabei noch einmal richtig seinen Spinnaker "auslüften".

Wer trotz des heftigen Windes als Zuschauer den Weg an die Elbufer - beispielsweise unterhalb der Dresdner Elbschlösser - gefunden hatte, wurde mit dem Anblick der unter vollem Tuch vorbeiziehenden Boote belohnt, getreu dem Motto unserer Regatta: Die Elbe gehört zu Dresden. Und Segeln gehört zur Elbe.
Zum letzten Wassertraining trafen sich die Segler der IG Juniorensegeln Oberelbe an der Kiesgrube Pratzschwitz bei Pirna. Ziel des 1. Tages war vor allem der erfolgreiche Abschluss von 10 Schnupperkursen und die Anfängerausbildung. Einige Mannschaften sollten außerdem die Möglichkeit bekommen, sich für das nächste Jahr neu zu orientieren. Auch deshalb hatten die Trainer den Transport aller Jugendboote organisiert. Leider nutzte die Wachwitzer Jugend das Angebot schlecht. Während sich auf insgesamt zwölf Optis 16 Segelkinder drängten, blieben 3 der 5 Jugendboote am Sonntag ungenutzt. Für die anwesenden Trainer und manche Eltern war das Grund zum Ärgern, hatten sie doch die Veranstaltung vorbereitet und ihre persönlichen Interessen hintenan gestellt, um abzusichern. Einige Optisegler dagegen wird es freuen, müssen oder wollen sie doch leider im nächsten Jahr von ihrer Bootsklasse absteigen. Vorher nutzten sie jedoch noch einmal die Gelegenheit, bei einer Regatta ihr Können zu zeigen. Sieger wurde übrigens Felix Hempel, es war für ihn ein guter Abschied vom Opti. Dieser Wettkampf am Sonntag galt auch als Abschluss der Ostsachsenliga 2006.
Der Dank der Organisatoren geht vor allem an Helmut Loebe für die Besorgung der Genehmigungen, an Familie Simundt für die Bereitstellung eines Sicherungsbootes und an die vielen Eltern, die uns an diesem Wochenende durch Transporte und zahlreiche Hilfeleistungen so toll unterstützen.
Noch ein Wort:
Die Veranstaltung kostete die Organisatoren viel Kraft. Das vor allem, weil durch die laufenden Semesterferien 2 wichtige Mitstreiter fehlten und die anderen Trainer unaufschiebbare persönliche Verpflichtungen (Geburtstage, Seminargruppentreffen ...) hatten. So kam es vor allem am Samstagabend und am Sonntag früh zu unüblichen Problemen. Trainerratsvorsitzende Iris plant auch deshalb, in Zukunft die Geburtstage der Trainer und ihrer Familien besser zu beachten. Zeitgleiche Schul- und Semesterferien wünscht sie sich ja schon seit vielen Jahren, leider vergebens.
Die Meißner Segelfreunde hatten zu Ihrem Vereinsjubiläum eingeladen - und die perfekte Organisation begann bereits mit dem Wind: Bei einem Südost, der stetig mit 4 Bft. daherkam (einige Böen wurden sogar mit 6 Bft. vermessen), waren die 34 Stromkilometer "von Steg zu Steg" von den fünf teilnehmenden Wachwitzer Kreuzern in knapp drei Stunden absoviert - komplett unter Segeln, versteht sich.

In Meißen wurden wir bereits am Steg empfangen und in die Liegeplätze eingewiesen - eine logistische Meisterleistung der besonderen Art, waren doch insgesamt 18 Gästeboote aus (wenn ich richtig gezählt habe) 6 elbanliegenden Vereinen unterzubringen. Als alle Leinen fest waren, wurde nach einem offiziellen Teil - sogar der Oberbürgermeister der Stadt Meißen war zugegen - und einem nostalgischen Teil mit Fotos aus den Anfangsjahren und Filmen von besonderen Höhepunkten ( ;-) ) des Vereins das Tanzbein geschwungen - oder einfach nur gequatscht. Für Verpflegung war gesorgt: Über offenem Feuer hing ein Kessel mit köstlicher Gulaschsuppe ... Es dauerte bis nach Mitternacht, ehe die letzten "Feierer" dann den Weg zurück zum Steg auf die Boote fanden.

Steg

Zur Rückfahrt am Sonntag - die wegen des weiterhin kräftigen Südost unter Motor stattfinden mußte - versöhnte uns zumindest die Sonne mit einem schönen Spätsommertag.

Nochmals herzlichen Dank an die Meißner Segelfreunde für den tollen Abend - und: Mast- und Schotbruch !