Zwei Wachwitzer Ixylon und der Loschwitzer Kutter Ruckswilli haben auf ihrer Reise vom 26.August bis 2.September 2006 den Zusammenfluss von Moldau und Elbe besucht. Das Wetter war an allen Tagen nicht sonderlich, häufige Regenschauer und herbstliche Temperaturen stellten eine echte Herausforderung dar. Gekocht wurde meist am Abend über dem Feuer. Das Holz dafür wurde vorsorglich aus Dresden mitgeführt. Tagsüber gab es viel Obst und Gemüse, Salami sowie ausreichend süße Snacks. Nach den beiden ersten recht anstrengenden Reisetagen bauten die Mannschaften ihr Lager im Yachtclub Lovosice auf und genossen einen ruhigen dritten Tag segelnd am Zernosekysee. Am vierten Tag ging es unter Segeln bzw. mit Motorkraft weiter in Richtung Roudnice. Auch dort blieb das Lager für zwei Nächte stehen, denn am Wendepunkt (Kilometer 0 Melnik) gibt es leider keine guten Zeltmöglichkeiten. So legten die Boote nach mehreren Schleusen und Segelkilometern gegen Abend wieder in Roudnice an. Am sechsten Tag (Rückreise) wurden Zelte und Kochkiste wiederum für 2 Nächte im Yachtclub Lovosice aufgebaut. Die guten Sanitärbedingungen und die nette, unkomplizierte Aufnahme waren dafür Grund genug. Ein Knüppelkuchenwettbewerb (1), Knoten- und Leinenwurftraining sowie eine leider dringend gewordene Motorenreparatur ließen keine Langeweile aufkommen. Nach einem weiteren Segeltag am Zernosekysee und einem ungeplanten, aber interessanten Treffen mit tschechischen Jugendlichen (2) absolvierten die Boote die 109 km nach Dresden in 9 Fahrtstunden und machten am frühen Abend wieder in Wachwitz bzw. Loschwitz fest. (1) bester Knüppelkuchenbäcker: Franz; (2) Dolmetscher: Lukas
Zum letzten August-Wochenende luden nun schon zum vierten Male eine Handvoll Enthusiasten zum Holzpiratenfestival ans Steinhuder Meer ein. Auch drei Wachwitzer Piraten und zwei befreundete Mannschaften aus Kriebstein nahmen die lange Fahrt auf sich, um bei dieser Regatta der etwas anderen Art, bei der nur Holzboote zugelassen und Spinnaker verboten waren, teilzunehmen. Der Spaß sollte an beiden Tagen im Vordergrund stehen, genau wie der Erfahrungsaustausch über die Pflege der "Oldtimer"-Schiffe - und beides war intereuropäisch, denn auch eine österreichische und eine dänische Mannschaft fanden sich zum wiederholten Male in Niedersachsen ein. Letztere gewann zudem noch den Preis für den von allen Teilnehmern gewählten schönsten Holzpiraten! Zum Sportlichen - am Sonnabend kam zu dem strömenden Regen am Nachmittag wenigstens noch ein ganz vernünftiger Wind aus den Wolken, so daß 4 Wettfahrten durchgeführt werden konnten. Auch wenn es um nicht mehr als den Spaß ging, stimmte es schon ein wenig stolz (zum Teil auch etwas peinlich), dass von allen 16 Teilnehmern wir Sachsen die ersten fünf Plätze unter uns ausmachten. 1. Kürth/Forberger-"Goldene" Kommode; 2. Seifert/Seifert-Schnorchel; 3. Höpfner/Forberger-"Schwarze" Kommode; 4. Werner/Inge-Oldie; 5. Eggerichs/Eggerichs-Oldtimer. Wer schon immer mal statt verschiedener Flaggen ein einziges Rundumlicht als Startsignal, das gemeinschaftliche Festlegen des Kurses und Startzeit im Bierzelt und eine gemeinschaftliche Sonntagsausfahrt erleben möchte, sollte sich das Festival im nächsten Jahr am gleichen Ort vormerken (letztmalig, dann soll die Regatta Jahr für Jahr durch Deutschlands Reviere tingeln).
