Das Anliegen der Fahrt
Um 12:00 Uhr fand die Eröffnung der Gemeinschaftsfahrt mit anschließender Steuermannsbesprechung am Flaggenmast des SCW statt.
Um 09:30 Uhr legte die Flottille nach der täglichen Steuermannsbesprechung vom Meißner Steg ab.
Um 09:00 legen wir ab. Aber wieder lässt der Wind nur streckenweise das Segeln zu. Es ist warm, die Sonne scheint und so genießen wir die Fahrt entlang der Auwälder der Mittelelbe. In Coswig zeigt uns die Fähre wieder mal, wer hier Vorfahrt hat und in Rosslau schummeln sich die 15er mal gerade so durch die erste Brücke. Bis Dessau sind es dann doch noch einige Segelkilometer geworden. Im Leopoldshafen haben wir gute Liegebedingungen. Ein ganzer Pulk von Seglern will anschließend zum Technikmuseum. Der Weg dorthin ist langwierig, aber der Besuch lohnt sich. Wir sind beeindruckt von der Kreativität der Ingenieurpersönlichkeit Junckers und der thematischen Vielfalt seines Wirkens.
Nach Steuermannsbesprechung um 09:00 Uhr fährt die Flottille geschlossen und diszipliniert durch Magdeburgs Stadtzentrum. Die Masten sind (bis auf Flying P) bereits gelegt, da nicht nur die niedrige Hubbrücke zu passieren ist. Uns erwarten auch die Schleusen in Rothensee und Hohemwarthe.
09:00 Uhr geht`s los. Die Schleuse Niegrip wird passiert. Auf der Elbe werden sofort Segel gesetzt. Mit 3 bft Wind aus NNW geht es schnell stromab. Allerdings brist der Wind dann doch relativ stark bis 5 bis 6 bft auf. Ab Tangermünde wird deshalb gerefft. Und trotzdem sehen wir eine „Beinahekenterung“ der IXYLON. Und die IXYLON Maxl von Wachitz wird rechtselbisch hinter eine Dalbenreihe gedrückt. Vorschoterin Anfissa will abhalten und verstaucht sich dabei das Bein. Der Rückenschwimmer hilft, sie wird in das Krankenhaus Stendal gebracht und untersucht. Mareck fährt abends noch hin und kann sie – an Krücken laufend – mitbringen. So ist alles wieder einigermaßen in Lot, und man genießt den schönen Abend am Geesthang, auf dem das kleine Städchen Arneburg thront.
Planmäßig geht’s um 09:00 Uhr weiter zur letzten Etappe des ersten Teils der Fahrt. Der Wind kommt frisch von NW. Es wird gesegelt bis zur Einfahrt in den Schleusenkanal am km 422,9. Als das Feld zusammen ist, werden die Masten gelegt. Die Fahrt durch Kanal und Schleuse ist problemlos und so liegen wir bereits 14:00 Uhr Uhr an den Stegen der Kiebitzberg- Werft. Der freundliche Schiffsbaumeister Ahrends empfängt uns und macht mit uns einen interessanten Rundgang durch die Werft. Wir erhalten Einblicke in das vielfältige Produktionsprogramm und die Maschinen und Technologien, die dafür zur Verfügung stehen.
Heute beginnt Teil 2 der Fahrt, einige Boote, so z.B. Gräfin Cosel haben neue Besatzungen, da für unsere Jugendlichen am Montag wieder die Schule beginnt. Eine Startverzögerung macht sich notwendig, da die neue Besatzung von Gräfin Cosel nicht rechtzeitig den Mast gelegt hat. Nach Schleuse und Kanal. Auf der Elbe können wir wieder bei Wind 2 SO Segel setzen und so wird es Eine Etappe fast vollständig unter Segel. In Schnackenburg finden wir einen sehr freundlichen Verein, der uns herzlich begrüßt. Abends gehen besonders Interessierte zum Abschlusskonzert der hiesigen Sommerfestspiele, andere nutzen die Gelegenheit zu ausgiebigem Abendessen in der Gaststäte oder besuchen das Nachbarboot.
Diesmal erst um 10.00 Uhr legt die Flottille zur letzten Etappe auf der Elbe ab. Bei NW 2 segeln wir los. Äolus muss erst mal mit Ruderschaden in Bleckede einlaufen, kann den Schaden aber schnell beheben. Der Wind frischt später auf SO 4 auf. Wir segeln an Boitzenburg vorbei und erinnern uns daran, dass wir hier unsere Hamburgfahrt im Jahr 2002 wegen zu starker Welle unterbrechen mussten. Heute haben wir es leichter. Sehr flott erreichen wir die Eisenbahnbrücke vor Lauenburg, fast alle legen den Mast. Aber dann macht sich die Flottille noch mal schön. Bei Stromkm drehen wir bei jetzt starkem SO (5 bis 6bft) mit über Toppen geflaggtem Mast stromauf zur Paradefahrt an der Wasserseite von Lauenburg. Leider muss aber der Mast nach der Einfahrt in den Kanal wieder gelegt werden. Wir legen in der gut gefüllten und leider auch etwas preisaufwendigen Marina an. Der Nachmittag und Abend wird zu einem Stadtbummel, zum Besuch des Schifffahrtsmuseums und zum Einkauf genutzt
Bei nicht so schönem Wetter geht es auf die letzten Kilometer bis Lübeck. 4 Schleusen sind zu passieren, Christa Herrlich holt sich blaue Flecke bei einem Sturz von der Kajüte in das Cockpit, aber es geht ohne größere Blessuren ab und alles kommt gut beim Motorbootclub Lübeck an. Wir kommen gut unter und die meisten Teilnehmer nutzen den Nachmittag schon mal zu einem Gang in die Stadt.
Wir machen in zwei Gruppen geführte Stadtrundgänge durch die Altstadt. Vor allem das Gängeviertel hat es uns angetan. Wir erfahren viel Wissenswertes und Unterhaltsames über Lübecker Geschichte und Gegenwart. Schließlich folgt der kleine Empfang durch den Bürgermeister für Schule und Sport im Auftrag des Oberbürgermeisters im Gerichtssaal des prächtigen Rathauses. Es gibt Rotspon und Lübecker Marzipan. Und wir revanchieren uns auch mit kleinen Gastgeschenken.
Um 09:00 Uhr legen wir ab. Boote mit niedrigem Aufbau nehmen die Strecke durch das Stadtinnere, alle anderen Boote fahren durch den Hafen Lübeck. Aber bald ist die Flottille wieder vereinigt. Trotz regnerischem Wetter segeln wir die Trave stromab. Bei der Ankunft in Travemünde erwischte uns wieder ein böser und kalter Regenguss. Pudelnass legten wir im Passathafen an, begrüßt von der Besatzung der Orion und weiteren SCW- Mitgliedern, die per Auto nach Lübeck gekommen waren. 

Bei ordentlichem Westwind und schönstem Sonnenschein segelten am ersten Sonntag des Novembers 11 Unverdrossene um den Rumpokal und den Pokal für den schnellsten Holzopti! Besonderheit der Veranstaltung: Die Jugend der Vereine übernahm die Absicherung, die Älteren segelten die Optis. Der erste Start in Wachwitz war nicht ganz einfach, denn Wind und Strömung kamen aus einer Richtung, so dass das gemeinsame Ablegen und ein ordentlicher Vorwindstart schon schwer zu realisieren waren! Zwei Frühstarter mussten deshalb auch wieder stromauf drehen und mindestens 4 Boote vorbei lassen - so hatte es die Wettkampfleitung festgelegt! Mit Rückenwind ging es für alle stromab. Am Blauen Wunder wurde der erste Zieldurchgang ermittelt. Thomas Landgraf gewann den ersten Lauf souverän! Im Loschwitzer Hafen gab es dann erst einmal Mittagessen für alle - Christas Kartoffelsalat mit Bockwurst! 12 Uhr wurde der zweite Start im Hafenbecken durchgeführt. In der engen Hafeneinfahrt schoben sich auf Grund des Rückenwindes alle Boote mächtig zusammen! Dann galt es - schnellstens in die Strömung zu kommen! Wer die Strömungsverhältnisse der Elbe in seinen taktischen Plan einbezog, konnte bei dem manöverarmen Kurs gut punkten! Und wieder war der Sieger des 1. Laufs weit vorn. Erst kurz vor dem Ziel wurde er eingeholt und auf den letzten spannenden Metern geschlagen. In der Auswertung gab es vier Punktgleichheiten, so dass das bessere Ergebnis der letzten Wettfahrt den Ausschlag gab! So ging der Rumpokal an Iris Bönisch, punktgleich mit mit dem Zweitplatzierten Thomas Landgraf. Den Holzbootpokal ersegelte sich Jörg Franz. Nach der Siegerehrung wurden die Boote auf den Hänger von Wolfgang Beyer aufgeladen bzw. vom Kutter nach Hause gezogen! | Starter | Verein | 1.WF | 2.WF | Punkte | Platz | Holzboot |
| Bönisch, Iris | SCW | 2 | 1 | 3 | 1 | |
| Landgraf, Thomas | SCW | 1 | 2 | 3 | 2 | |
| Grätz, Uwe | SCW | 5 | 3 | 8 | 3 | |
| Kretzschmar, Lutz | SCW | 4 | 4 | 8 | 3 | |
| Franz, Jörg | SCW | 6 | 7 | 13 | 5 | 1 |
| Bönisch, Bert | WDL | 3 | 10 | 13 | 6 | |
| Hoffmann Markward | Pirna | 9 | 6 | 15 | 7 | 2 |
| Rülke Harald | SCW | 11 | 5 | 16 | 8 | |
| Bönisch Uwe | WDL | 7 | 9 | 16 | 9 | 3 |
| Beyer Wolfgang | SCW | 10 | 8 | 18 | 10 | 4 |
| Ulbrich Marek | SCW | 8 | 11 | 19 | 11 |

Bei frühlingshaften Temperaturen um die +13 oC und fantastischem Segelwind um 5 Bft. waren für 2011 die Segel schon fast gestrichen. Der sonntägliche Rumpokal am 06.11.2011 wird den Abschluß der Segelsaison 2011 bilden.© 2026