Zur gemeinsamen Lichterfahrt anlässlich der Veranstaltung "Dresden mobil" hatten die Wachwitzer Segler alle Dresdner Wassersportvereine aufgerufen. Schade, dass nur wenige Motor- und Segelboote diesem Ruf folgten. So war die Flottille sehr klein, als sie sich am frühen Abend in Johannstadt sammelte. Nach einer großen Ruderbootsflotte starteten die Boote bunt mit Flaggen geschmückt auf der Elbe stromab und ankerten später unterhalb der Marienbrücke. Es blieb genügend Zeit zum Abendbrot und einem kleinen Schwatz von Boot zu Boot. Auch ein Radebeuler Segelboot gesellte sich noch dazu. Nach dem Feuerwerk fuhr die Flottille, nun mit leuchtenden Lichterketten und Fackeln geschmückt, durch die Dresdner Innenstadt stromauf. Die Brückendurchfahrten bei Nacht wurden dabei eine besondere Herausforderung. Vor allem die Carolabrücke hielt eine Überraschung bereit, war sie doch mit einem Wasservorhang versehen und hielt somit eine kurze Dusche bereit. Das Ambiente der beleuchteten und ungewöhnlich belebten nächtlichen Innenstadt, das Feuerwerk, die zahlreichen Gäste auf den Brücken und am Ufer machte den Abend zu einem beeindruckenden Erlebnis.
Andrè Loebe nahm mit dem Vorschoter Michael Stengel aus Zittau an der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft 2006 mit dem Piraten „Jolly Roger“ teil.
Wieder mal geschafft ! Die Anspannung bei Kursteilnehmern wie bei Übungsleitern, die am Sonntag, dem 23.Juli , dem Tag der Prüfung zum amtlichen Sportbootführerschein ihren Höhepunkt erreicht hat, weicht. 17 Kursteilnehmer freuen sich über ihren Führerschein, die Ausbilder über einen gelungenen Lehrgang. Keiner ist bei einer der Prüfungen durchgefallen, alle Kursteilnehmer konnten nachweisen, dass sie ein Segel- oder Motorboot führen können.
Wenden, Halsen, Anluven, Ablegen und Anlegen und nicht zuletzt das Mann-über-Bord-.Manöver wurden solange geübt, bis es klappte. Ständig nervten die Übungsleiter ihre Segelkandidaten, wer denn nun Vorfahrt hatte, der Stoppersteck wurde noch bis zur letzten Minute geübt. Wind war ja meist genug zum Segeln vorhanden, am 1. Ausbildungssonntag sogar ,mehr als genug, sodass wir uns für einen Abbruch entschieden. Und alles hat sich gelohnt - für die gerade 17-jährige Lilli wie für den 64-jährigen Rolf, für den Schüler Carsten, für den Lehrer wie für den Arzt.
Apropos Arzt: unsere Kursteilnehmer aus dem Lager der Ärzte haben bei einem Unfall auch noch ihr berufliches Können nachweisen müssen.
Mir bleibt übrig, allen unseren neuen Seglern nochmals in Namen des SCW zu gratulieren. Wir wünschen Euch Mast und Schotbruch und allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel. Wir gratulieren speziell unseren eigenen Kursteilnehmern Judith Glück und Carsten Böhme.
Wir hoffen, Euch alle irgendwann mal wieder zu sehen- auf dem Wasser oder auch mal bei uns im Club. Mir bleibt schließlich übrig, allen Ausbildern und Organisatoren herzlich für ihre gute Arbeit zu danken:
Steffen Böhme
Max Eggerichs
Johannes Weihermüller
Lothar Blüher
Bert Bönisch
Thomas Gröger
Thomas Eggerichs
Christa Herrlich
Dank auch an die Gastgeber in Kollm
Leiter A-Schein- Ausbildung
Anm. d. Red.: der Dank gilt gleichfalls auch dem Autor und Leiter der Ausbildung.